Ottfried Fischer

Wir kennen ihn als den Bullen von Tölz, als Pater Braun und als gemächlichen Kabarettisten mit scharfem Sinn für hintergründigem Humor. Sein nicht vorhandenes Mimenspiel wurde oft belächelt und hier und da sogar böse verarscht veräppelt. Man kann ihn nun mögen oder nicht, aber was ich heute in der aktuellen Ausgabe des Stern gelesen habe, hat mich offengesagt erschüttert: Ottfried Fischer hat vor wenigen Tagen bekanntgegeben, dass er an der heimtückischen Nervenkrankheit Parkinson leidet. Das erklärt nicht nur sein immer ausdrucksloser wirkendes Schauspiel, sondern lässt alle Scherze und Sketche über ihn zu purem Zynismus werden.

Wir mögen ihn… und wir werden ihn auch dann gern im Fernsehen angucken, wenn er nur noch mit einer starren Maske spielen kann. Wir wissen spätestens jetzt: Es liegt weder an mangelndem Können, noch an fehlendem Willen.

1 Kommentar

  1. soulsilence
    07.02.2008

    Wir mochten ihn noch nie so wirklich. Hat aber nichts mit dem Audruck oder der Mimik zu tun, sondern einfach generell trifft er überhaupt nicht unser Humorzentrum.

    Aber dessen ungeachtet ist Parkinson wirklich ein schweres Schicksal, wir haben damit leider auch in der Familie Erfahrungen machen müssen, und man wünscht ihm, dass es nicht so extrem ausbricht.

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