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London Underground

Viel zu lange schon habe ich nichts mehr zu London geschrieben. Dabei ist diese Stadt in aller Munde! Hier entstand zum Beispiel eine sagenhafte (Schnaps-)Idee, der ich versucht war nachzugeben. :mrgreen: Aber nein, für einen Kurztrip ist mir die Stadt der Städte dann doch “zu schade”. :twisted:

Londoner U-Bahn “Underground”Wer nach London reist, der kommt um eine Sache nicht herum: Die U-Bahn “London Underground” oder wie sie die Einheimischen liebevoll nennen: “The tube”. Sie ist sicher nicht die Schönste, aber in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes: Als ältestes und bis heute größtes U-Bahnnetz befördert sie mit rund 500 Zügen jeden Tag drei Millionen Menschen von A nach B und gilt trotzdem als sicherstes Verkehrsmittel in ganz England. Elf Linien verteilen sich auf 401 Kilometer Gesamtstrecke und fahren 268 Stationen an. Diese Dimensionen jagen zunächst jedem Touristen Angst ein, doch diese ist unbegründet: Das Liniensystem ist so einfach aufgebaut, dass selbst der London-Neuling ohne Probleme zurecht kommt. Jede Linie hat ihre eigene Farbe und in jeder Station sind die Bahnsteige getrennt nach West / Ost bzw. Nord / Süd. Je nachdem in welche Richtung man will, folgt man dem Wegweiser: “Westbound”, “Eastbound”, “Northbound” oder “Soutbound”. Das ist schon alles! So reicht ein kurzer Blick auf die Streckennetzkarte und schon weiß man, wo man hin muss.

Für Touristen bietet sich in jedem Fall eine Travel Card an. Damit kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, ohne ständig Tickets nachbuchen zu müssen. Ich kann nur jedem raten, der nach London reist, eine solche Karte vor der Abreise, also bereits hier in Deutschland, zu kaufen. Das kann man hier tun und zudem weitere Informationen erhalten.

U-Bahnstation “Westminster”Selbst für jemandem wie mich, der schon so oft in London war, ist die Fahrt mit der Tube immer wieder ein Erlebnis. Da rattert und kracht es, in den teils langen Fußgängerröhren zu den Bahnsteigen zieht es ordentlich und die Klänge von Straßenmusikern hallen durch die Gänge. Hier und da steht in weißen Lettern “Mind the gap”, was einen immer dazu bewegen sollte, vor die Füße zu blicken; dort droht nämlich eine Stufe oder (in Bahnhöfen, die in einer Kurve liegen) ein Spalt zwischen Zug und Bahnsteig. Es gibt uralte, seit hundert Jahren wohl kaum berührte Stationen und topmoderne, futuristisch anmutende (wie z.B. die Station “Westminster” direkt am “Big Ben”). Wann immer man Probleme hat, steht eine freundliche Dame oder ein netter Herr von “London Transport” zur Verfügung und hilft einem weiter. In den Zügen selbst herrscht trotz dichtem Gedränge merkwürdige Ruhe. Man steht teils Bauch an Bauch, doch niemand blickt zum anderen oder spricht ihn gar an. Schicksalsergeben rattern so die Londoner von einem Störfall zum nächsten. Täglich gibt es davon immerhin über fünfzig Stück! Doch die englische Gelassenheit schaut darüber hinweg und so warten alle geduldig auf den nächsten Zug, was kein Beinbruch ist, denn in der Regel geht es schon nach zehn oder fünfzehn Minuten weiter.

Die Londoner U-Bahn ist also nicht nur einfach ein Verkehrsmittel, sondern eine Sehenswürdigkeit für sich! Mit ihr zu fahren gehört zu einem Londonbesuch genauso dazu, wie die atemberaubende Fahrt in einem verdammt schnellen und kühn durch die Straßen schlängelnden Taxi. :mrgreen:

Wer noch mehr über die “London Underground” erfahren möchte, der sollte sich hier umschauen:
- London.de
- Wikipedia.de

TOURISTEN-INFORMATIONEN:

Betriebszeiten:
Montag – Donnerstag: 5.30 Uhr – 0.30 Uhr
Freitag: 5.30 Uhr – 1.00 Uhr
Samstag: 7.00 Uhr – 1.00 Uhr
Sonntag: 7.30 Uhr – 23.30 Uhr

Die Züge verkehren in diesen Zeiten allepaar Minuten. Faltpläne für das gesamte U-Bahn-Netz sind kostenlos an den Fahrkartenschaltern aller Bahnhöfe erhältlich. Rauchen ist in der U-Bahn und in den Stationen nicht gestattet.

