Herr Knolle: Unser Nachbar
Eigentlich ist es ein echtes Wunder, dass er es noch nie bis in unseren Blog geschafft hat. Dabei amüsiert er uns nahezu täglich.
Das ist auch der Grund, warum ich in der Überschrift das Präfix “Herr Knolle” eingefügt habe, damit man auch zukünftig die Anekdoten mit ihm auf den ersten Blick erkennt. Wer weiß? Vielleicht schafft er es ja auch bald, eine eigene Kategorie zu bekommen?!
Die Rede ist von unserem “lieben” Nachbarn. Nennen wir ihn der Einfachheit halber Herr Knolle (Katrin weiß warum
). Er ist im typischen Rentenalter und lebt mit seiner extrem ruhigen Frau zusammen in einer Dreizimmerwohnung… Naja, sie vegetieren eher so vor sich hin, denn viel scheinen die beiden nicht zu haben. Jeden Morgen zur selben Zeit (ganz gleich, ob werktags, samstags, sonntags, feiertags) bringt er den Müll raus. Jeden Tag kurz nach dem Mittagessen setzen sich die beiden in seinen stets auf Hochglanz polierten Mercedes (wir fragen uns, wie er es bei richtigem Dreckwetter schafft, dass das Auto wie neu aussieht) und fahren eine kurze, aber stets dieselbe Runde. Abends dann klackt jeden Tag um dieselbe Uhrzeit der Schlüssel in der Wohnungstür und die beiden gehen zu Bett. Man kann wirklich die eigene Uhr danach stellen! Alles verläuft nach festen Regeln und dazwischen passiert gar nichts! So ist die Hausordnung sein heiligstes Evangelium und die Hausverwaltung oberster Gerichtshof. Korrekt ist “was sich gehört” und alles andere ist unanständig, unglaublich, ungehörig… einfach nicht korrekt!
Wer so mit einem Stock im Arsch Kreuz lebt, der kann sonst nicht mehr viel er-leben, denn alles andere muss sich diesem strengen Korsett von Idealen unterwerfen. Natürlich sind Leute mit kleinen Kindern in seinen Augen extrem lästig und nerven nur, denn:
a) Kinder sind unordentlich,
b) Kinder machen Lärm,
c) Kinder sind nicht berechenbar.
Alles Dinge, die seinen Idealvorstellungen zuwider laufen! Hannah ist zwar wirklich ein braves und auch verhältnismäßig ruhiges Kind, aber eben trotzdem ein Kind und somit wie vom anderen Stern und (seinem Blick nach zu urteilen, wenn er sie beim Vorbeigehen ertragen muss) sehr eklig. Wir haben sie anfangs abgesucht, ob sie irgendwo einen Popel oder versehentlich Inhalte ihrer Windel am Körper trägt… aber nein! Es muss ihre Person an sich sein.
Heute nun wieder einmal eine klassische Anekdote aus dem tristen Leben von Herrn Knolle: Eine neue Mieterin hat sich bei uns vorgestellt und, obwohl sie erst im Juni einzieht, schon mal vorab ein kleines Einzugsgeschenk, nämlich ein Blumentöpfchen, mitgebracht. Ich muss zugeben, als mir das Katrin erzählte, war ich platt. So etwas hat es hier im Haus noch nie gegeben, obwohl wir (mit Ausnahme von Herrn Knolle) mehr oder weniger friedlich und freundlich zusammenleben. Ja, irgendwie hat uns das richtig gefreut! Katrin nahm wohl zur Kenntnis, dass die gute Frau ihr Töpfchen für Herrn Knolle samt kurzer Notiz auf dessen Fußmatte vor der Wohnungstür ablegte, staunte aber erst richtig, als sie nachmittags eben jenes Blumentöpfchen samt Grußbotschaft an den Briefkästen wiederfand. Lieblos in die Ecke gestellt und somit als Geschenk schlichtweg abgelehnt.
Wie verbohrt und voreingenommen muss ein Mensch sein, um so eine einfache Sache, eine so harmlose und durchweg gutgemeinte Geste so schäbig zu behandeln? Ganz gleich, wie die gute Frau sich hier einlebt und wie sie sich verhält. Sie meinte es gut und wollte sich einfach nur mit einem kleinen Blumengruß vorstellen. Aber mit der Annahme eines solchen “Bestechungsgeschenks” macht man sich als aufrechter Hausbewohner ja angreifbar! Nein!!! So etwas gibt es bei Herrn Knolle nicht! Entsetzlich, oder?






