AbGEZocke?
Es gibt nicht viele Begriffe außer “Finanzamt”, bei denen der brave Bürger derart zusammenzuckt und einen gewissen Widerstand in sich spürt. Einer aktuellen Umfrage zufolge ist die GEZ unbeliebter als die Finanzbehörde! Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) tut das, was ihr Name schon ausdrückt: Gebühren einziehen, nämlich auf Grundlage des Rundfunkgebührenstaatsvertrags. Wer nun glaubt, damit werde ausschließlich das öffentlich-rechtliche Fernsehen finanziert, der irrt! Ein fetter Batzen davon versickert im Bürokratieungetüm GEZ selbst. Allein schon das wäre Grund genug, über dieses Thema einmal nachzudenken.
Das haben wir getan und uns genau informiert. Auf den unten genannten Internetseiten und in dem sehr informativen Buch von Bernd Höcker (siehe Abbildung) erfährt man alles, was man als braver Gebührenzahler wissen muss.
Wir bezeichnen uns ganz bewußt als “brave Gebührenzahler”, weil wir schon seit Jahren “brav bezahlen”. Natürlich, denn immerhin haben wir (noch!) einen Fernseher und ein Radio. Was die GEZ aber trotzdem mit uns treibt ist eine Schweinerei. Zum einen erhalten wir schon seit Jahren immer wieder Zahlungsaufforderungen, deren Gesamtbetrag uns schleierhaft ist. Nachfragen (egal ob schriftlich, mündlich oder per Morsealphabet), wie sich der Betrag denn zusammensetzt werden stets ignoriert. Vergleichen wir selbst mit der Gebührentabelle, kommen wir auf alle möglichen Summen, nur nicht auf die, die von uns abverlangt werden. Außerdem bekommt Katrin immer noch Zahlungsaufforderungen, die an ihren Mädchennamen adressiert sind. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft wir das moniert und unsere Heirat förmlich mitgeteilt haben. Anfangs versehentlich zuviel bezahlte Beträge haben wir nie mehr wieder erhalten. Sinngemäß wurde uns mitgeteilt, es sei unser Pech, wenn wir die Heirat nicht rechtzeitig mitteilen würden! :eek:
Wie unser Beispiel zeigt, ist es extrem wichtig, seine Rechte und Pflichten gegenüber der GEZ genau zu kennen. Zum Glück ist es inzwischen allgemein bekannt, dass die GEZ keine Beamten losschickt, um Gebühren einzutreiben, sondern freiberufliche Hausierer. Dass die auf keinen Fall das Recht haben, in eine Wohnung einzudringen oder gar durch Fenster hereinzulinsen ist hoffentlich keine Neuigkeit. Auch die vielbesagte “Auskunftspflicht”, die man laut Rundfunkgebührenstaatsvertrag gegenüber der GEZ hat, berechtigt nicht zu allem! Wer all seine Geräte angemeldet hat und dafür bezahlt, der braucht keinerlei weitere Auskünfte zu erteilen. Man muss sich auch nicht ausfragen lassen, ob es nicht doch noch ein weiteres, gebührenpflichtiges Gerät gibt. Außerdem kann man eine ggf. notwendige Auskunft jederzeit auch schriftlich erteilen und muss nie und nimmer an der Haustür verhandeln.
Ich kann also nur die o.g. Literatur und die folgenden Webseiten empfehlen. Einerseits zur Information, andererseits, um ein Bewußtsein dafür zu schaffen, dass hier teils großes Unrecht geschieht! Ob diese Form der Gebühreneinziehung überhaupt noch tragbar ist und ob das gesamte Rundfunksystem der öffentlich-rechtlichen Sender so noch richtig und fair ist, auch das wird hier und da hinterfragt und beantwortet.
Links zu diesem Thema:
- Rundfunkgebuehrenzahler.de
- GEZ abschaffen
- Häufig gestellte Fragen zur GEZ
- Was darf die GEZ?
- GEZ-Boykott
- Gebührenstop






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