Gogawitz (Teil 1)
Wer mit der Überschrift dieses Beitrags nichts anfangen kann, der stammt sicher nicht aus dem Südwesten unseres Landes.
Ist ja auch nicht weiter schlimm, nur eines hat man da verpasst: Gogawitze!
Goga, das ist der Spitzname der Tübinger Bürger. Wie ich hier schon erzählt habe, bin ich in der Universitätsstadt Tübingen geboren. Vielleicht rührt daher meine Vorliebe für besonders trockenen und manchmal auch etwas derben Humor, denn genau diese Sparte bedienen die Gogawitze.
Sofern sie Euch gefallen und Ihr sie auch versteht (denn natürlich sprechen Goga schwäbisch!
) werde ich hier von Zeit zu Zeit ein paar zum Besten geben.
Ich bin sehr gespannt, ob sie nur bei Schwaben den richtigen Lachnerv treffen.
Vorab noch zwei wesentliche Infos, damit man weiß, worum es geht: Tübingen ist als Universitätsstadt natürlich voll von Studenten. Die Einheimischen hingegen fühlen sich eher dem guten, schwäbischen Wein hingezogen, der im schönen Neckartal heranreift. So ist es keine Seltenheit, dass man es bei den Gogen mit Winzern zu tun hat.
Hier nun also Gogawitz Nummer eins:
Ein Gog geht über die Neckarbrücke und bleibt verwundert neben einem Studenten stehen, der verträumt auf den Fluss blickt, ein Gedicht rezitiert und mit den Worten schließt: “Ist es nicht wundervoll? So dichtete Hölderlin! Kennen Sie auch ein schönes Gedicht?” Darauf der Gog: “I stand hier uff dr Neckerbruck und steck mir den Finger in da Hintra.” Darauf der Stundent: “Also bitte! Das reimt sich doch gar nicht!” – “Aber dichta duats!”









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