Ausgesperrt

Da unser alter Fernseher die Grätsche gemacht hat den Jordan überschritten hat plötzlich nicht mehr richtig funktionierte, nahmen wir dieses Schicksal zum Anlass, uns einen Flachbildschrim zu kaufen. Nun, wenn man ehrlich ist, kommt man um diese Technik gar nicht mehr herum, obwohl ich nach wie vor der Meinung bin, dass das Bild einer “Röhre” gut mit dem Bild der “Flachen” konkurrieren kann. Aber gut… das soll hier nicht das Thema sein. Wir haben also über Amazon das Modell unserer Wahl zugelegt und prompt kam es auch schon tags darauf. Wie immer schnell, wie immer günstig, wie immer gut. Da wir als Bezahlmethode “Lastschrift” gewählt hatten, wähnten wir uns diesbezüglich sicher und genossen das Neugerät ohne jedwede emotionale Trübung.

Gestern nun kam der Hammer: Eine Mail von Amazon. Das Gerät sei geliefert, aber noch nicht bezahlt worden. Daher werde unser Kundenkonto bis auf weiteres gesperrt. Und “gesperrt” heißt bei Amazon: Feierabend, Sense, Nuller, Niente, Basta, Ofen aus, Ende Gelände! :shock: Ich konnte noch nicht mal nachschauen, was genau schief gelaufen war! Bei Eingabe meiner Logindaten heißt es, diese Kennung sei nicht vorhanden! :eek: Ein (und das kann ich getrost sagen) sehr, sehr guter Amazon-Kunde wurde einfach ausgelöscht, abgeschoben… existiert nicht mehr! :cry:

Und was war nun passiert? Ganz einfach: Es handelte sich um einen Buchungsfehler seitens der Bank. Warum der passiert ist und ob wir in der Vergangenheit immer zahlkräftig waren oder nicht, das interessierte den großen Versender nicht. Zoing, dicht! So die kurze Zusammenfassung. Natürlich entschuldigte man sich tausend mal und man bedaure dies und ich solle doch… und ich hätte doch… und sie würden gern… Letztlich hieß das aber: Bis das Geld sauber und richtig verbucht ist bleibt der Laden für uns dicht. Da könne man auch nicht “manuell eingreifen”. Für den erhöhten Verwaltungsaufwand zahlen wir nun dafür aber 6,- EUR nach.

Amazon.de… and you’re done. :twisted:

Automatisierte Verschwendung

JalousienIn dem Bürogebäude, in dem ich hier tag-täglich sitze, ist vieles vollautomatisiert. Die Zugangskontrolle funktioniert über einen Chip, den man an einen Sensor halten muss, um die Tür zu öffnen. Das Licht geht abends und zur Mittagspause automatisch aus – egal, ob man gerade in einem Buch blättert oder jemandem am Telefon aus einem Schreiben zitiert… Schwupps! Da sitzt man im Dunkeln. Der Oberklopper sind aber die Jalousien. Diese sollen bei Sonnenschein automatisch runter- und bei Sturm oder Unwetter automatisch hochfahren. Leider scheinen die Sensoren hierfür nicht so wirklich zuverlässige Werte zu liefern, denn immer wenn die Sonne zwischen den Wolken hervorlugt, hofft man vergebens auf die schützenden Lamellen. Versteckt sie sich dann wieder, fährt das Ding in schöner Regelmäßigkeit herunter und man sitzt im Dunkeln. Als Grund für dieses Vorgehen wird der Einspareffekt genannt. Welcher das sein soll, ist mir schleierhaft. Mehr als die Hälfte aller Büros lassen die Jalousie wieder hoch, nachdem sie automatisch runtergefahren ist. Das heißt, die Leute stehen auf, gehen zum Schalter und warten, bis alles wieder oben und hell ist. Mal abgesehen von der Stromverschwendung: Die Teile fahren total umsonst herunter und meist durch Menschenhand gleich wieder hoch.

