Der Albtrauf

Weniger wegen des Sommerlochs, als aus “Lust auf mehr”, die durchs Stöbern in meinem Fotoarchiv kam, gibt’s heute eine weitere Unterrichtsstunde in “Heimatkunde”. :D Ich hoffe, Ihr habt Spaß dabei! ;) Und keine Sorge: Der nächste Beitrag handelt dann wieder von was anderem! :lol:

Die Schwäbische Alb als Mittelgebirge Südwestdeutschlands ist – zumindest zum Nordwesten hin – eine Art Hochplateau, das wie eine abgebrochene Tafel Schokolade plötzlich steil abfällt. Durch diese geografische Gegebenheit entstehen wunderschöne Landschaften und die vor allem im Winter allseits gefürchteten Steigen mit ihren Serpentinen (Foto), auf denen sich der Autoverkehr in Richtung Donautal hoch- oder in Richtung Neckartal hinunterquält. Da sind Steigungen von 15% und mehr keine wirkliche Seltenheit! Die Steigungen sind teilweise so steil, dass man den ein oder anderen holländischen Touristen mit seinem Wohnwagen am Fuße des Traufs den Kopf schütteln sieht: “Diese Pass fahre wir wohl lieber erst morgen!” :lol:

© capturware GmbH (Pixelio)

Besonders imposant ist das Echaztal bei Honau, das vom Albtrauf immer enger werdend gesäumt wird. Hoch oben über all dem steht kurz vor dem Zusammenlauf der beiden Talseiten majestätisch das Schloss Lichtenstein, das unbedingt eine Reise wert ist! Es ist zudem Namensgeber der Gemeinde und somit aller Ortschaften, die ihm zu Füßen liegen: Lichtenstein-Honau, Lichtenstein-Unterhausen…

Blick auf HonauObwohl ich nun schon mehrere Jahre auf der Alb wohne, ist ein Besuch am Trauf immer wieder ein atemberaubendes Erlebnis. Jede Menge Mut und Trittfestigkeit vorausgesetzt kann man direkt bis zur Kante vortrippeln und bis zu 400 Meter in die Tiefe blicken. Das jagt selbst einem Schwindelfreien einen unglaublichen Schauer über den Rücken und lässt einen angesichts dieser Dimensionen als wirklich kleines, unwichtiges Etwas erscheinen. Ich kann nur jedem, der hier in die Nähe kommt, einen Besuch am Albtrauf und seinen Aufstiegen empfehlen. Wer sich wirklich bis ganz vor wagen möchte, sollte aber gutes Wanderschuhwerk nicht vergessen! ;-)

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