Wenn Uhren rückwärts laufen

10. März 2010 Micha 1 Kommentar

Manchmal erhofft und wünscht man sich, die Zeit zurück drehen zu können. Manchmal wäre es interessant, was passieren würde, wenn die Uhren rückwärts liefen. Was sich jetzt furchtbar philosophisch anhört, ist mir heute mehr oder minder “einfach so” vor die Füße gefallen. Meine Bürouhr dachte sich: “Konsequent gegen den Trend!” und lief aus heiterem Himmel einfach rückwärts. Das ist kaum zu glauben, aber wahr:

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Inzwischen läuft alles wieder seinen gewohnten Gang. Das, was zunächst so mystisch erschien, war einfach nur einer leeren Batterie zu verdanken… das ist alles. Leider! :mrgreen:

KategorienKuriositäten

Weise Worte eines weisen Mannes

8. März 2010 Katrin Keine Kommentare

Wer kennt sie nicht aus Kindertagen: die Poesiealben. Kleine Büchlein, in denen sich die Tanten und Onkel, Omas und Opas, Schulfreunde und sonstige Leutchen mit kleinen fröhlichen Sprüchen verewigt haben. Einen dieser Sprüche habe ich in letzter Zeit wieder öfters gelesen. Weil er so wahr war und ist und wohl auch bleiben wird. Mein Großvater hat ihn mir in mein Poesiealbum geschrieben – selber ausgedacht und liebevoll verewigt:

S´Leaba ischt a Karussell
mol dreht´s sich langsam, ond mol schnell
oimol bischt oba, oimol bischt onda
s´geit lustige, doch au traurige Stonda.
Sei Optimischt, doch mit Verstand,
no hoscht ällaweil a glücklicha Hand.

Glücksmomente

2. März 2010 Katrin Keine Kommentare

Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die das Leben so schön machen:

  • ein überraschender Anruf
  • ein unerwartetes Geschenk per Post ;-)
  • ein selbstgemaltes Bild vom Tochterkind
  • eine heiße Tasse Tee von der Lieblingssorte
  • eine gute Nachricht, die wieder Mut macht
  • Menschen, die einem zur Seite stehen
  • einige ruhige Minuten am Tag
  • beschwingte Musik im Radio
  • ein gutes Buch

Danke an alle Anrufer, Geschenkeverteiler, Bildermaler, Teekocher, Nachrichtenüberbringer, Mutmacher, Buchschreiber und an so viele andere

Auge in Auge

26. Februar 2010 Micha 1 Kommentar

Jeder kennt dieses Gefühl. Jeder weiß, wie es sich anfühlt. Es gibt Ereignisse im Leben, die man regelmäßig ausblendet, die man bestmöglich ignoriert wie verflossene Liebschaften, denen man am liebsten niemals wieder begegnen würde. Manchmal aber, da passiert es einfach. Da kann man nicht ausweichen und zur Seite schauen. Da muss man sich stellen und schließlich kapitulieren vor der Übermacht des Schicksals. Es ist immer schlimm, wenn ein Mensch diese Welt verlassen muss. Aber letztlich gehört es dazu wie das Geborenwerden, wie Schatten zum Licht. Angesichts dessen, wird einem die tatsächliche Hilflosigkeit gegenüber dem Lauf des Lebens bewußt und man lernt (wenn auch oftmals leider nur für den Moment) die wirklich wichtigen Dinge schätzen.

Lieber Jürgen, wo immer Du jetzt bist: Danke dafür, dass wir uns kenngelernt und so manchen, vor lauter Lachen tränenreichen Moment erleben durften. An diesem Tag heute wissen alle, die Dich kannten und mochten: Es waren viel zu wenige. Mach’s gut! Man sieht sich… :wink:

KategorienErkenntnisse

Von der Enttäuschung

25. Februar 2010 Katrin Keine Kommentare

Es mag sicherlich sein, dass ich ein eher pessimistischer Mensch bin. Vielleicht wurde ich so geboren, vielleicht hat das Leben mich aber auch so gemacht. Die letzten 2 Jahre waren für mich bzw. unsere Familie nicht einfach und Optimismus daher ein Fremdwort. Viel Schmerz und Enttäuschung, viel Kampf und Resignation liegt hinter uns. Die Zeiten wollen auch jetzt nicht wirklich besser werden und umso mehr schmerzt es, wenn man das Gefühl hat, alleine dazustehen. Wenn man Hilfe sucht und diese nicht bekommt, weil Banalitäten wichtiger sind, wenn man immer wieder vertröstet wird, wenn Freunde plötzlich schlecht über einen reden und wenn Kollegen auf einmal gegen einen sind. Dann ist das sehr enttäuschend, zermürbend und es schmerzt sehr. Es hilft auch nicht wirklich die Krisen zu überstehen. Nichts destotrotz haben mich die letzten 2 Jahre eins gelehrt: Ich hab einen, auf den ich mich verlassen kann, und das ist mein Michl!

