Der große Brand
Wer London, so wie es sich uns bis heute zeigt, verstehen möchte, der kommt um ein Großereignis nicht herum: “The Great Fire” – Der große Brand von 1666. Schon wenige Monate zuvor wurde die Stadt von einer Katastrophe heimgesucht: Die letzte Große Pest. Der Sommer 1666 war sehr warm und trocken, was zunächst die Angst vor einer noch weiteren Ausbreitung der tödlichen Krankheit anheizte. Eine sehr viel größere und alltägliche Gefahr wurde hingegen total unterschätzt. Es gab damals weder Streichhölzer noch Feuerzeuge und so war das Feuermachen ein ziemlich umständlicher Prozess. Mit Zunder oder glühenden Kohlen wurde Feuer entflammt und aus Bequemlichkeit oftmals tagelang im Ofen oder Herd glimmen gelassen. So tat es wohl auch ein Bäcker in der Pudding Lane nahe der Themse oder er hatte einfach die Glut übersehen. Jedenfalls entfachte sein Ofen ein Feuer in der Backstube, das sich rasend schnell ausweitete. Die Häuser bestanden damals nicht nur aus hölzernem Fachwerk, sondern hingen aufgrund des akuten Platzmangels in der City in den oberen Stockwerken über, d.h. die Häuser waren oben breiter als unten und boten so dem Feuer den optimalen Nährboden.






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