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Archiv für März, 2008

Umbruch

30. März 2008 Micha 4 Kommentare

Dem einen oder anderen regelmäßigen Leser unseres Blogs ist sicher aufgefallen, dass sich in den letzten Tagen eher weniger getan hat. Das liegt weder an einer Schreibblockade noch an mangelnder Lust, sondern schlicht und ergreifend daran, dass wir derzeit in einer Art Umbruch stecken. Seit heute nun ist es so gut wie spruchreif: Zum 1. Juni werden wir umziehen… in eine größere Wohnung mit einer besseren Aufteilung für uns drei. Die alte Wohnung hat nur drei Zimmer, ist uns längst “zu eng” geworden, hat aber aufgrund ihrer wirklich atemberaubenden Lage eine sagenhafte Aussicht auf die Natur der Schwäbischen Alb. Unser neues Domizil ist zwar nur zwei Straßen weiter und liegt nun auch nicht an einer Autobahn oder dergleichen, aber wir waren da bisher mit einer tollen Hanglage einfach verwöhnt. Vor allem aber die Erinnerungen sind es, die uns bei aller Vorfreude auf “mehr Platz zum Atmen” wehmütig werden lassen. Immerhin ist Hannah hier im Wohnzimmer auf dem Sofa zur Welt gekommen. Insofern fiel uns die Unterschrift unter der Kündigung nicht ganz leicht.

In den nächsten Tagen und Wochen wird auch hier dieses Thema immer wieder auftauchen. Klar, denn es wird uns (vor allem in der “heißen” Phase) sicher ziemlich auf Trab halten. :mrgreen:

KategorienAllgemein

Grand Avenue – Bullet

28. März 2008 Micha 4 Kommentare

Sie klingen wie “U2″, die “Simple Minds”, “Coldplay” oder “Big Country”: Sphärisch, rockig, englisch. Mit wem werden sie nicht alles verglichen?! Dabei heißen sie “Grand Avenue”, sind auf ihre Art ganz anders und machen (gerade deshalb) für meinen Geschmack vielversprechende Musik. Ihre neueste Singleauskopplung aus dem Longplayer “The outside” hat es mir besonders angetan: “Bullet” heißt sie und ist einfach nur klasse. *gleichnochmalanhör*

KategorienMusik

Lissi und der wilde Kaiser

27. März 2008 Micha 4 Kommentare

Ja, wir sind Fans von Bully Herbig und seiner einstigen “Bullyparade” – wie viele andere. Ja, wir fanden “Der Schuh des Manitu” weltklasse – wie viele andere. Ja, wir waren von “(T)Raumschiff Surprise – Periode 1″ maßlos enttäuscht – wie viele andere. Nein, wir finden “Lissi und der wilde Kaiser” nicht so schlecht – wie alle anderen. Wir ließen uns von den vielen sehr negativen Kritiken leiten und haben den Streifen bisher gemieden. Deshalb waren wir auch nicht im Kino. Jetzt ist er auf DVD erhältlich und wir haben ihn uns in der Videothek ausgeliehen. Was soll man über den Film sagen? Er ist absolut verblödet, man fasst sich öfter an den Kopf und sagt laut “Autsch!” und irgendwie fragt man sich, was man da eigentlich anguckt! Die Antwort darauf macht den Film zu einer wirklich gelungenen Klamotte: Es ist eine mehrfach überzeichnete Sissi-Persiflage – nicht mehr und nicht weniger! Wer sowas anguckt, der darf keinen hochtrabenden Intellektuellenspaß erwarten! Klamauk pur ist angesagt und der darf dann auch mal richtig plump, flach, aber trotzdem gut sein: “Liebe Lissi, wie geht es dir, was macht der Herpes? ” – “Der spielt mit Akne hinten im Sandkasten!” Herrlich (blöd)! :lol: Das Leben ist ernst (und intellektuell) genug! :mrgreen:

KategorienFilme

Osterwetter 2008

26. März 2008 Micha 3 Kommentare

Eigentlich sollten jetzt die Blütenknospen aufplatzen, Vögel zwitschern und die Sonne scheinen. Stattdessen herrscht hier für die Jahreszeit tiefster Winter! :roll: Vor allem das Osterwochenende war ein Wechselbad der Witterungen, wie das folgende Video zeigt:

Vor allem aber die Wettervorhersagen lagen sehr, sehr oft total daneben. Als “wechselhaftes Wetter” vorausgesagt war, schneite es ununterbrochen. Als “heftiger Wintereinbruch” angekündigt wurde, scheinte die Sonne… :roll: Wir handhaben es inzwischen wie die Bauern oder die Leute vor tausenden von Jahren: Wir kriechen morgens unter der Felldecke hervor, blicken aus der Höhle und entscheiden erst dann, was wir tun… oder lieber lassen. :lol:

