Gute Nacht, Deutschland!
Gestern Abend führte ich mir noch die politische Diskussion bei Anne Will zu Gemüte. Es ging um die Gerechtigkeit und somit um die immer weiter auseinanderklaffende Wohlstandsschere in Deutschland. Somit kamen Hartz IV, Mindestlohn, Managergehälter und so weiter auf den Tisch. Alles Themen, die uns schon seit Wochen, Monaten, ja sogar Jahren beschäftigen. Irgendwann stellte ich mir die Frage: Wer kommt endlich mal über das Reden hinaus? Wer hat mal den Mumm, die Dinge in Angriff zu nehmen? Ich sehe niemanden! Und wenn, dann sind das Leute, die belächelt werden, denen niemand zuhören will oder die ausgebuht werden. Klar! Manche Wahrheiten sind unangenehm, aber sie werden deshalb nicht unwahrer!
Der an anderer Stelle erwähnte Oswald Metzger war der einzige am gestrigen Abend, der seit langem endlich einmal sagte, worauf es auch meiner Meinung nach ankommt! Wir müssen davon wegkommen, Arbeitslosigkeit zu verwalten und zu finanzieren. Wir müssen sehr viel größere Anreize schaffen (für die Betroffenen UND die Wirtschaft), diese Menschen wieder in sozialversicherungspflichtige Arbeit zu bringen. Ein festes Einkommen muss sich (wieder) deutlich mehr lohnen als die Sozialleistungen des Staates! Und vor allem muss man das Übel an der Wurzel packen: Man muss schon heute dafür sorgen, dass die Steuerzahler von morgen auch Arbeit bekommen! Das tun sie nämlich nur dann, wenn sie für den Arbeitsmarkt lukrativ sind, wenn sie eine entsprechende Ausbildung haben und genug Geld verdienen, um sich und ihre Familie zu ernähren. Nur gerade dieser Oswald Metzger erntete gestern Abend den geringsten Applaus!
Ich habe in den letzten Monaten sehr, sehr viel zu diesem Thema gelesen und das meiste leuchtet mir als blutigen Laien voll und ganz ein… So kompliziert ist es nicht! Man muss es nur grundlegend in Angriff nehmen! Es ist aber leider so, dass die meisten Politiker immer noch der Meinung sind, es reiche vollkommen aus, an ein paar volkswirtschaftlichen Schräubchen zu drehen… dann wird bald alles wieder gut. Das tun wir doch aber schon seit Jahren! Uns fehlt in Deutschland eine eiserne Lady wie Margret Theatcher in England oder einfach jemand, der den Mut hat, Tacheles zu reden, sich auch mal unbeliebt zu machen – der Sache willen – und bei Null anzufangen. Nur: Wem traut man das zu? Wer ist da in Sicht?
Unsere Damen und Herren haben doch meist nur das nächste Interview oder die nächste Wahl im Blick…
Gute Nacht! :???:






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