Zwei Nummer einsen
Wie man hier vielerorts lesen kann, ist Musik ein absolut wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich sehe sie nicht einfach nur als schmückendes Beiwerk, sondern ich lebe Musik. Sie gehört für mich dazu wie die Luft zum Atmen. Dieses Grundverständnis setzt einfach auch eine gewisse Qualität voraus. Kommerzielle Fließbandmusik verabscheue ich ebenso, wie herzlose, seichte, auf Tonträger gepresste Langeweile. Mag sein, dass ich da nicht leicht zufrieden zu stellen bin, aber ich habe festgestellt: Wer Musik mit Herz und Seele… also aus Überzeugung macht, der kommt bei mir gut an. Das gilt auch dann, wenn es Volksmusik oder Trash-Metal ist. Ich würde mich nie auf eine bestimmte Musikrichtung fixieren!
Umso schockierter war ich, als ich heute die Botschaft vernahm, dass Mark Medlocks Debütalbum zum wiederholten Male auf Platz eins gelandet ist und sogar die Altmeisterin Madonna damit vom Thron gestoßen hat. Ich gönne Mark seinen Erfolg! Von mir aus darf sein Mentor Dieter Bohlen auch gern nochmal kräftig mitverdienen. Immerhin kostet sein Frauenverschleiß sicher einen Haufen Geld. Ist mir auch egal, was wer mit seiner Kohle macht. Was ich aber beim besten Willen nicht verstehe, ist die Tatsache, dass es sowas auf Platz eins schafft! Ich habe nur kurz (weil länger habe ich es nicht ausgehalten) in das Machwerk reingehört und ich war vom Ekel ergriffen. Seichter, langweiliger und einheitlicher kann Musik nicht sein! Fließbandarbeit mit der bohlen-typischen Handschrift. Grausam! Jeder Song ist nur auf eines ausgelegt: Massentauglichkeit um jeden Preis. Da ist es egal, ob Mark seine DSDS-Identität als Soulsänger in den Gulli schmeißt und stattdessen lauwarme Mallorca-Partybrühe plätschern lässt. Tut mir leid, aber wer für die Musik lebt und stirbt, der gibt sich für sowas niemals her! Das ist unverzeihlich und spricht für sich. Aber das ungleiche Paar scheint bei den Massen zu funktionieren und wie so oft schüttle ich mit dem Kopf und frage mich, wer sowas kauft. Der eine trällert und scheint verliebt zu sein (fragt sich nur in wen oder was), der andere schneidert mit offensichtlich rein kommerziellem Antrieb irgendwelche Sommersongs auf dern verliebten Leib. Das kommt nicht nur daher wie lauwarmer Urin, das fühlt sich beim Hören auch so an, wie wenn Hannah mir auf den Fuß pinkelt. Wer’s mag?! :???:






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