Die Bundeswehr ist zu dick!
Diese plakative Überschrift ist im Grunde die Erkenntnis des Wehrbeauftragten des Bundestags, Reinhold Robbe (hier nachzulesen). Die deutschen Soldaten seien zu dick und qualmen zu viel. Jeder Fünfte treibe gar keinen Sport und somit sei die Lage insgesamt “besorgniserregend”. Da kann man nur sagen: Herzlichen Glückwunsch! Ist die Bundeswehr etwa in der Realität, im Hier und Jetzt angekommen? Ich hatte da ja immer meine Zweifel dran.
Jetzt fragt man sich: Was erwartet die Bundeswehr? Die Wehrpflichtigen setzen sich aus Leuten wie Du und ich zusammen, aus Bürgern dieses Landes und als solche bilden sie ein Spiegelbild unserer Gesellschaft! Seien wir ehrlich: Haben nicht die meisten von uns ein Gewichtsproblemchen? Die einen mehr, die anderen weniger? Und leben wir alle nicht ungesund, die einen mehr, die anderen weniger? Natürlich ist das ein Problem, dem man sich stellen muss. Ich verweise hier auf die sprunghaft ansteigenden Zahlen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nur leider ist die Lösung alles andere als einfach! Dass ausgerechnet die Bundeswehr diejenige sein soll, die jetzt eine Kehrwende schaft…
Die Frage ist auch, wie sie das schaffen soll? Durch mehr Liegestützen auf matschigem Waldboden? Oder durch intensivere Körperertüchtigungsübungen jeden Morgen? Wenn man genau hinschaut ist doch die Bundeswehr in gewisser Weise ein (wenn auch sehr kleines) Problem des großen Ganzen! Während welcher Lebensphase wird mehr gesoffen und geraucht, als während des Ableistens der Wehrpflicht? Für viele ist doch genau das der Ausgleich zum übertrieben harten und im übrigen absolut sinnlosen Drill. Der eigentliche Clou ist doch aber, dass die Bundeswehr jetzt erst darauf aufmerksam geworden ist. Das Problem ist schon alt! Erst vor etwa einem Vierteljahr (also lange bevor irgendwelche Wehrbeauftragen zu irgendwelchen Erkenntnissen kamen) unterhielt ich mich mit einem Freund über seine Zeit bei der Bundeswehr (Wehrpflicht), die wohlgemerkt etliche Jahre zurückliegt. Schon damals gab es durchweg “Fitnessprobleme” und weil das auch den Einfältigsten bekannt sein dürfte, schiebt Herr Robbe eilig nach, dass das Problem zwar bisher artikuliert, wohl aber in der Bürokratie versickert sei. Guten Morgen, liebe Bundeswehr!
Bevor hier nun Missverständnisse aufkommen: Ich habe nichts gegen die Bundeswehr. Ich habe nur etwas gegen alte, eingefahrene Bahnen, die jedwede Neuausrichtung und die Wahrnehmung von Tatsachen blockieren. In meinen Augen ist die Wehrpflicht längst überholt und bringt rein gar nichts… außer Probleme. Vor allen, die als Berufssoldat und mit Profession ihren Dienst tun, habe ich einen heiden Respekt.










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