KategorienAlb-Träume

Backerbsen

25. März 2008 Micha 1 Kommentar

Hannah isst BackerbsenMit steigender Zahl der Zähne isst Hannah auch immer mehr von dem mit, was wir so für uns kochen. Die breiigen Mahlzeiten treten immer mehr in den Hintergrund. Klar, dass sie dabei auch gewisse Vorlieben entwickelt. So mutieren simple Backerbsen zum Grundnahrungsmittel Nummer eins. Das ist so schlimm extrem, dass sie nahezu stündlich vor dem Küchenschrank steht, ihre kleinen Ärmchen ausstreckt und einen fordernden Laut von sich gibt. Will heißen: “Backerbsen, aber pronto!” :lol: Natürlich kriegt sie die nicht immer, denn sonst müssten wir das Kinderbettchen mit Stahlträgern verstärken. Immerhin sind Backerbsen nicht gerade das gesündeste Nahrungsmittel. Spätestens wenn ihre Augenfarbe der von Backerbsen gleicht, haben wir zu oft “ja” gesagt. :lol:

KategorienElterngeschichten

Schildparolen

25. März 2008 Micha 4 Kommentare

Auf meinem werktäglichen Weg zur Arbeit fahre ich durch eine Ortschaft, die zugegebenermaßen im Pendlerverkehr mehr und mehr ertrinkt. Da ist es nur mehr als verständlich, dass sich die Anwohner schon seit Jahren gegen diese Belastung wehren. Hierzu haben sie eine Initiative gegründet, die zunächst natürlich für eine Verkehrsentlastung, aber gleichzeitig auch so ziemlich gegen jede realisierbare Lösung dieses Problems sind. Die Nord- und Südumgehung sind genauso verpöhnt wie die “kleine Umgehung”. Lange Rede kurzer Sinn: Am liebsten würden sie die Straße unterm Ort durch verlegen. Das ist kein Witz! Ein Tunnel soll die Abhilfe schaffen! Wer das bezahlen soll und ob das technisch “einfach so” machbar ist… egal! Weil sie mit dieser Idee (allein aus finanziellen Gründen9 natürlich in all der Zeit noch nicht sehr weit gekommen sind, steigt der Frust fast täglich. Dieser findet in hochinteressanten und nahezu schon poetischen Schildern seinen Ausdruck, die am Straßenrand prangern: “Lärm und Gestank machen uns krank!” Das ist nur eines von unzähligen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich kann den Unmut ja verstehen, denn Lärm ist wirklich keine lustige Sache. Dass aber die besagte Ortschaft überhaupt erst aufgrund des Durchgangsverkehrs entstanden ist (denn früher standen dort wirklich nur ein paar Häuser direkt an der Landstraße), das interessiert heute keinen mehr. Die Vorteile des Hinzugs an diesen Ort hat man gern in Kauf genommen, nun sollen aber alle daraus resultierenden Nachteile bitteschön alle anderen mittragen.

Vielleicht ist es nur einfach “in”, seiner Meinung freien Lauf zu lassen und sie jedem aufzudrängen? Deshalb malen wir derzeit individuelle Schilder, die wir rund ums Haus aufstellen werden. Herr Knolle könnte folgende Parole interesant finden: “Gezeter und auch Motzerei, sind uns völlig einerlei.” Oder wie wär’s mit: “Ja, wer sich selbst nicht leiden will, der halte schön die Füße still!” Und die starke Raucherin unter uns, wird sich hier wiederfinden müssen: “Lautes Husten und Gekotze, provoziert unser Gemotze!” An das junge Pärchen über uns könnten wir folgende Worte richten: “Wer lauthals seiner Liebe fröhnt, der wird von uns nur noch verpöhnt!” oder “Lautes Stöhnen stört uns sehr. Wir fordern weniger Verkehr!” :twisted:

KategorienKuriositäten

Die Grünen

23. März 2008 Micha Keine Kommentare

© Matthias Balzer (Pixelio)

