Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh’ ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

1 Kommentar

  1. Tine
    27.12.2007

    Da hast du aber ein feines Gedicht ausgesucht. Ist wunderschön und mir in diesem Jahr alle naselang vor die Linse gelaufen…ZUm einen hat es Pauline gerade im Schulunterricht, quasi pünktlich zu Weihnachten gelernt, dann stand es in der Firmenweihnachtskarte meinens Mannes, in der Tageszeitung vom Samstag und nun hier bei dir…. Unds Kind hat es sooooo schön aufgesagt…*stolzbin*

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