Meeres-Rauschen

Leider geht es hier weniger um das Meeres- als um das Leitungsrauschen. :sad: Vereinfacht gesagt: Das Rauschen ist der Wert einer Datenleitung, der den Signalverlust widerspiegelt. Je länger eine Leitung, umso höher ist das Rauschen und umso mehr geht die Stärke des Signals flöten. Man könnte das salopp auch “Signalverlust” nennen, obwohl es das nicht ganz trifft. Bei langsamen Verbindungen fällt das nicht so stark ins Gewicht, wohl aber bei schnellen DSL-Leitungen. Seit unserem Umzug sind diese Rauschwerte bei uns miserabel. Meist liegen sie um oder sogar über 20 db. Das ist alles andere als akzeptabel und selbst laut T-Com absolut grenzwertig. Auf gut Deutsch: Wir werden vermutlich um eine Herabstufung nicht herum kommen. Natürlich ist ein DSL 6.000-Anschluss auch nicht von schlechten Eltern, aber gerade in dem Bereich, in dem ich arbeite, ist vor allem auch die Uploadrate (mit-)entscheidend. Und die ist bei einem 16.000er Anschluss (und damit ADSL2+) doppelt so schnell als bei einem guten 6.000er.

Naja, es hilft alles nix. Der gesamte Umzug stand Telefon- und DSL-technisch ja von Anfang an unter keinem guten Stern. Dafür passt aber alles andere und das ist ja nicht minder wichtig. :mrgreen:

Rock Band

© Electronic Arts GmbH

In meiner Mittagspause schlenderte ich eben vorhin durch den nahegelegenen Elektromarkt und staunte nicht schlecht, als ich zwei Schüler an einer Xbox 360 spielen sah. Ich war und bin der Meinung, dass ein Computer in erster Linie Arbeitsmittel und nicht Spielzeug ist. Diese Ansicht dränge ich aber niemandem auf, sondern kann einfach nur mit Computerspielen wenig… oder sagen wir: nur bedingt etwas anfangen. Was ich da sah, hat mich aber immerhin amüsiert. In dem Spiel “Rock Band” schlüpft man ganz offensichtlich in die Rolle einer solchen und muss durch besondere Geschicklichkeit an diversen Rockinstrumenten ein Livekonzert bestreiten. Vor Ort hatten sie anstelle von Joysticks oder irgendwelchen Pads, eine Gaming-Gitarre und -Schlagzeug aufgebaut. Was es nicht alles gibt! :mrgreen: Die beiden Jungs klopften und zupften wie die Weltmeister und das virtuelle Publikum tobte. :lol: So kann man auch erfolgreich sein. :mrgreen: Vielleicht wäre das was für all jene, die bei DSDS und anderen Castingshows rausgeflogen sind? :twisted: Jedenfalls kam mir dieser Gedanke ganz spontan, als ich beim Weitergehen die neue CD von Dauergrinser Martin Stosch sah. Der Mann Bub kann nur eines konstant: Mit dem immer selben Gesichtsausdruck in die Kamera grinsen – ganz gleich, ob vom Plattencover, in Interviews, während seinem unsäglichen Gesang… und sicher auch auf der Keramik! :roll:

“Breakout sessions” und “Wrap ups”

Ich mein, es ist ja nichts Neues, dass sich die IT-Branche sicher mehr als die meisten anderen cool klingender Anglizismen bedient, um denkbar einfache Dinge zu beschreiben. Bei einem “Memory overflow” läuft ganz einfach die Kiste über und ein “Blue screen” ist nichts anderes, als eine gefürchtete, blaue Fehlermeldung. Was aber auf solchen “Kick off”-Veranstaltungen großer IT-Anbieter geboten wird, das ist schon sehr abenteuerlich. Ich hatte gestern das Vergnügen in München einer solchen beizuwohnen und musste mich danach erst mal wieder aklimatisieren. Ja, ich war in München! Das liegt (auch wenn da viele anderer Meinung sind) in Deutschland! Trotzdem gab es dort “Breakout sessions”, “Wrap ups”, eine “Keynote” und inzwischen altbekannte “Workshops”. Während der Präsentationen der dort angebotenen Software war der Gebrauch von englischen Begriffen noch krasser. Es liegt der Verdacht nahe, dass da insgeheim ein Wettbewerb lief – nämlich wer in einen Satz mehr Anglizismen einbauen kann.

Und so ganz nebenbei lernt man, wie man als IT-ler “hip” rüberkommt: Pflicht ist ein cooler Designerrucksack, der (natürlich) ein Laptopfach hat. Trotzdem sollte man im Nadelstreifenanzug und Krawatte auftauchen. Das gilt auch dann, wenn man eigentlich ein “Keller-Admin” ist, also mit langen Haaren und Hundert-Tage-Bart rumrennt. Ein Handheld ist ebenso Pflicht, wie das mit dem Firmenlogo verzierte Namensschlid, das (natürlich!) an einem Laneyard um den Hals hängt.

Zum Glück muss ich nicht allzu oft als “Business man” durch die Gegend reisen. :twisted: Aber wenigstens waren die ein oder anderen Infos, vor allem aber die “anderweitigen” und weniger sachbezogenen Einblicke, hochinteressant! :mrgreen: