Protokoll einer Odyssee

Es ist unglaublich: Bereits Anfang April informierte ich die T-Com darüber, dass wir zum 01.06.2008 umziehen. Dementsprechend beauftragte ich den parallelen Umzug unserer Telefonnummer samt Internetzugang in die neue Wohnung. Bis zum heutigen Tag haben wir weder Telefon noch DSL zu Hause!

Aber beginnen wir – ganz sachlich – von vorn:

Mittwoch, 9. April 2008:
Über das Internet-Kundenportal “T-Home” beauftrage ich die T-Com mit dem Umzug unseres Telefon- und DSL-Anschlusses zum 01.06.2008. Per E-Mail wird mir der Eingang dieses Auftrags bestätigt.

Mittwoch, 16. April 2008:
Da ich eine Woche später noch keine schriftliche Auftragsbestätigung und einen definitiven Schalttermin erhalten habe und ich den pinkfarbenen Eierladen inzwischen kenne, schreibe ich eine E-Mail an den Kundenservice. Daraufhin wird mir mitgeteilt, dass das “Kundensystem” umgestellt würde und es deshalb zu Verzögerungen käme. Ob mein Auftrag ordnungsgemäß abgearbeitet wird, sagt mir keiner.

Freitag, 25. April 2008:
Auf Anfrage erhalte ich endlich eine Auftragsbestätigung und -nummer per E-Mail. Ein entsprechendes und in solchen Fällen sonst übliches Schreiben bleibt dennoch aus.

Donnerstag, 8. Mai 2008:
Weil ich Anfang Mai im Onlineportal der T-Com unter “Aufträge” unseren Umzugsauftrag noch immer nicht sehe und daher weiterhin skeptisch bleibe, frage ich telefonisch bei der T-Com-Hotline nach. Dort wird mir hoch und heilig versichert, dass wir zum 02.06.2008 Telefon und DSL in der neuen Wohnung haben werden.

Montag, 2. Juni 2008:
Nach dem Umzug. Neue Wohnung. 18 Uhr abends. Telefon tot. DSL tot. Ich rufe bei der T-Com an und frage nach, wo unser Anschluss abgeblieben ist. Mir wird verkündet, dass es gar keinen Umzugsauftrag gäbe! Ich fahre aus der Haut und fordere schnellstmöglich den Umzug der Leistung, für die wir durchweg bezahlen. Mir wird erklärt, dass die Schaltung eines Anschlusses zwischen vier und zehn (!!!) Werktage benötigt. Ich hätte mich halt rechtzeitig darum kümmern sollen. :eek: Daraufhin fühle ich mich dazu geneigt, beleidigend zu werden, bleibe aber sachlich. Nach exzessiver Auskotzerei Diskussion wird mir die Schaltung bis “Ende der Woche” zugesagt. O-Ton: “Zum Wochenende haben Sie ganz sicher Telefon und Internet.”

Freitag, 6. Juni 2008:
In unsrem Briefkasten befindet sich ein Schreiben der T-Com. Dieses ist adressiert an die alte Anschrift und kommt nur Dank des Nachsendeauftrags der Deutschen Post im neuen Domizil an. Der Telekommunikationsriese gibt uns bekannt, dass der Anschluss am Montag, den 09.06.2008 geschalten wird. Ich bekomme einen Wutanfall, danach Herzrasen und schließlich beinahe einen Kreislaufkollaps. Kunden, Überweisungen, die neuen und die alten Vermieter warten! Alle Telefonate werden kostspielig über Handys abgewickelt. Ich rufe wutentbrannt die T-Com-Hotline an. Dort wird mir erklärt, dass nichts zu machen sei und ich dann halt auf Schadenersatz klagen müsse. Als ich sage, dass ich vor allem mal kündigen sollte, wird mir geraten, dies zu tun! :eek:

Montag, 9. Juni 2008:
Im Moment kann man von unserem Anschluss aus woanders anrufen. Eingehende Anrufe und der DSL-Zugang funktioniert nach wie vor nicht. Ich hoffe für die T-Com, dass es an den noch laufenden Umschaltarbeiten liegt.

Wir dürfen gespannt sein, was heute noch so alles passiert! :evil: Vielleicht gibt es hier dann auch bald wieder regelmäßige Beiträge und Berichte zu Umzug, neuer Wohnung… :mrgreen: