Glühbirne adieu

© Thomas Jüling (Pixelio)

Wie man von verschiedenen Seiten hört (z.B. vom Spiegel oder der Tagesschau) plant die EU ein Verbot für herkömmliche Glühbirnen. Ganz ehrlich: Ich hab mich immer schon gefragt, warum noch alte Glühbirnen produziert und verkauft werden! Uns hat lange Zeit auch der deutlich höhere Preis abgeschreckt, aber inzwischen ist es nun ja wirklich ein offenes Geheimnis, dass die sparsamen Leuchtstoffbirnen deutlich länger halten und somit unterm Strich sogar günstiger sind. Auch die Optik hat sich inzwischen gewandelt und heute gibt es die umweltfreundlichen Modelle in allen Ausführungen und Formen. Mit unserem Umzug in die neue Wohnung haben wir konsequent noch vollends die letzten “alten” Glühbirnen gegen die sparsameren Modelle ausgetauscht. Nur an ein, zwei Stellen haben wir das noch nicht vollzogen. Das wird aber noch folgen. Nach Normierungen für Gurken, Kondomgrößen und den Sitzmaßen für Traktorsitze (kein Witz!!!) scheint diese Bestimmung (wenn sie denn wirklich kommt) wirklich mal etwas Sinnvolles zu sein, was aus Brüssel kommt. :mrgreen:

5 Kommentare

  1. Ecki
    20.06.2008

    Letztes Jahr hatte ich mich noch geärgert wieso in einigen Ländern diese normalen Glühbirnen verboten wurden. Heute stehen wir selber davor und es ist wohl wirklich richtig so. Es muss dringend was für den Klimaschutz getan werden. Wenn man sich mal vorstellt wieviele Glühbirnen am Tage so in ganz Deutschland “brennen” …..

  2. Anna
    11.10.2008

    also ich sehe das ein kleinwenig differenzierter. es gibt duchaus gewisse Bereiche, besonders auf Grund der vorherschenden Temperaturen, in denen nicht auf die Glühbirne verzichtet werden kann. das sind z.b. der Backofen, oder die Hofbeleuchtung. denn ein Start einer Leuchtstofflampe bei Minusgraden ist Stess pur für die lampe.

    auch Lampen mit bewegungsmelder sind wahre Leuchtsofflampenkiller. denn wenn man zwischen den Starts nicht mindestens 90 Sekunden Pause einhält, verbrennt beim Zünden der Lampe etwas Gas ! Für derartige Anwendungen hat OSRAM etwas schönes im Programm. eine HochvoltHalogenlampe mit normalen Standartabmessungen. Spart zwar “nur” 20 %, aber solche Lampen brennen in der Regel nicht lange.

    wer WIRKLICH was für die Umwelt tun will, der soll sich gefälligst in den jenigen Räumen, wo das Licht länger am Brennen ist gleich vernünftige Lampen kaufen. z.B. downlights mit einem vernünftigen EVG, das macht auch nicht so viel kopfweh, wie eine billigenergiesparlampe, die niederfrequente Lichtwellen ausstraht. außerdem halten die Leuchtmittel länger, und sind nicht so teuer. ganz zu schweigen davon, dass man nicht jedes Mal beim Lampenwechsel auch das Vorschaltgerät in die Tonne kloppen muss !

    in Durchgangsbereichen sollte man auf Bewegungsmelder setzen, die mit Helligkeitssensoren so eingestellt sind, dass die Lampen nur bei Dunkelheit, und auch nur kurz angehen.

    ach ja, in meiner Leselampe habe ich eine normale Halogenbirne. den luxus gönne ich mir einfach mal.

  3. Friederich
    09.09.2009

    »factum« berichtet, daß jetzt wegen des EU-Glühlampenverbots in China alte Quecksilberminen reactiviert werden — mit verheerenden Folgen für die Beteiligten:

    http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/aktuell/2009_09_04_Chinas_Arbeiter.php

    Überhaupt sollte man extrem aufpassen, daß so eine Sparlampe nicht zu Bruch geht. Im Gegensatz zum (verbotenen) Fieberthermometer, wo das Quecksilber perlt, diffundiert das in der Sparlampe enthaltene Quecksilber in die Umgebungsluft und kann also aufgenommen werden. Aber nirgends gibt es Verhaltensmaßregeln, was denn nun zu tun sei, wenn eine Sparlampe zerbricht.

    Für diejenigen, die diese ganze Angelegenheit trotzdem mit Humor nehmen oder einfach ihren Frust ablassen wollen:

    http://www.kerngesund.eu/index.php/cat/c180_Gluehbirnenverbot.html

  4. Micha
    09.09.2009

    @Friedrich:
    Da Du ja im Netz viel zum Thema geforscht zu haben scheinst, wirst Du sicher auch wissen, dass vieles, was da nun an Kritik abgelassen wird, jeder Grundlage entbehrt. Da wird vor dem hochgefährlichen Quecksilber in Energiesparlampen gewarnt, als könnte man davon sofort tot umfallen. So ein Blödsinn! Zum einen sind die Mengen, die in den Lampen vorhanden sind sehr gering und zudem meist mit Amalgam gebunden, sodass das eigentlich flüssige Metall gar nicht verdampfen kann. Zum anderen besteht ja auch nur dann eine theoretische Gefahr, wenn die Lampe zerbricht. Der bloße Gebrauch dieser Lampen ist garantiert ungefährlich. Wem das alles immer noch zu unsicher ist, dem sei gesagt: Die Hersteller arbeiten bereits an vollkommen quecksilberfreien Birnen. Nur da treten dann wieder die Hobbymediziner auf den Plan und reden von schädlichem Licht usw. usw.

  5. Friederich
    09.09.2009

    Mit dem Licht habe ich ehrlich gesagt kein Problem. Im Gegenteil. Ich habe dieses Jahr sogar eine Menge Geld ausgegeben und bei mir alles auf Vollspektrumlicht umgerüstet. Das ist sogar noch härteres Licht als das einer normalen Sparlampe. Aber Quecksilber ist heimtückisch, es wird praktisch vom Organismus kaum abgebaut. Die Sache ähnelt einer Bleivergiftung, damit hatte ich von berufs wegen zu tun.
    Warum kann man es nicht einfach dem Verbraucher überlassen, was er kaufen will? Diese sozialistische Bevormundung ist fast genauso schlimm wie eine Quecksilbervergiftung.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>