Stadt+Zucker=Leckerei

25. Februar 2010 Katrin Keine Kommentare

Kinderlogik geht wie folgt:

Hannah:” Du Mama, krieg ich das Ding von einer Stadt mit ganz viel Zucker drauf?”
Mama:” ööh…äääh…was?”
Hannah:” na, das Ding mit dem Zucker drauf, das ist wie eine Stadt!”
Mama:” ach, Du meinst einen Berliner!”
Hannah:” jaaaa, genau :-) ”

Eigentlich logisch und erklärlich. Mich erstaunt aber auf jeden Fall die Tatsache, dass Hannah weiß, dass Berlin eine Stadt ist. Keine Ahnung wo sie diese Erkenntnis her hat :-)

KategorienElterngeschichten

Kleine Schätze

12. Februar 2010 Katrin Keine Kommentare

Steine beherbergen in sich die Energien von Jahrtausenden und ich glaube fest daran, dass jeder Stein eine Heilkraft in sich trägt, die er an uns weitergibt oder uns hilft negative Energien auszugleichen. Seit frühester Zeit wurden Edelsteine als heilig verehrt und zum Schutz vor negativen Einflüssen getragen. Die Kreuzritter z.B. sollen zum Schutz vor Gefahren und falschen Freunden stets ein Tigerauge bei sich getragen haben. In der Offenbarung des Johannes wird z.B. der Saphir als zweiter Grundstein des neuen Jerusalem genannt und Hildegard von Bingen, eine der mittelalterlichen Heilerinnen, beschreibt in ihrem umfassenden Werk “Physica” von 1154 u.a. die Entstehung von zwölf Edelsteinen und erläutert deren Anwendungsmöglichkeiten.Vielleicht ist es also das Mythische das mich so an den Heil- und Edelsteinen fasziniert. Vielleicht hat auch meine Oma daran etwas Schuld. Ich erinne mich nämlich noch sehr gut an ihren Setzkasten, in dem sie die unterschiedlichsten Steine aufbewahrt hat bzw. bis heute aufbewahrt. Dort findet man z.B. einen Bernstein mit einer versteinerten Fliege oder einen Lavastein aus Sizilien.
Meine eigene Sammlung an Heilsteinen wächst stetig und so habe ich für jede Gelegenheit meinen persönlichen Stein zur Hand:

  • meinen grünen Jadestein trage ich, wenn ich ruhiger werden will oder wenn eine Entscheidung ansteht. Er verhilft auch zu Harmonie und Liebe
  • der Karneol gilt als “Widderstein” und ich habe ihn bei mir, wenn ich Mut brauche oder Dinge optimistischer sehen möchte
  • mein Mondstein fördert die weiblichen Intuitionen und gibt Feinfühligkeit
  • aus den Bergkristallen lässt sich prima Kristallwasser herstellen, welches klarsichtig macht
  • in unserer Wohnung sind Rosenquarze verteilt. Diese machen empfindsamer für die Wünsche und Sorgen anderer Menschen
  • im Schlafzimmer liegen Amethyste, diese vertreiben Alpträume und verhelfen somit zu einem ruhigen Schlaf

So kann ich zu jedem meiner kleinen Schätze eine eigene Geschichte erzählen und sagen, wann und wie ich sie gebrauche. Lacht mich aus und haltet mich für verrückt – ich glaube fest an meine Steine und hab immer einen bei mir, der mich beschützt und mir durch die Probleme des Lebens hilft.

Gedicht eines ewig Kranken

9. Februar 2010 Micha 2 Kommentare

Wenn die Mandeln1 Stränge fleißig eitern,
und der Hals ist rötlich wund,
kann dich nichts so schnell aufheitern,
außer du wirst flugs gesund.

:lol:

  1. Hab seit meinem zweiten Lebensjahr keine mehr
KategorienKuriositäten, Poesie

Kranke Kinder gehören ins Bett!