KategorienLondon
  1. 21. Februar 2008, 17:19 | #1

    Die gute U-Bahn macht mir am meisten Kopfschmerzen bei der Schnaps-Idee im April. Aber ich bin ja unter lauter lieben Menschen, die auf mich aufpassen, das wird schon. Und so nett, wie Du hier über “The tube” schreibst, kann das ja nur gut werden. :)

  2. 21. Februar 2008, 18:59 | #2

    Was genau macht Dir denn Sorgen? Ich glaube, die sind alle unbegründet. Und Mel war ja schon mal dort und weiß sicher, wie der Hase läuft. Wirst sehen: Auch die Tube wird ein Erlebnis. So ein bisschen kommt in mir das Reiseleiter-Gen auf… :lol:

  3. 21. Februar 2008, 20:14 | #3

    Leider kann man die Sorgen nicht als unbegründet sehen, denn sie haben nicht speziell was mit der Londoner U-Bahn zu tun und dass wir uns da durch finden, davon bin ich überzeugt. Ich rede da eher von meiner “Abneigung” gegen Beförderungsmittel unter der Erde im Allgemeinen. :shock: Na, wird schon gehen.

  4. 21. Februar 2008, 20:19 | #4

    Achso, ja gut dann… Aber die Tube bringt Euch so flott von A nach B, dass das erträglich bleibt. ;)

  5. 21. Februar 2008, 20:19 | #5

    Keine Panik, Souli ;-) Det krische mer hin.
    Das System is wirklich unglaublich easy und man kann eigentlich garnix falsch machen. Ganz im Gegensatz zu dem in New York, welches ich ja auch letztes Jahr testen durfte :lol: Das war stellenweise katastrophal, aber selbst da bin ich immer ans Ziel gekommen. Ich seh das ganz entspannt und freu mich schon drauf, mit der Tube zu fahren. Und natürlich auf die uuuuneeeendlich langen Rolltreppen :-)
    Micha, lass es raus, das Reseleiter-Gen, wir werden es noch brauchen können!

  6. 21. Februar 2008, 21:08 | #6

    Wenn ich dem Gen wirklich freien Lauf lasse, dann muss ich jetzt schnell einen Flug buchen! :lol: Neiiin, das mache ich nicht! :mrgreen: Aber wenn ich irgendwas zu Euren Trip beitragen kann… Ich bin zu seitenlangen Berichten bereit! :lol:

  7. 21. Februar 2008, 22:39 | #7

    Jo, wie gesagt, wird schon werden. So lange wir uns “da unten” nicht länger als nötig aufhalten, geht das.Irgendwie.

    Ich wäre auch dafür, lass Deinen Genen freien Lauf, Micha!

  8. 21. Februar 2008, 23:34 | #8

    :smile: Bin ja schließlich auch noch da ! Immerhin kann ich auf 9 Londonbesuche zurückblicken. Ein guter Kumpel wohnte jahrelang in Peckham, einem unbedeutenden, süd-westlich vom Stadtzentrum liegenden Arbeitervorort von “Greater London”. Leider ist die “London-Wohn-Quelle” versiegt, da der Gute mit seinem Bruder nun in der Nähe von Inverness Boote baut und verkauft. Anyway…, Sternchen* und ich werden euch da schon durchschleusen. :smile: Es gibt da auch schon Ansätze von ausgesuchten Routen über die wir uns mal austauschen könnten.

    @ Micha: Mit der Tube sprichst Du mir aus der Seele! Ich genieße es jedes mal. Vor allem bin ich auch jedesmal begeistert, wenn man wieder an die Oberfläche kommt und mal wieder vor irgendeiner Sehenswürdigkeit steht die man schon in X Filmen, Zeitschriften oder auf Ansichtskarten gesehen hat. Bei einem ersten Besuch werden euch die Eindrücke erschlagen. ICH LIEBE LONDON…

  9. 22. Februar 2008, 08:12 | #9

    Gollo, what else can I say? :lol: Es IST exakt so, wie Du schreibst! Diese Stadt haut Dich um. :mrgreen: Es mag andere schöne Städte geben, aber die wenigsten sind so geballt, so kulturell und vor allem sooo auf Tradition und Geschichte bedacht. Zu jedem Ort, zu jeder Sehenswürdigkeit oder auch nur zu unzähligen Nebensächlichkeiten gibt es eine eigene Geschichte. Ich weiß nicht, wie oft ich schon dort war (ich hab irgendwann aufgehört zu zählen), aber ich finde jedesmal wieder etwas vollkommen Neues. Herrlich!

    Dass Du dabei bist, Gollo, ging irgendwie an mir vorrüber! :eek: Dann wird’s ja doch kein reiner “Weiberausflug” Mädelstrip. :mrgreen: Fein, fein! Ich beneide Dich fast! :twisted:

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