Covent Garden

Nachdem hier ja fleißig für einen London-Kurztrip geplant und zusammengestellt wird, habe ich mich bereiterklärt den “präventiven Reiseleiter” zu spielen. Will heißen: Ich tu das, was ich in letzter Zeit sehr vernachlässigt habe und schreibe über meine Lieblingsstadt, über London. Sternchen* hatte sich als nächstes Covent Garden ausgesucht und schon geht’s los… :mrgreen:

Covent Garden, außenWer gern bummelt, der fühlt sich in London sowieso zu Hause, denn in dieser riesengroßen Stadt bekommt man wirklich alles… irgendwo. Ein besonderes Einkaufserlebnis ist aber ganz zweifellos Covent Garden. In der City of Westminster gelegen bieten die ehemaligen Markthallen die optimale Kulisse für Straßenmusikanten, Schauspielschüler und Hobbyartisten. So kommt es nicht selten vor, dass man während seinem Einkauf wirklich atemberaubende Darbietungen wie virtuose, klassische Opernarien samt Begleitung, mittelalterliche Fechtszenen aus einem Stück von Shakespeare oder halsbrecherische Vorstellungen von Zirkusartisten zu sehen bekommt. Ursprünglich war Covent Garden in der Tat ein vom Konvent Sankt Peter gepflegter Garten – daher der heutige Name. Dieser sollte als natürliche Speisekammer für den täglichen Lebensmittelbedarf des Klosters dienen. Natürlich war es eine Tat des allseits als grausam bekannten Heinrich VIII., die Abtei zu enteignen und den Garten selbst unter den Nagel zu reissen. So ging das Grundstück in weltliche Hände über.

Covent Garden, innenDer für ganz Londons Geschichte einschneidende und bestimmende Große Brand im Jahre 1666 spielte auch hier eine wichtige Rolle. Durch das Feuer wurden alle umliegenden, konkurrierenden Märkte zerstört oder so stark beschädigt, sodass Covent Garden zur uneingeschränkten Nummer eins unter den Warenumschlagplätzen wurde. Exotische Güter aus der ganzen Welt wurden mittels Booten die Themse hinauf bis zum Markt geschafft und dort verkauft. Das Geschäft boomte immer weiter bis schließlich Ende der 1960er Jahre der Bezirk aus allen Nähten platzte. Anfahrtswege waren verstopft und Staus gehörten zum Alltag. Mitte der 70er Jahre zog der Markt also an einen neuen Ort, den sogenannten New Covent Garden Market, knapp fünf Kilometer südwestlich gelegen. Das “alte” Gelände verharrte fortan in gähnender Leere, bis 1980 die Hallen als Einkaufszentrum und Touristenattraktion neu eröffnet wurden. So ist Covent Garden in jedem Fall ein Besuch wert, für den man sich immer möglichst viel Zeit zum Stöbern und Bummeln nehmen sollte.

TOURISTEN-INFORMATIONEN:

Öffnungszeiten:
Täglich von 10.30 bis 19.30 Uhr

U-Bahn:
Linie: Picadilly
Station: Covent Garden

5 Kommentare

  1. Anke
    22.02.2008

    Hach Micha, wenn wir Dich nicht hätten :-) Danke für Deine Ausführungen, jetzt weiß ich wieder was das war :wink:

    Ja richtig :-) Dat war fein da!

  2. Gollo
    22.02.2008

    :cool: …da kann man nichts mehr hinzufügen, Micha. TOP!
    Danke! :wink:

  3. Sternchen*
    22.02.2008

    Dankscheeee :mrgreen: *verneig*
    Sag mal, hast Du das jetzt alles ausm Kopp geschrieben oder gespickt? :cool:
    Covent Garden ist super, wenns warm is, könnt ich mich da hin setzen und ewig die Leute beobachten. Gut, dafür werden wir im April nicht so die Zeit haben… :lol:

  4. Micha
    22.02.2008

    :lol: Ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Jahreszahlen (außer der des Großen Brandes, denn die kann man sich gut merken :mrgreen: ) immer nachschlagen muss. Ich guck auch, wenn ich sowas verfasse nochmal in meinen Büchern oder bei Wikipedia nach, damit ich aus dem Kopf keine falschen Erinnerung hinschreibe. ;) Aber ich bin meist selbst überrascht, wieviel ich mir durch Lektüre einst mal einverleibt und behalten habe. :oops:

  5. Denise
    10.08.2010

    Didn’t know that the Convent Garden has much history. Heard that its worth visiting.

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