Die Bärenhöhle
Es war im Jahre 1834 als sich ein Lehrer namens Fauth aus Honau aufmachte, um auf der Schwäbischen Alb in einem Waldstück bei Sonnenbühl Heilkräuter zu sammeln. Dabei fiel ihm seine Schnupftabakdose in einen Felsspalt. Natürlich wollte er sie nicht kampflos aufgeben. Also kletterte er in den Spalt und entdeckte alsbald, dass der Spalt tatsächlich eine größere, unterirdische Kammer, ja eine ganze Höhle, ist. Nach und nach erforschte man die Höhle und fand so allerlei darin: Direkt unter dem Felsspalt fanden sich viele menschliche Knochen. Heute wird aufgrund des Alters der Knochen vermutet, dass das Erdloch im Mittelalter dazu benutzt wurde, Pestopfer hineinzuwerfen und somit die Ansteckungsgefahr zu bannen. Außerdem fanden sich unzählige Bärenknochen in der Höhle.
Im Jahr 1949 entdeckte der Höhlenführer Karl Bez, als er den Flug von Fledermäusen beobachtete, mit einem kleinen Gang am Ende der Karlshöhle die Fortsetzung der Höhle. In diesem weiteren Teil des Höhlensystems fanden sich nochmals deutlich mehr Bärenknochen, so dass der neu entdeckte Abschnitt endgültig als Bärenhöhle bezeichnet wurde.
Heute kann man die Bärenhöhle auf ihrer gesamten Länge von 271 Metern besichtigen. Vor rund 20.000 Jahren wurde die Höhle von Höhlenbären, aber auch von Höhlenlöwen und Nashörnern frequentiert, sodass man die Knochen der Bären teilweise noch heute besichtigen kann. So ist z.B. ein vollständig rekonstruiertes Skelett eines Höhlenbären innerhalb der Bärenhöhle ausgestellt. Am Eingang der Höhle findet man einen traumhaft schönen Biergarten und direkt auf der Höhle gibt es den Freizeitpark “Traumland”. Dessen Riesenrad sehen wir von unserem Balkon aus! Demnach liegt die Bärenhöhle nur einen Katzensprung von unserem Zuhause entfernt.
Einen Besuch kann ich nur wärmstens empfehlen! Die Höhlensysteme der Alb sind allesamt beeindruckend! Ich liebe diese kühle, düstere Stimmung und die Tropfsteine. Wir sprechen hier nicht einfach nur von dunklen Erdlöchern. Nein! Dort gibt es regelrechte unterirdische Hallen und meterlange Gänge… Natürlich sind die Bärenskelette ein besonderer Publikumsmagnet und so ist es kaum verwunderlich, dass die Bärenhöhle mit rund 115.000 im Jahr zu einer der bestbesuchtesten Höhlen Deutschlands geworden ist. Kurioserweise gibt es nur eine handvoll Kilometer weiter eine größenmäßig sehr viel imposantere Höhle: die Nebelhöhle! Sie ist bis heute noch nicht vollständig erforscht und so kann man ihre Gesamtlänge nur schätzen. Mit stolzen 830 Metern ist sie fast ein Kilometer lang und somit deutlich größer als die Bärenhöhle. Man kann die Nebelhöhle ebenfalls begehen, auf immerhin 480 Metern. Es müssen dann doch die Skelette sein, die die Bärenhöhle so ungleich beliebter macht!
Wer mehr über die Höhlen und die Gegend rund herum erfahren möchte oder sogar vor hat, hier bei uns um die Ecke Urlaub zu machen, der findet auf diesen und allen weiterführenden Seiten sicher jede Menge Infos.






Jaaaaa, die Bärenhöhle :smile: Da war ich auch schon mal
Kann Micha nur zustimmen. Sehr empfehlenswert!! Werd ich mich bestimmt irgendwann nochmal angucken :smile: