Duffy – Rockferry
Ohne es zu wissen, kannte ich Duffy schon lange bevor ich ihr Album “Rockferry” in die Hände bekam. Im Radio trällerte hier und da immer wieder der Ohrwurm “Mercy”, der mir zwar recht gut gefiel, aber irgendwie zunächst keine weitere Aufmerksamkeit auf sich zog. In einer trüben Mittagspause dann, schlenderte ich gedankenverloren durch den nahegelegenen Elektromarkt und blieb bei den Top100-Alben stehen. Natürlich wanderte mein Blick zunächst über die Erstplatzierten und dort prangerte eben auch das schwarze Cover von Duffys “Rockferry”. Ich griff zu und hörte Probe und… was soll ich sagen? Schon die ersten Klänge haben spontan sehr gut gefallen.
“Rockferry” bewegt sich klanglich zwischen Soul und Jazz. Irgendwo findet man auch die einen oder andern Rockklänge. Vor allem aber fühlt man sich unwillkürlich in die 60er und 70er Jahre zurückversetzt. Mir kommen Songs von Dusty Springfield, Motown und James Bond in den Sinn. Dazu Duffys röhrige, manchmal krächzende, aber eben auch so zarte und feine Stimme. Hier und da “leiert” sie ein wenig, aber das passt ins Bild. Gleich der erste und zugleich der Titelsong des Albums hämmert sich in schöner Stetigkeit langsam in den Gehörgang. Anschließend swingt sich “Warwick Avenue” hinterher, kurz bevor dann “Serious” hinterschaukelt – vorsichtig, zart, verspielt, mit seinen Streichern. Herrlich! Allein diese Opener haben es mir angetan. Natürlich ist “Mercy” hervorzuheben, aber kurioserweise ist in meinen Augen diese erste Singleauskopplung bei weitem nicht der beste Titel auf dem Album.
Alles in allem kann ich “Rockferry” und damit auch Duffy all jenen ans Herz legen, die auch mit Amy Winehouse etwas anfangen können. Wobei ich den ständigen Vergleich zwischen den beiden auch irgendwo ermüdend und nicht ganz treffend finde. In einem aber haben die Kritiker recht: Duffy hat durchaus das Zeug auch so eine ganz Große zu werden, die Amy bereits ist.
Anmachsprüche
Ich hab mich gestern fast totgelacht, als es in meinem Lieblingsradiosender SWR 3 um Anmachsprüche ging. Der Morgenshowmoderator Volker Janitz präsentierte seine erfolgreichsten “Anmacher”. Wer ihn und seinen Humor kennt, der wußte, was da kommt!
Bist Du eine Außerirdische? – Weil, so etwas wie Dich gibt es nicht auf dieser Erde.
Ganz, ganz übel, oder?
Kommt noch besser!
Glaubst Du an Liebe auf den ersten Blick – oder soll ich noch mal reinkommen?
Boah! Brrr… *schüttel* Aber die Oberklopper, die Megareisser kamen zum Schluss:
Sag mal, hast Du Wasser in den Beinen? – Meine Wünschelrute schlägt aus!
Kannst Du schwimmen? – Dann kann ich Dich ja jetzt ins Becken stoßen!
Ich kann nicht mehr!






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