Offline-Apotheken
Genau genommen sind die herkömmlichen “Offline”-Apotheken auch nichts anderes als Versandapotheken. Warum? Ganz einfach, weil immer… wirklich iiimmer, wenn ich ein Medikament brauche (ganz gleich ob vom Arzt oder mir selbst verordnet), höre ich von den Schubladenziehern den Satz: “Herr Vollmer, das bestellen wir Ihnen. Bis heute Abend / morgen früh haben Sie’s dann.” Dasselbe ist mir eben vorhin mal wieder passiert, als ich ein erlösendes Präparat für meine liebe Aphte holen wollte. Hallo? Warum also sollte ich noch in eine Apotheke vor Ort rennen? Die Online-Apotheke unseres Vertrauens verschickt Bestellungen in der Regel noch am Tag des Eingangs, sodass ich auch dort die Ware meist am Tag darauf schon habe. Außerdem sind die rezeptfreien Medikamente dort deutlich billiger (bis zu 50%!!!).
Ich will ja nicht stänkern, aber ich frage mich wirklich, wo die weißbeschürzten Traubenzuckerverschenker Apothekenbetreiber noch so etwas wie ein unternehmerisches Risiko haben. Sie verwalten Medikamente, die sie von ihrem Großhandel beziehen. Sie haben nur die Ware vor Ort, die sowieso jeder dauernd braucht. Mag sein, dass einem sowas in einem kleinen Sportgeschäft um die Ecke auch passiert, gerade wenn man etwas Ausgefallenes möchte. Aber hier geht es nicht um Hobbys, sondern um Medikamente. Jetzt habe ich eben online bestellt, weil ich da dieselbe Ware gleich schnell, dafür aber deutlich günstiger bekomme. Pah!
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- Vollmer-Blog » Wundermittel - [...] so ein Teil (siehe hier). Wieder einmal habe ich versucht, ein wirksames Mittel dagegen zu finden (siehe hier). Ich ...







Der Bestand am Medikamenten in einer Apotheke kann mehrere Tausend Euro umfassen. Dazu ist jede Apotheke dazu verpflichtet jedes Madikament auch zu verkaufen. Deswegen hat sich das System mit dem Zentrallager beim Medikamenten-gros-Händler durchgesetzt. Aber immerhin bekommst du deine Mittel innerhalb der nächsten zwei Stunden – das ist beim Online-Händler anders. Und dass Online-Apotheken per se billig sind, ist ein Märchen.
Naja, wenn wir beim Beispiel des Sportfachgeschäfts bleiben, dann umfasst dort der Warenbestand sicher deutlich mehr als mehrere tausend Euro! Wieso also sollte es hier der Apotheker schwerer haben? Auch bekomme ich mein Medikament nicht innerhalb der nächsten zwei Stunden! Ich war vorhin um kurz vor halb eins in der Apotheke (mitten in Reutlingen, also keine Dorfklitsche!) und hätte mein Präparat nicht vor 17 Uhr bekommen. Das sind lange zwei Stunden!
Und last but not least sind die Medikamente in Onlineapotheken nahezu durchweg deutlich günstiger als im Ladengeschäft. Allenfalls sind sie gleich teuer, aber selbst das ist schon die Ausnahme! So zahlen wir beispielsweise für Hannahs Fieberzäpfchen (Paracetamol) in der ortsansässigen Apotheke 1,46 EUR. Im Internet für dasselbe Präparat deselben Herstellers nur 95 Cent! Wähle ich selbst im Onlineshop sogar Zäpfchen mit der exakt selben Wirkstoffmenge nur von einem anderen Hersteller aus, zahle ich sogar nur 80 Cent. Interessant dabei ist, dass ich diesen günstigeren Hersteller in unserer Apotheke vor Ort noch gar nie erhalten habe! Dieses Präparat müsste man eigens bestellen! Und dieses kleine Beispiel kann man auf viele andere mit deutlich höheren Beträgen übertragen. Wir haben NOCH NIE ein Medikament in der Ortsapotheke günstiger erhalten als online. Definitiv!
Eigentlich is dat doch ein “alter Hut”: Wenn ich keine Beratung brauche, also genau weiß, was ich möchte, kann ich es wesentlich günstiger im Internet bestellen. Egal, was….. Von der Stecknadel bis zum Auto bekomme ich alles übers Internet mit wenig Aufwand billiger als im Handel. Reine Internetversandhändler brauchen kein Fachpersonal, brauchen keine teuren Verkaufsräume in teurer Lage, brauchen keine Lagermöglichkeiten, haben weniger Energiekosten, im Elektronikbereich werden auch gerne mal aus dem benachbarten Ausland billigere Geräte an den Kunden gebracht, wer merkt das schon z.B. bei einer Digitalkamera?……. usw. usw. Wenn ich weiß, dass ich ein bestimmtes Medikament gegen Kopfschmerzen brauche, kann ich es günstiger bestellen. Die Frage, was das für die ausgebildeten Fachkräfte und die Fachgeschäfte bedeutet, muss man, glaub ich, nicht diskutieren… Bei uns ist es, um mal das Apothekenbeispiel aufzugreifen, so, dass sich 2 oder mehr Apotheken zusammengeschlossen haben. Was die eine Apotheke nicht auf Lager hat, kann bei einer der anderen Apotheken nachgefragt werden. Die Zeit, bis man ein seltener verlangtes Medikament bekommt, reduziert sich so auf ca. 2 Stunden oder weniger (je nachdem, ob es bestellt werden muss, oder in der anderen Apotheke erhältlich ist). Ich find es auch ärgerlich, wenn mein Arzt mir was verschreibt und ich es nicht sofort bekomme, weil meistens ist es so, dass ich mir von dem Rezept umgehende Linderung verspreche…. allerdings war es auch schon in der internetlosen Zeit schon so, dass etwas bestellt werden musste….
Ich sach da: Leben und Leben lassen….. der Handel muss sich in irgendeiner Form darauf einstellen und ich denke, dass sich da irgendwie ein Weg finden wird…. und wenn meine Apotheke irgendwann mal sagt: Sorry, aber As.pir.in führen wir nicht…. dann wunder ich mich nicht….
Ein Familienmitglied, dass in einer Apotheke arbeitet, ist jetzt auf “Kurzarbeit” umgestellt worden….. warum, kann man sich wohl denken…….
Um vielleicht Arbeitsplätze zu erhalten.
Schon mal darüber nachgedacht ????????????
Stark verkürzt könnte man auch sagen: Das sind die Gesetze einer Marktwirtschaft. Der Bessere gewinnt! Das ist hart, aber das ist der Markt! Es kümmert sich ja auch niemand darum, ob ich am Ende des Monats mit meinem Geld noch auskomme und meine Familie versorgen kann oder nicht. Das muss ich auch selbst hinbekommen…
Dem kann ich natürlich nur zustimmen… Es wird immer viel über online Apotheken geschimpft – stationäre Apotheken versuchen, mit Hilfe von unseriösen Werbekampagnen (Achtung gefälschte Medikamente), dem Kunden Angst zu machen. Die Bestellung in einer Online Apotheke ist nichts anderes als der Kauf in einer Offline-Apotheke – nur eben online. Online-Apotheken sind alles zugelassene, von Apothekern betrriebene, Apotheken. Es ist wie früher beim Buchmarkt – damals wollten die Offline-Buchhändler auch nicht von amazon wissen:)