Nein, hier ist nicht die Rede von Shrekis Familie :lol: , sondern von den Damen und Herren in den (zumindest bei uns noch) grünen Uniformen. Die lieben Polizistinnen und Polizisten haben sicher keinen leichten Job. Ich will auch gar nicht mit ihnen tauschen und im Grunde verdienen sie unseren ganzen Respekt und alle Hochachtung. Was mich aber immer wieder auf die Palme bringt, ist die ausdrückliche Demonstration der Staatsgewalt… oder was auch immer das Gehabe darstellen soll. So wurde ich damals, als ich noch in Tübingen wohnte, fast wöchentlich “einfach so” in eine Ausweiskontrolle verwickelt. Zuerst dachte ich, es läge an meinem Aussehen, das vielleicht an einen Triebtäter oder sonstigen Schwerverbrecher erinnert. Aber ganz offensichtlich war ich mit dieser Erfahrung nicht allein. Den Damen und Herren war es wohl einfach langweilig. Wenn man sie dann aber wirklich mal braucht, wie letztes Jahr bei meinem Verkehrsunfall auf der Münchner Autobahn, dann kneifen sie. Da kommt es schon mal vor, dass wenn jugendliche Raudis auf einer Neckarbrücke in Rottenburg Blumenkübel aus der Verankerung reißen und in den Fluss werfen, die Fußstreife das Weite sucht, um keine Tracht Prügel zu beziehen. Oder nehmen wir die Reutlinger Innenstadt: Dort steigt jährlich die Kriminalitätsrate, während die Anzahl der kontrollierenden Polizeistreifen abnimmt – wohl deshalb, weil die Gesetzeshüter in ihrem riesigen Transporter viel lieber in kleineren Käffern wie hier in Engstingen durch die Straßen fahren und schlittenfahrende Kinder (kein Witz!) skeptisch beäugen. Genauso skeptisch wurden wir beobachtet, weil wir verdächtigerweise mit Hannahs Kinderwagen durch den Ort spazierten. Wohl deshalb passierte uns der kreiselnde Streifenwagen gleich zweimal. Kurze Zeit später fanden wir dann das Fahrzeug wieder – am Straßenrand, während der Fahrer offensichtlich mit einem Bekannten plauderte. Als wir eine halbe Stunde später wieder vorbeikamen, hatte sich an diesem Bild nichts geändert. :roll:

Wie gesagt: Ich habe ganz und gar nichts gegen unsere Polizei. Im Gegenteil! Aber solche unnützen Aktionen ärgern mich einfach. Das wäre sicher nicht so, wenn man sich im Ernstfall auf sie verlassen könnte. Mag sein, dass sie unterbezahlt sind, dass sie einen undankbaren Job haben, dass der Dienst an Feiertagen wie Ostern nicht gerade prickelt… aber das ist kein Grund brave Bürger zu triezen. Naja, ich will nichts gesagt haben… Vielleicht habe ich in letzter Zeit einfach ein, zwei schlechte Erfahrungen zuviel gemacht. :roll:

KategorienÄrgernisse

Mir passiert das nicht

22. März 2008 Micha 2 Kommentare

Erfahrung Nummer 1:
Als sogenannter “IT-ler”, der von Berufs wegen tag-täglich mit den Gefahren aus dem Internet zu tun hat, habe ich mir bisher eingebildet, aufgrund der jahrelangen Erfahrung bestimmte, “dumme” Anwenderfehler wie im Schlaf zu vermeiden. So kann man sich täuschen!
Gestern ereilte mich das Schicksal: Ein Virus hat sich auf einem meiner Rechner breit gemacht. Natürlich lag der Fehler nicht an mangelnden Schutzmechanismen, sondern (wie so häufig) zwischen Bildschirm und Stuhllehne. Ein eben solch “dummer” Fehler ist mir unterlaufen, den ich bisher für mich immer ausgeschlossen habe. :oops: Zum Glück ist das Problem wieder elegant behoben… und zwar dauerhaft – wie ich hoffe! :mrgreen:

Erfahrung Nummer 2:
Sowas passiert ja auch immer nur den anderen. Immerhin hat man selbst ein Auto, das man möglichst gut wartet und auf Trab hält. Zwar ist das blecherne Gefährt nicht immer top poliert und lupenrein sauber *hüstel*, aber wenn es technisch was zu richten gibt, hat man das stets sofort (und vom Fachmann!) machen lassen. Was also soll da passieren?
Zum Beispiel, dass die blöde Dreckskiste das Vehikel einfach nicht mehr anspringen will. Keine Ahnung warum! Es ist höchstwahrscheinlich die Batterie, die zugegebenermaßen schon sehr alt ist. Trotzdem: Wie kann ein heutzutage so wichtiger Begleiter wie das Auto so dreist sein und lässt einen einfach stehen? Unverschämtheit! :mad:

Lehre:
Die vorösterlichen Tage und deren beiden einschneidenden Erfahrungen lehren mich also vor allem eines: Demut! :mrgreen: Die Schlussfolgerung daraus lautet: Sag niemals nie! :twisted:

KategorienComputer, Ärgernisse

Wahlkampf-Kampf

21. März 2008 Micha 1 Kommentar

Seit gefühlten zwanzig Jahren kämpfen nun schon Hillary Clinton und Barrack Obama um… ja, um die Präsidentschaftskandidatur und eben nicht um das eigentliche Präsidentenamt. Da fragt sich der gelangweilte Politikinteressierte hier im fernen Deutschland, welcher Kampf nun eigentlich der anstrengendere und vor allem wichtigere ist: Der Vorwahlkampf oder der eigentliche Wahlkampf? Wohlgemerkt: Hillary und Barrack gehen für dieselbe Partei ins Rennen! Wie man sich schon vorab so derart selbst zerfleischen und somit politisch beschädigen kann ist mir ein Rätsel. Wie die jüngsten Umfragen zeigen, geht inzwischen auch den Amerikanern selbst dieser Kampf im Wahlkampf ordentlich auf die Nüsse auf die Nerven. Deshalb strafen sie sowohl Hillary, als auch Obama in der Wählergunst ab. Der lachende Dritte könnte dann beider Konkurrent John McCain sein. Zumindest steigen seine Werte in den Umfragen.

Dass die Amerikaner einen Faible für ihre ehrwürdigen Nationalhelden haben, wie es McCain als altgedienter Soldat einer ist, könnte dazu beitragen, dass er, wenn es ernst wird, an Hillary oder Obama (das dürfte dann egal sein) locker vorbeizieht und die USA samt der ganzen Welt wieder einen republikanischen Präsidenten ertragen müssen bekommen. Ob das nach den beiden Amtszeiten eines George W. Bush der richtige Weg ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Jedenfalls bin ich froh, dass ein derartiges parteiinternes Gerangel in Deutschland so undenkbar ist. Ich stelle mir gerade vor, wie Angela Merkel und beispielsweise Christian Wulff monatelang durch die Bundesländer ziehen, um innerhalb der CDU die Kanzlerkandidatur zu entscheiden. Undenkbar! … und zum Glück unmöglich! Dass die US-Amerikaner aber da ein anderes Verständnis von demokratischen Wahlen haben (was ganz klar historisch bedingt ist), zeigt das Wahlergebnis aus dem Jahre 2000. Mit 48,4% der Stimmen errang damals Al Gore im Gegensatz zu George W. Bush mit 47,9% die Mehrheit… und wurde trotzdem nicht Präsident der Vereinigten Staaten. Wie würde wohl die Welt heute, acht Jahre danach, aussehen, wenn diese Entscheidung anders ausgefallen wäre? :roll: However… Hoffen wir, dass der “Kampf der Demokraten” nicht nach hinten losgeht und wir trotz allem endlich einen deutlichen Politikwechsel in den USA erleben.

KategorienPolitik

Abgründe

20. März 2008 Micha 4 Kommentare

Was Talkshows anbelangt bin ich allein schon aufgrund meiner Berufstätigkeit absoluter Laie. Ich kann getrost von mir behaupten, noch nie eine gesamte Ausgabe einer solchen Sendung von Anfang bis Ende gesehen zu haben. Spätestens seit heute, weiß ich auch warum, denn all meine Vorurteile wurden noch übertroffen. Weil ich heute in den Genuss eines halben, freien Tags gekommen bin und (wieder mal) faul und “sofa-fläzend” auf das Erwachen von Hannah wartete, zappte ich zufällig bei “Britt” vorbei. Das vielversprechende Thema: “Herzschlag – Gibt es heute ein Happy End?”. Innerhalb von Sekundenbruchteilen war mir die allwissende und stets moralisch absolut richtungsweisende Moderatorin unsymphathisch. Wie sie mit absolut eindringlicher und zielsicherer Miene die Menschen durch die Sendung schob, erinnerte ein wenig an die Viehbeschau im Schlachthof.

Richtig amüsant wurde es aber, als ein an sich schon bescheuert aussehender Herr seiner Ex-Freundin durch mindestens drei Zentimeter dicke Brillengläser hindurch seine Liebe gestand: “Isch lieb Disch immer noch! Auch wenn isch fremd gegangen bin! Escht!” Ich mein, scheiße aussehen und Scheiße reden sind zwei Dinge, die in Kombination einfach nicht unbedingt von tiefschürfender Intelligenz zeugen. Gut, wer freiwillig in so eine Sendung geht, der braucht nicht mal den Mund zu öffnen, um seinen IQ preiszugeben. Die Krönung war aber das Kostüm, welches der Geständige trug: Er kam auf die Bühne, mit dem Kopf durch den Boden einer überdimensionale Pralinenschachtel mit Glitzerpapier gesteckt. Die absolut rührende und romantische Botschaft: “Isch bin Deine Praline! Nasch misch!” Die Angebetete starrte absolut entzückt durch die Brillengläser, welche auf den strahlenden, rot glänzenden Fettbäckchen auflagen und umarmte ihr “Pralinenschtückschen”.

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KategorienKuriositäten