8. Februar 2010 Katrin 1 Kommentar

Oh wie ist mir heute der Kamm geschwollen – was hab ich mich aufgeregt. Aber, wie so oft, ist es auch dieses Mal völlig sinnlos denn es wird sich nichts ändern. Geschehen ist folgendes:

Hannah hat seit dem Wochenende ihren gefühlten 1000000000078594043. Infekt und kann somit nicht in den Kindi gehen. Sehr zu ihrem und meinem Leidwesen. Heute mittag waren wir eine kleine Runde spazieren und Hannah wollte mal eben schnell im Kindi nach ihren Freunden sehen. Also haben wir einen kurzen Stopp hingelegt um “Hallo” zu sagen. Was ich dort sag, ließ mir (wie oben beschrieben) beinahe den Kragen platzen: hustende, rotzelnde Kinder wohin man sieht. Das Schlimme dabei ist nicht, dass die Eltern ihre kranken Kinder im Kindergarten abliefern, sondern die Tatsache dass diese Eltern zuhause rein gar nix zu tun haben! Die stehen auf der Straße und datschen, oder rauchen auf dem Balkon das eine oder andere Zigarettchen oder machen nen schönen Spaziergang mit dem Hund! Keine der Mütter ist berufstätig, sondern zuhause. Und dennoch landen die Kinder im Kindergarten, wo sie fleissig ihre Bazillen und Viren an andere weitergeben! Wie verantwortungslos muss man denn sein??

Kindergarten = dauernd krank

7. Februar 2010 Micha 5 Kommentare

Keine Sorge! Mir ist schon bewußt, dass unser inzwischen immerwährender Krankenstand so langsam niemanden mehr interessiert. :lol: Es ist ja auch so, dass wir unser eigenes Selbstmitleid schon gar nicht mehr hören können und wollen. :twisted: Hier geht es auch weniger ums Lamentieren, als um eine Art “Umfrage”.

Seit Hannah letzten Herbst in den Kindergarten gekommen ist, haben wir quasi pausenlos irgendwelche Infekte, mit denen wir uns herumschlagen. Angefangen hat es gleich mal mit einer ordentlichen Magen-Darm-Grippe, dann aller Vermutung nach mit der Schweinegrippe und seither plagen uns immer wieder Schnupfen, Halsschmerzen und vor allem dieser hartnäckige und tiefsitzende Husten, der zunächst als bloßer Reiz im Hals beginnt und später dann auf die Lunge sitzt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich innerhalb von nur einem Vierteljahr gleich zwei Antibiotikatherapien durchmachen “durfte”. Um Hannahs Lunge zu schützen bekommt sie inzwischen ein Pulver, das normalerweise Asthmakinder nehmen müssen. Ich mit meinem allerigschen Asthma pumpe mir jetzt seit Jahren zum ersten Mal wieder regelmäßig Kortison in die Bronchien. Die Häufigkeit, die Intensität und vor allem die Hartnäckigkeit dieser Ansteckungen sind mir neu und daher auch ziemlich unheimlich.

Wenn man sich so umhört, scheint das allerdings ein ganz normales Phänomen im ersten (und teilweise auch noch im zweiten) Kindergartenjahr zu sein. Nirgendwo sonst scheinen so viele Erreger aufeinander zu prallen, als im Kindergarten. Vermutlich paaren sich in diesem “Freudenhaus für Erreger” die Bazillen und Viren fleißig und kreieren so neue Infekte, die wie Pilze aus dem Boden sprießen. Manchmal kommt es mir so vor, als ob wir hierfür das primäre Testlabor wären. :lol:

Mich würde mal interessieren, wie das bei Euch “jungen” Eltern da draußen so ist oder war. Kennt Ihr das Phänomen des “Dauerkrankseins”? Sind wir neuerdings einfach nur besonders anfällige Kreaturen oder halten wir uns noch relativ wacker? Wir kennen zum Beispiel auch Fälle von dauernden Mittelohrentzündungen und dergleichen. Das blieb uns bisher noch erspart! Kommt das womöglich noch? Wird es im Frühjahr und Sommer wirklich wieder besser mit den Erkältungen? Bricht dann dafür die Zeit der Läuse und Flöhe an?  :-? Bitte sagt uns, dass die Welt doch nicht so böse ist! Sagt uns, dass noch Hoffnung auf eine (langfristige) Gesundung besteht. :lol:

In diesem Sinne: Einen lieben Huster an Euch alle! :mrgreen:

KategorienElterngeschichten