Rentenerhöhung
Nun ist sie also durch: Die Rentenerhöhung. Es war eine schwere Geburt und zwar nicht zu unrecht, denn viele Stimmen waren strikt dagegen. Nun könnte man den Deutschen vorwerfen, sie wären ein altenfeindliches Volk. Dabei geht es Rentnern bei uns recht gut. Noch nie waren die Renten in Deutschland so hoch wie in den letzten Jahren. Außerdem erhalten die Rentner in steter Regelmäßigkeit kleine, aber feine Erhöhungen. Bleibt die Frage, wo die regelmäßigen Erhöhungen der Löhne und Gehälter all derer bleiben, die das jetzige Rentenaufkommen gegenfinanzieren müssen. Das Argument, man wolle doch wenigstens das rausbekommen, was man einst einbezahlt hat, ist einfach unsinnig und grundlegend falsch. Das deutsche Rentensystem ist umlagefinanziert, das bedeutet, die heutigen Rentner haben einst nicht in einen Topf einbezahlt, aus dem sie jetzt wieder schöpfen, sondern sie haben die damaligen Renten finanziert, so wie alle Arbeitenden von heute die Zahlungen an die heutigen Rentner erwirtschaften. Ein weiteres Missverständnis führt immer wieder dazu, dass von “armen” Rentnern gesprochen wird. Die Renten werden nicht “dauernd gekürzt”, sondern die regelmäßigen Erhöhungen wurden in den vergangenen Jahren mehrmals ausgesetzt. Anders gesagt: Es wurde niemandem auch nur ein Euro weniger ausbezahlt! Zumindest nicht wegen einer politischen Rentenkürzung.
Es tut mir leid um all jene Rentner, die wirklich knapsen müssen und die mit ihren finanziellen Mitteln nicht über die Runden kommen. Aber das ist ganz eindeutig NICHT der Regelfall! Wer um sich schaut, der müsste eigentlich wahrnehmen, wie es um die Rentner bestellt ist: Unser Herr Knolle reist MINDESTENS zweimal pro Jahr in ferne Länder, fährt stets einen nagelneuen (und nicht gerade kleinen) Mercedes und schleppt regelmäßig kistenweise Wein in sein Domizil. Wir können uns vielleicht gerade mal einen Urlaub pro Jahr leisten und selbst da sparen wir und fahren in möglichst nahegelegene, zumindest aber preiswerte Gegenden. Ein nagelneuer Mercedes ist und bleibt (wenn er nicht auf Pump angeschafft wird) ein Traum. Dasselbe gilt für das Rentnerehepaar im Haus daneben. Ein ehemaliger Kollege von mir, der inzwischen auch Rentner ist, erzählte mir neulich, als ich ihn zufällig traf, dass er jetzt erstmal zwei Wochen lang beim Skifahren war. Jetzt überlege er, ob er noch eine Art “Sommerurlaub” machen solle.
Im gleichen Atemzug klagte er aber darüber, dass er zwei Kinder hat, die auf seine Kosten studieren. Ohne Worte… :???:






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