Brückentag
Wenn es hier im Blog bei den Besucherzahlen und Kommentaren eher ruhig zugeht, dann weiß ich eines: Es ist entweder Wochenende oder Feiertag. Heute aber ist Brückentag, also der Tag zwischen einem Feiertag und dem Wochenende. Natürlich nutzen sehr viele diesen Freitag als “wochenendverlängernde Maßnahme” und haben kurzerhand Urlaub genommen. Offenbar ist das bei vielen gleichbedeutend mit: Ich lass die Kiste aus und surf nicht nur das World Wide Web.
Bis zum Mittag, also quasi bis jetzt, sind fast um die Hälfte weniger Besucher vorbeigekommen als sonst. Interessant, oder? Bin ich wirklich (fast) alleine hier? Ist da niemand, der mein Schicksal teilt und auch im Büro sitzt und werkelt?
Gebt mir ein Zeichen!
Inselsongs
Puh, da hätte ich doch beinahe ein Stöckchen übersehen, das schon Anfang des Monats hier aufgeschlagen ist. Sorry Goldie, das war keine böse Absicht!
Sollte ich mal wieder ein Hölzchen verschlafen, dann darf man mich auch gern mal Anstuppsen… Oder man drückt mir einfach einen ganz fiesen Trackback rein.
Den krieg ich (meistens) mit. :D
In der einen oder anderen Variante hatten wir ja schon einige Top-Sowiesos. :D Dieses Musikstöckchen, geworfen von Goldie, ist aber insofern interessant, weil es fragt, welche fünf Titel ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Das setzt voraus, dass die Songs eine gewisse Stimmung haben, die ins Ambiente passt.
Puh, und wieder mal ist es wirklich schwer…
Was nimmste da? Du wirst Deinen Vorlieben und erst recht der Musik, die Du magst bei sowas nie wirklich gerecht.
Ich versuchs trotzdem wieder mal… auch wenn es wieder nur eine aktuelle Momentaufnahme sein kann.
Song 1:
Laith Al-Deen – Alles unter diesem Himmel
Hier hab ich besonders lange gebrütet. Dass ein Song von Laith auf Platz 1 landet, war mir von vornherein klar. Aber welcher… das ist gerade in Zeiten wie jetzt schwierig. Wenn er nichts Neues am Start hat, dann höre ich alle seine Albem querbeet und da gibt es eigentlich kaum herausragende Vorlieben. “Alles unter diesem Himmel” ist aber ein Song, der zu so vielen Stimmungen passt und der es mir einfach sehr angetan hat. Je öfter ich ihn höre, umso mehr gefällt er mir… und umso mehr sagt er für mich aus.Song 2:
Don Henley – Boys of summer
Naja, was soll man über diesen Titel noch groß sagen? Er muss auf jeden Fall mit dabei sein, weil er dieses Sonnenuntergangs-Highway-Alleinsein-Gefühl zu zweihundert Prozent rüberbringt. Ich hatte noch kurz gezögert, ob ich “Hotel California” von den Eagles (bei denen Don Henley ja ein Leadsänger ist) diesem Titel vorziehen soll…Naja, letztlich ist hier die Rangfolge nicht ganz so entscheidend.
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Song 3:
The Eagles – Hotel California
So, nun kommt er aber!Ein Muss! Ohne Eagles, das geht gar nicht – erst recht nicht auf so etwas naturbelassenem wie einer einsamen Insel.
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Song 4:
Simple Minds – Belfast child
Dieser Titel war, ist und bleibt einer meiner absoluten Lieblingssongs. Wer mich kennt, der weiß, dass dieses Lied alles vereint, was ich mag: Irischen Flair, sphärische Klänge, tiefgründiger Text und ein beinahe schon gruseliger Wechsel zwischen Ruhe und Power. Herrlich! :DSong 5:
Robbie Williams – Feel
Ein Klassiker, ein Hammersong, immer wieder mitreißend und begeisternd. In meinen Augen einfach eines der besten Lieder überhaupt. Ich habe den Song einst zum ersten Mal gehört und wußte: Hier hörst Du was ganz Besonderes, etwas, das Du noch lange mögen wirst… Ich glaube, dieser Titel ist für alle Zeiten einer meiner liebsten überhaupt.
Hach, ich hab wieder so viele Songs vergessen, außenvor gelassen oder unterschätzt. Morgen oder sogar schon nachher kann die Liste wieder ganz anders aussehen. Aber so ist das mit der Musik: Sie ist stimmungsabhängig und das ist auch gut so. :D
Pietät
Heute Morgen, als ich zur Arbeit fuhr und zwar durch einen Wald und in einer Kolonne, hinter einem Lastwagen her, kam der ganze Tross plötzlich zum Stocken. Ich sah zwar schon vorher etwas auf der Straße liegen, konnte aber nicht genau erkennen was es war. Der LKW, der den Bremsvorgang einleitete, schaltete die Warnblinkanlage ein und kam schließlich zum Stehen. Der Fahrer stieg aus und zog seine Arbeitshanschuhe an. Dann zog er einen toten Dachs von der Fahrbahn. Ein wunderschönes, mächtiges Tier, mindestens so groß wie ein mittelgroßer Hund, mit beeindruckendem Fell und herrlicher Zeichnung. Natürlich kam eine gewisse Traurigkeit in mir hoch. Ja, es tat mir schrecklich leid um dieses einzigartige Wildtier, das da einfach zum falschen Zeitpunkt die Fahrbahn überqueren wollte. Vor allem aber spürte ich eine echte Wut in mir hochkommen. Klar, es ist einfacher und vor allem bequemer, sich vom Acker zu machen, wenn man ein Tier totfährt. Ich verstehe auch, dass man Angst vor Polizei, Jägern oder sonst was hat, denn immerhin ist das An- oder Totfahren von Wildtieren “Sachbeschädigung”.
Wer sich nach so einem Wildunfall davonschleicht begeht Fahrerflucht! Das ist mir alles klar. Deswegen rege ich mich aber nicht auf. Es ist einfach geschmacklos ein totgefahrenes Tier so achtlos und dazu noch mitten auf der Straße liegen zu lassen. Auch wenn es “nur” ein Tier ist, es hat eine Würde und ich bekomme jedesmal Gänsehaut, wenn ich total plattgefahrene Lebewesen irgendwo auf der Straße liegen sehe. Mir täte es ja schon leid, wenn ich “nur” eine kleine Kröte überrollen würde.
Bisher habe ich in meiner Autofahrerkarriere nur mal einen Fuchs gestreift, der des nachts aus einem Gebüsch gesprungen kam. Ich bremste voll, aber es reichte nicht mehr. Unmittelbar nachdem ich mich vom Schrecken erholt und kapiert hatte, was da eben passiert war, fuhr ich das Fahrzeug an den Straßenrand und suchte nach dem Tier. Es war nirgendwo mehr zu finden. Ich hoffe bis heute, dass es der Fuchs überlebt hat und nirgendwo elend und allein verenden musste. Ich hätte, selbst unter Zwang, nicht weiterfahren können. Ich hab deshalb auch eine halbe Ewigkeit nach ihm gesucht.
Insofern war der Lastwagenfahrer heute Morgen mein Held. Er hatte Mitleid mit dem Dachs und zog das schwere Tier von der Fahrbahn und legte es wenigstens am Seitenstreifen ins höhere Gras. An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön, im Namen des Dachses… sozusagen.








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