Naja, zum Glück gibt’s andere Dinge, die wichtiger und noch ärgerlicher sind! :mrgreen:

Einschlafprobleme

© Dirk Stollhans (Pixelio)

Hier hab ich mich noch über die rein pragmatischen Dinge an der zurückliegenden Zeitumstellung ausgelassen. Inzwischen haben uns nun auch die eher alltäglichen Problemchen damit eingeholt. Seit dem Wochenende schläft Hannah ums Verrecken beim besten Willen nicht mehr richtig ein. Das war bei uns noch nie ein echtes Problem! Man legte sie ins Bettchen, streichelte ihr über den Kopf, flüsterte noch ein bisschen mit ihr, gab ihr ein Bussi und… schwupps, war sie eingeschlafen. Und jetzt? Geschrei, Geschrei, Geschrei! Und nicht etwa trotziges Gebrülle oder protestierender Zwergenaufstand. Nein, die Kleine hat regelrecht Panik, ruft herzzerreißend nach ihrer Mama (immer öfter auch nach dem Papa) und beruhigt sich erst wieder, wenn man sie auf den Arm nimmt und ihr Geborgenheit vermittelt. Da schießen einem unwillkürlich Bilder aus irgendwelchen Horrorfilmen in den Kopf. Sie weint, als ob – sobald man das Zimmer verlässt – ein Monster neben ihrem Bett auftaucht. Wir dachten zuerst sie zieht eine Show ab, aber inzwischen kennen wir unseren Pappenheimer. Nein, die Maus hat wirkliche Angst!

Tja, nun rätseln wir, was es ist. Die Zeitumstellung? Damit hat es sicher zu tun, aber ob’s das allein ist? Die Zähne, die mal wieder einen ordentlichen Schnupfen in ihr Näschen zaubern? Die Tatsache, dass ich letzte Woche Urlaub hatte und bei meinen Zweien daheim war – und jetzt ist Hannah wieder mit Mama “allein”? :?: Wir können allenfalls vermuten! Und wir hoffen, dass der Spuk bald wieder zu Ende ist, denn bei allem Mitleid und aller Aufopferung, so sehnt man sich doch auch mal wieder nach einem gemütlichen Fernsehabend oder nach kuschliger Zweisamkeit. Im Moment ist diese kinderfreie Oase nur Illusion. :shock:

Zweiklassenmedizin

Wartezimmer

© Gabi Schoenemann (Pixelio)

Haben wir es nicht schon immer vermutet? Der Privatpatient wird gegenüber dem Kassenpatienten bevorzugt. Das bestreiten freilich die niedergelassenen Ärzte heftigst. Eine neue Studie aber untermauert diese Annahme. Sofern es sich nicht um einen Aprilscherz handelt, :lol: warten Kassenpatienten auf einen Termin beim Facharzt im Schnitt dreimal so lange, wie ein Privatversicherter. Für die Untersuchung hatten wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts, dessen Direktor der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach ist, im Frühjahr 2006 insgesamt 189 niedergelassene Facharztpraxen im Raum Köln/Bonn/Leverkusen kontaktiert. Telefonisch gaben sich die Tester entweder als Kassen- oder als Privatpatienten zu erkennen gaben und baten um eine von fünf ausgewählten Untersuchungen. Der größte Unterschied in absoluten Zahlen ergab sich für die Magenspiegelung, auf die Privatpatienten im Durchschnitt 11,9 Werktage, Kassenpatienten aber 36,7 Werktage warten mussten. Am geringsten fiel der Unterschied bei den Hörtests aus, die bei Kassenpatienten nach 6,8 Tagen durchgeführt wurden, während Privatversicherte bereits 2,2 Tage nach dem Telefonanruf in die Praxen gebeten wurden.

Angesichts solcher erdrückenden Fakten hat die Bundesärztekammer inzwischen eingeräumt, dass es zu solchen “Verzögerungen” in der Tat kommen kann. Eine Änderung oder gar Lösung ist aber nicht in Sicht. Ich weiß nicht, wie es Euch geht… :roll: Mir wird da übel! Hoffen wir, dass es nur die schlechten Nachrichten sind und keine Magen-Darm-Grippe im Anmarsch ist, denn dann müsste ich zum Arzt… in vier Wochen! :twisted:

Herr Knolle: Offenbarungen

Kaum haben wir hier im Blog begonnen, von “unserem” Herrn Knolle zu berichten, da ist auch schon ein Ende des Spaßes in Aussicht. Wie ich hier schon berichtet habe, werden wir zum 1. Juni umziehen und uns somit auch aus dem unmittelbaren Dunstkreis von Herrn Knolle verabschieden. Im Moment sehnen wir uns fast schon danach, Ruhe vor ihm zu haben – auch, weil während des Kündigugnsgesprächs mit unseren jetzigen Vermietern so einiges ans Tageslicht kam, was wir bisher allenfalls ahnen konnten. So hat der liebe Herr sich in all den Jahren doch mehrmals übelst bei der Hausverwaltung über uns beschwert. Natürlich hat er uns gegenüber nie etwas verlauten lassen, sondern hat das stets “hintenrum” getätigt. Logisch! So war es ihm stets ein Dorn im Auge, dass im Keller ein Kinderwagen steht. Dass der dort nicht nur ausdrücklich stehen darf, sondern auch nirgendwo anders Platz hätte, das ist Nebensache. Kinder sind “bäh”, also sind das deren Wägen auch. Punkt! Auch haben wir erfahren, dass es unseren Vermietern, die einst selbst in der Wohnung hausten, ganz ähnlich ging. Solange sie einfach “nur” ein Paar waren, ließ sich das Zusammenleben mit Herrn Knolle noch ertragen. Aber seit Nachwuchs auf der Welt war, wurde die Mama samt Kind vollends ignoriert, während der Vater immerhin noch notdürftig gegrüßt wurde. Der Klopper war aber schließlich die Offenbarung, dass er nach jedem Rasenmähen von mir (denn die Gartenarbeiten hatten wir inne) in einem unbemerkten Moment mit dem Lineal nachgemessen hat, ob die Schnitthöhe in Ordnung ist. :lol: Ja, das muss schon alles korrekt sein! Immerhin gibt es da offenbar (?!) Richtwerte, die nicht unter- oder gar überschritten werden dürfen. Inzwischen glauben wir sicher, dass er auch die Mülltonnen kurz vor deren Leerung ausräumt und die einzelnen Müllmengen abwiegt. :lol: Nein, das ist ein Scherz! :twisted: Oder doch nicht? :?:

Wie auch immer… Ich glaube sicher, dass nach geraumer Zeit etwas fehlen wird. Wir haben uns immerhin auch stets gut über ihn und seine Spitzfindigkeiten amüsiert. Mit etwas Glück Ziemlich sicher werden wir aber bis zu unserem Auszug nochmal was zu berichten haben. Immerhin bringen wir mit unserem Auszug alles Geordnete durcheinander! Und schließlich rechnen wir auch im neuen Domizil mit einem Herrn Knolle… denn die gibt es überall, wie man hier und da liest. :wink:

Aprilscherz

© Claudia Hautumm (Pixelio)

Kaum jemandem ist’s aufgefallen, aber der erste Beitrag am heutigen Tage war natürlich ein Aprilscherz! :twisted: Wie sollte ich denn jemals ohne diesen Blog hier leben können? Und erst recht wie ohne diesen Haufen? Beides bleibt natürlich bestehen. Vermutlich bis ich alt und zittrig bin! :lol: Ihr müsst mich also noch eine Weile ertragen! :mrgreen:

Gut, wenn ich nun ehrlich bin: So wirklich konnte ich damit ja niemanden beeindrucken! Danke auch Mädels, dass Ihr den Schwindel sofort aufgedeckt habt. :mad: Ich frage mich nur, wie ich zukünftig eine wirklich schlechte Nachricht an den Mann die Frau bringen soll… denn glauben tut mir nun sicher keiner mehr! :lol: Aber woher kommt eigentlich der Brauch des Aprilscherzes? Beim googeln nach der Antwort auf diese Frage bin ich hier gelandet. Dort wird vermutet, dass es mit der Kalenderreform durch den französischen König Karl IX. im Jahr 1564 oder aber dem wechselhaften Aprilwetter zu tun haben könnte. So richtig scheint es aber keiner zu wissen. Vielleicht ist ja der ganze Aprilscherz nur ein Scherz?! :lol: Weiß von Euch jemand mehr? :?:

Folgenschwere Entscheidung

In den letzten Tagen und Wochen läuft mir die Zeit immer mehr davon. Allein die abnehmende Zahl an Beiträgen hier zeigt, wie wenig ich dazu komme, dem Blog hier und Projekten wie diesem Fanclub gerecht zu werden. Darum habe ich nun eine folgenschwere Entscheidung getroffen:

Das hier ist der letzte Beitrag im Vollmer Blog. Zum 1. Juli diesen Jahres werde ich zudem viele weitere Projekte einstellen müssen… darunter auch den oben genannten Club. Es geht einfach nicht mehr und ich habe lange mit mir gerungen. Ich hoffe daher auf Euer Verständis, denn auch mir fällt dieser Weg nicht leicht. Wie es im Detail mit dem Club ablaufen wird, wird man noch sehen müssen. Aber dies ist ohnehin eine “andere Baustelle”.

Vielen Dank an alle Besucher, die hier immer fleißig mitgelesen haben. Wer weiß, vielleicht geht es hier irgendwann mal weiter?! :roll: