Fiktives Schreiben an die Telekom

Wie Du mir, so ich Dir: Liebe Telekom, vielen Dank für Ihre stetigen Bemühungen mein technisches Problem aus der Welt zu schaffen. Sie können sicher sein, dass ich stets ebenso bemüht bin, Ihre Bemühungen als bemüht anzuerkennen und meine regelmäßigen Zahlungen für unzulängliche Leistungen nicht einzustellen. Ich bin sicher, dass morgen ebensowenig funktioniert wie heute. Wir sollten uns davon aber nicht beirren lassen, sondern nach vorn schauen… wo dann auch nix funktioniert. Ich weiß nicht, was die anderen wissen und was die anderen wissen weiß ich nicht. Aber wir alle können sicher sein, dass die Erde ein sicherer Ort ist und wir uns alle furchtbar lieb haben… Soll ich es abschicken, auch wenn de facto nichts funktioniert? Diesen Beitrag...

Mehr

Lebenstraum

Lebenstraum

Zugegeben, “Lebenstraum” ist ein großes Wort. Aber es ist kein bisschen übertrieben, es in diesem Zusammenhang zu benutzen. Seit ich vielleicht zwölf oder dreizehn war und “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende zum ersten mal gelesen hatte, war es mein großer Traum dieses, im wahrsten Sinne, fabelhafte Buch eines Tages meinen Kindern vorzulesen. Es mag theatralisch klingen, ist aber keineswegs übertrieben, wenn ich sage, dass ich mich nun jahrelang durch mehr oder weniger spannende Bücher vorgelesen habe. Was mit “Hase Hoppel” und Pixibüchern den Anfang nahm, endete jüngst bei “Sternenschweif” oder Cornelia Funkes “Igraine Ohnefurcht”. Nun ist Hannah sieben Jahre alt, wird im November acht. Damit...

Mehr

Father Figure

Zweifellos eine der genialsten Textstellen, die je in einem Lied gesungen wurden: If you are the desert I’ll be the sea If you ever hunger – Hunger for me Whatever you ask for That’s what i’ll be… Diesen Beitrag...

Mehr

Ein Jahrzehnt

Ein Jahrzehnt

Der September 2001 war weltgeschichtlich sicher kein schöner Monat. Am Elften fielen die Türme des World Trade Centers in sich zusammen und die Welt hielt den Atem an. Auch Katrin und mich erschütterte, was da in New York vor sich ging. Aber noch etwas anderes bewegte uns noch mehr, noch viel mehr… Es berührte uns durch und durch. Am 14. September 2001 geschah, was schon Tage zuvor in der Luft lag: Wir küssten uns zum allerersten Mal und es war ein Sturm der Gefühle, eine Vertrautheit und das Empfinden für immer zusammen sein zu wollen. Drei Jahre später gossen wir diese Emotionen in Form und heirateten. Das ist hier und heute zehn Jahre her – ein Jahrzehnt. Mir kommt es oft vor, als ob es erst gestern war. Einzelne Momente haben sich ins Bewußtsein...

Mehr

Das verflixt schöne siebte Jahr

Das verflixt schöne siebte Jahr

Dieses Foto von Hannah entstand, auf den Tag genau, vor sieben Jahren. Natürlich fühlt man sich angesichts dessen dazu befleißigt, Floskeln wie “Hach, wie schnell doch die Zeit vergeht” oder (noch besser) “An den Kindern sieht man, wie alt man wird” in die Welt zu posaunen. Hier und jetzt will ich aber etwas völlig anderes zum Ausdruck bringen. Meine Kinder sind kein Makel, der mir mein fortschreitendes Alter vor Augen führt. Sie sind eine Bereicherung, im negativen aber vor allem auch im positiven Sinne. Natürlich bringen sie einen fast jeden Tag an die Grenzen dessen, was ein immer älter werdender Mensch verkraften kann. Aber sie geben auch so viel zurück, sie sind auf Mama und Papa angewiesen, sie lieben bedingungslos, sie bringen Leben...

Mehr

WM-Maskottchen

WM-Maskottchen

Die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ist Geschichte und Deutschland Weltmeister. Den einen interessierte das sportliche Treiben mehr, den anderen weniger (wobei einen die Spannung letztlich dann doch geradezu mitreißen musste). Es wurde viel diskutiert, gejubelt und gefeiert… aber jemand wurde da schlicht und ergreifend vergessen: Wo trieb sich eigentlich das Maskottchen dieses Turniers herum? Gab es überhaupt eins? Man denke da nur an den albern tapsigen “Goleo” hierzulande oder an “Footix” den französischen Hahn. Unvergessen ist das Quadratemännchen “Ciao” aus Italien oder “Gauchito” aus Argentinien. Alle lassen einen beim bloßen Anblick in Erinnerungen schwelgen. Also, wo ist die personifizierte...

