Wir sind Papst? Nein, danke!
Dass man von der katholischen Kirche nicht mehr allzu viel Realitätsnähe erwarten darf, dass ist ja nichts Neues. Diese Tatsache wurde lediglich von diversen Großereignissen vernebelt, die einen wahren Papst-Boom auslösten. Ich konnte das noch nie nachvollziehen!
Was aber jetzt aus Rom durch die Welt erklingt ist entsetzlich, unverschämt und diskriminierend! Zum Glück gibt’s einen Papst, der einem erklärt, dass Protestanten Menschen zweiter Klasse sind. Das wäre mir sonst entgangen! Die haben ja (so der Papst wörtlich) “einen Makel”, weil sie nicht der einzigen, legitimierten Kirche der Christen (selbstverständlich der katholischen!) angehören. Entschuldigung, aber da überkommt mich nicht nur ein krampfartiger Brechreiz, sondern es jagt mir auch einen heftigen Schauer über den Rücken: Solche Äußerungen sind wir in jüngster Zeit doch in zugespitzter Form nur von Fanatikern aus anderen Kulturkreisen gewohnt! Jetzt kommt ein Papst daher und lässt solche Äußerungen vom Stapel… und nein, es ist kein 1. April! Die Krönung: Dieser Mann maßt sich an, islamistischen Fanatikern Friedfertigkeit und Toleranz abzuverlangen. Wie soll das jemals in deren Ohren begreiflich klingen, wenn die Christen untereinander sich schon nicht akzeptieren?
Diese Aktion des großen Pontifex war dann das Tüpfelchen auf dem i. Damit ist die katholische Kirche für mich endgültig gestorben. Nicht genug, dass ich mich mit keiner Sekte identifizieren kann, die ihre ganz eigenen Regeln und Grundsätze und nicht die aus der Heiligen Schrift verfolgt (wie es im übrigen die Protestanten tun ;-) ), sondern vor allem will ich nichts mit einer Sippe zu tun haben, die andere Menschen ausgrenzt und beleidigt!






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