Aber so ein nettes Willkommensgeschenkt so schäbig zu behandeln ist echt unter aller Sau! Ich bin schon gespannt auf die nächsten Geschichten von Herrn Knolle
Boah, das ist echt heftig. Unmöglich. Obwohl es ja immer heißt, dass einem solche Menschen eigentlich nur leid tun können, reg ich mit trotzdem drüber auf. :mad: Ätzend.
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenns dem lieben Nachbarn nicht gefällt…… fällt mir grad dazu ein…. zum Glück haben wir keinen solchen Nachbarn…. obwohl in meiner Laubenpieperkolonie sicherlich der ein oder andere mit Herrn Knolle verwandt sein könnte ;)
Freu mich schon über weitere Folgen aus dem Leben von und mit Herrn Knolle.
Wir können ja tauschen. Wir nehmen Herrn Knolle gern. Wenn Ihr dafür unseren nehmt…
Ach, Ihr habt auch einen? :eek: Den wollen wir uns aber erst mal angucken, denn seit wir unseren Herrn Knolle kennen, halten wir menschlich alles für möglich!
Unglaublich…
Kinder hat das Ehepaar Knolle demnach wahrscheinlich eher nicht, oder?
Die Zeit als Rentner kann man sich doch so wunderbar gestalten, is doch schlimm, wenn man die nicht nutzt und nur so vor sich hinvegetiert… irgendwo kein Wunder, dass manche dann so griesgrämig werden… :-(
Sternle, Du wirst lachen, aber die HABEN Kinder… Oder sollte ich sagen, sie HATTEN?
Denn sie kommen (und das ist jetzt keine Floskel) vielleicht einmal im Jahr KURZ zu Besuch. Sie haben sogar Enkel, aber die sind natürlich nicht öfter zu Besuch als ihre Eltern. Wie der Mann Kinder großziehen konnte, ist mir ein Rätsel! Ich muss sagen, seine Frau ist wirklich lieb, unterhält sich nett mit einem und spricht sogar mit Hannah… aber eben nur, wenn er nicht dabei ist!
Da kann man nur fassungslos daneben stehen und hoffen, dass man im Alter nicht so ein verbohrter Querschädel wie der Herr Knolle wird…. gruslig!!
Ich schätze die Kinder hat seine Frau großgezogen und wenn er dann abends von der Arbeit kam, saßen alle ruhig am Tisch haben gegessen und die Kinder durften dann in ihr Zimmer, bis sie ins Bett mußten, damit der Herr Vater die Nachrichten, oder die Sportschau anschauen konnte!! Was für ein Leben!
Dem Himmel sei dank, dass sich das Bild eines Vaters sich in den letzten 2 Generationen sehr verändert hat. Ich glaube nicht, dass seine Kinder morgens geweint haben, wenn der Papa zur Arbeit musste, oder er unglücklich zur Arbeit musste, weil er viel lieber zu Hause bei seinen Lieben geblieben wäre!!
So einer nicht!! Man kann nur hoffen, dass die Liebe der Mutter ausgereicht hat um anständige Erwachsene hervorzuziehen! Ich finde so etwas traurig und schrecklich! Ich hätte hier sicherlich auch ein paar solcher Exemplare, doch die Gärten bei uns sind weitläufig und man bekommt nix mit (Außer wenn im Nachbarhaus mal wieder Randale angesagt ist, da kann das ganze Kaff teilnehmen)
Freu mich schon auf weitere Geschichten über den netten Herrn Nachbar, denn das ist glaube ich die einzige Möglichkeit, wie man am Besten damit umgehen kann!!! Verstehen kann man es jedenfalls nicht!
Oh, vielleicht sollte ich zum Thema “Kinder” noch erwähnen, dass JEDESMAL, wenn ich mit Hannah im Garten bin (und das bin ich fast täglich) und sie z.B. schaukelt und dabei laut kreischt oder lacht vor Freude, die Fenster blitzartig geschlossen werden…denn: kein Lachen ist so nervtötend wie das eines Kindes bzw. das von Hannah. Hannah ist nämlich meine Tochter und ich bin das Schlimmste was Herrn Knolle passieren kann, denn: ich gab ihm einst Widerrede. Und das kann er bei einer Frau nicht durchgehen lassen
Aber das mit dem Blümle hat mir echt wehgetan. Die Frau wollte allen eine Freude machen und er behandelt diese Geste so widerlich abwertend. Vorallem hat er auch das Blümle “zum Tode” verurteilt, denn es wäre bei den Briefkästen schlicht verdurstet. DAS find ich echt das allerschlimmste, was Herr Knolle je getan hat! So!
Furchtbar.
Aber nix gegen unseren Nachbarn.
Wir tauschen.
Sofort.