Der andere Streik
Momentan ist ja das Wörtchen “Streik” wieder in aller Munde und auch ich rege mich wie der Bollenhut tierisch drüber auf, dass manche Leute einfach kein Maß mehr zu haben scheinen. Gestern Nachmittag aber widerfuhr uns ein Streik ganz anderer Art und Weise. Katrin wollte mit Hannah in die Richtung meiner Arbeitsstätte düsen, damit wir uns unterwegs treffen und gemeinsam einkaufen können. Das hätte alles auch reibungslos geklappt…
Ja, wenn das Auto angesprungen wäre! Der liebe, gute Fort Fiesta scharrte kurz und gab dann keinen Mucks mehr von sich. Ich, der nach Hause geeilte Hobby-Pannenhelfer, der von Autos nicht mehr versteht als das theoretische, technische Prinzip dahinter, probierte es selbst nochmal. Nix zu machen!
Natürlich haben wir für die extrem strengen Tage des Alb-Winters vor Jahren schon ein Starthilfe-Set gekauft, das nun zum Einsatz kommen sollte. Aber das Scharren und Schleifen des Anlassers ließ mich vermuten, dass das nichts bringen würde, zumal alle Lampen, das Radio, die Lüftung usw. noch tadellos lief. Wäre die Batterie tot, wäre auch all das tot, oder? Nix oder!
Der herbei geeilte gelbe Engel (der sehr nette Herr Schweizer, ein symphathischer, gutaussehender Mann im Overall, der sicher vor allem auch in Not geratenen Frauen wie ein leibhaftiger Engel erscheinen muss – an dieser Stelle nochmal DANKE!) machte zuerst mal nichts anderes als ich: Er versuchte zu starten. Nichts! Er klemmte seinen Batteriepack an… und machte etwas, das ich in der Logik schon abgewiegelt hatte. Er startete nochmal… und das Auto lief!
Micha, merke: Bei Autos scheint dasselbe zu gelten wie bei Computern. Das Ganze funktioniert eigentlich nach logischen Grundsätzen. Die Logik bringt einen aber nicht wirklich weiter, wenn es ein Problem gibt! Man muss einfach verschiedene Dinge, der Reihenfolge nach durchprobieren, weil Technik meiner Erfahrung nach in Wirklichkeit niemals logisch ist!







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