Mehr

Wo mir die WM vorbei geht

Wo mir die WM vorbei geht

Okay, Marco Reus fällt also aus. Das, was der Gute sich da abgerissen und kaputt gemacht hat, ist mir gleichermaßen unbekannt wie er selbst. Ich war, bin und werde nie ein Fußball-Experte. Daraus mache ich auch keinen Hehl. Es geht mir einfach am südlichsten Punkt des Abdomens vorbei. Zumindest bei internationalen Wettbewerben wie der Weltmeisterschaft war das in der Vergangenheit ein bisschen anders. Heuer nicht. Es ist, wie wenn ich Valium eingenommen hätte, das nur partiell bei Ballsportarten wirkt. Ob mein Sinneswandel mit der Tatsache zu tun hat, dass der immer wiederkehrende Nationalhype bisher zu keinerlei messbarem Ergebnis geführt hat, weiß ich nicht. Das bundesdeutsche Kollektiv fiebert in schwarz-rot-goldenen Kleidungsstücken mit, die manch einer nicht...

Mehr

Wenn Menschen gehen

Wenn Menschen gehen

Wenn Menschen sterben und einen somit verlassen bleibt nichts zurück als eine große Lücke, eine Leere, der Schmerz über den Verlust des oder der Lieben. Einfach ausgedrückt: Das Leben wird beherrscht von “der Trauer”. Aber was ist “diese Trauer”? Man hört davon, dass jeder sie anders erlebt und jeder anders damit umgeht. Meine Erfahrung ist eine ganz andere: Trauer ist das Gefühl von Verlust, von Zurückgelassenwerden, von seelischem Schmerz… vielleicht auch von Selbstmitleid, denn dem Verstorbenen scheint es nun ja gut zu gehen. Das ist so ziemlich bei allen Trauernden gleich. Im Alltag hört man an Stammtischen und bei Freundestreffen meist gut gemeinte Ratschläge… zum Aushalten von körperlichen, durch eine Verletzung...

Mehr

Seifenblasen

Seifenblasen

Ich habe noch nie bezahlte Beiträge geschrieben und auch das hier ist keiner. Es mag einem so vorkommen, aber ich mache hier keine Schleichwerbung. Soviel vorab. Jeder war einmal Kind. Und wer selbst Kinder hat, erlebt sozusagen ziemlich sicher ein Revival. Die Wiederkehr der Seifenblasen nämlich. Ich war und bin ein Fan von ihnen, weil sie faszinierend und schön, wenn auch kurzlebig und zerbrechlich sind. Bei den allermeisten Kindern rufen sie wahre Begeisterungsstürme hervor, so auch bei den unseren. Hannah bläst inzwischen selbst Blasen durch die Luft, Moritz hingegen jagt ihnen schon hinterher. Kindergärtnerinnen und Elternwebseiten buhlen darum, das beste Seifenblasenrezept gefunden zu haben. Ich für meinen Teil muss sagen: Die “Echten” sind die...

Mehr

Call the Midwife

Genau das Richtige für uns: Eine Serie über Babys, Hebammen und das Ganze noch im England der 50er Jahre. Peng! Was will man mehr? Tatsächlich ist “Call the Midwife” eine Serie, die beste Unterhaltung für jedermann bietet. Ganz in der Manier der guten, alten BBC. Wir haben in kürzester Zeit beide verfügbaren Staffeln durch und sehnen uns schon nach der dritten. Wir möchten undbedingt wissen, wie es mit der bezaubernden Jenny Lee (allein dieses “Stop talking!” im Trailer in reinstem Cockney *schmelz*) und ihren Kolleginnen weiter geht. Ein echter Tipp also für alle Anglophilen, für alle Fans der 50er/60er-Rock’n’Roll-Ära und einfach für alle Fans gut gemachter Serien… Diesen Beitrag...

Mehr

Mein liebstes End

“Oft denke ich an den Tod, den herben, Und wie am End’ ich’s ausmach’?! Ganz sanft im Schlafe möcht’ ich sterben – Und tot sein, wenn ich aufwach’!” Carl Spitzweg Diesen Beitrag...

Mehr

Kinder

Machen wir uns nichts vor: Die Tage purzeln vor sich hin und das Leben rennt und rennt. Unsere Kinder erscheinen oft wie Mitbewohner, die einfach mit versorgt werden müssen. Ich meine das ganz und gar nicht despektierlich! Zu großen Teilen entspricht diese Beschreibung genau dem Alltag: Man muss schauen, dass die Kleinen bei Zeiten aufstehen, frühstücken, Zähne putzen… Es ist Alltag – nicht mehr und nicht weniger. Tatsächlich aber ist eben jener Alltag so viel mehr. Ich werde wieder Proteststürme aus dem Lager der Kinderlosen ertragen müssen – ob nun bewusst oder ungewollt kinderlos. Aber es ist mir egal, denn es ändert nichts an den Wahrheiten. Auch wenn man im Alltag die Fürsorge und Mühe im Vordergrund sieht, in Wahrheit sind eigene Kinder...

Mehr