Der neue Obama

Spätestens nach seinem Besuch in Berlin wurde dem US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama Populismus vorgeworfen. Er sei der absolute Showman, der keine politischen Inhalte zu bieten hat, sagten seine Kritiker. Ganz gleich ob es nun so geplant war oder nicht, beim jüngsten Parteitag der Demokraten in Denver, während dessen er die Präsidentschaftskandidatur offiziell annahm, wurde derselbe Barack Obama erstaunlich konrket und kampflustig. Er verblüffte mit wenig Pathos und dafür mit umso mehr Konkretem. Mit ihm als Präsident sollen die USA innerhalb von zehn Jahren unabhängig vom Öl aus dem Nahen Osten werden, er will 150 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien stecken und mit ihm soll es endlich eine bezahlbare Krankenversicherung geben. Als im Grunde unbeteiligtem Zuhörer fragt man sich, was daran falsch ist! Er führt ebenso konkret an, wie er all diese Projekte finanzieren will und er macht klar, dass ein echter Politikwechsel eben nur auch mit einem Wechsel der führenden Partei möglich ist. Da hat er nicht ganz unrecht! Ein John McCain will viele Linien seines Parteifreundes George W. Bush weiterführen. So zum Beispiel eine weitere Steuersenkung für Wohlhabende, was ein weiteres Auseinanderklaffen zwischen arm und reich begünstigen würde.

Selbst kritischen Politbeobachtern konnte Obama glaubhaft vermitteln: Er will einen echten Wechsel, er will eine neue Politik. Das kann den europäischen Interessen in vielen Bereichen nur guttun; in anderen Bereichen würden wir von einem Präsidenten Obama sicher auch deutlich mehr gefordert. Insofern ist die US-Wahl am 4. November für uns nicht ganz so unwichtig, wie es oftmals versucht wird darzustellen. Ich jedenfalls drücke nach wie vor Obama die Daumen, allein schon weil er in vielen Bereichen eine “gemäßigtere” Sicht der Dinge hat als sein Kontrahent und erst recht als sein eventueller Vorgänger.

Happy Birthday, Michael!

Michael Jackson wird heute 50 Jahre alt. Eigentlich habe ich hier schon alles über den King of Pop gesagt, was es über ihn zu sagen gibt. Zu seinem Geburtstag habe ich mal einen anderen Song als “Thriller” oder “Bad” rausgekramt. :mrgreen: Er hat so viele geniale Songs fabriziert… :roll: Einer hat es mir immer ganz besonders angetan, auch wenn er etwas pathetisch daherkommt. Aber vielleicht ist er gerade deshalb so emotional. Und natürlich hat er auch eine sehr eindringliche Botschaft – ebenso wie das zugehörige Video.

Happy birthday, Michael! :wink:

Ladehemmungen bei Musicload

Eigentlich bin ich nach wie vor kein echter Freund von Downloadmusik. Für mich gehört ein Cover und das Einlegen des Tonträgers irgendwie mit dazu. Vor allem bei Künstlern, deren “Gesamtwerk” ich klasse finde ist es irgendwie ein Muss die CD in Händen zu halten. Trotzdem und vor allem bei “One hit wonders” kommt es aber vor, dass ich mir doch die Downloadversion beschaffe. Hierbei bevorzuge ich Musicload oder AOLmusic, einfach weil man im Gegensatz zum Apple-Shop “iTunes” keine zusätzliche Software benötigt. Ich will nicht viele verschiedene Musikanwendungen auf dem Rechner, nur damit ich allen Shops einkaufen kann!

Soweit, so gut… Nur leider konnte ich nun plötzlich nicht mehr bei Musicload einkaufen. Der Onlineshop sagte mir gleich nach der Auswahl der gewünschten Zahlungsmöglichkeit, dass mein System die notwendigen Voraussetzungen nicht erfüllen würde. Dass diese Behauptung vollkommen falsch ist, wusste ich ganz sicher, denn ich halte meinen Rechner stets in Schuss – allein schon um Sicherheitlücken zu schließen. Trotzdem verweigerte mir Musicload hartnäckig den ordnungsgemäßen Einkauf. Also kontaktiere ich den Support, der mir in einer ausschweifenden Mail erklärte, dass mein System falsch konfiguriert und zudem viel zu stark abgesichert sei. Deshalb solle ich die ein oder andere Schutzsoftware deinstallieren. Zum einen sitze ich hinter einer Hardwarefirewall, die auch ganz sicher richtig konfiguriert ist (denn ich konnte ja schon mal bei Musicload einkaufen!), zum anderen frage ich mich, wozu man eventuelle Schutzsoftware ausschalten oder deinstallieren sollte, nur um bei Musicload einkaufen zu können. Letztlich brachte mir diese Hilfestellung gar nichts und aus lauter Verzweiflung überspielte ich die bestehende Version des Media Player 11 mit einer Neuinstallation. Und siehe da: Seither kann ich wieder bei Musicload einkaufen! Warum auch immer?! :roll:

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Probleme und ist froh über diesen Tipp?! :wink: Übrigens: Ich habe dem Support die “richtige” Lösung natürlich mitgeteilt, woraufhin eine ganz offensichtlich mit vorgefertigten Textbausteinen zusammengeschusterte Mail einging, in der man sich nicht nur dreimal bei mir bedankte, sondern auch versicherte, dass die Kundenmeinung bei Musicload überhaupt das Wichtigste sei… usw. Fröhliches Laden auch! :lol:

Dicke Hose

Eben vorhin wurde im Radio berichtet, dass schon etliche Schwimmbäder dazu übergegangen sind, lange Badehosen bei Männern zu verbieten. Viele andere dächten auch schon daran, es ihnen gleichzutun. Der Grund ist nicht etwa mangelnde Hygiene oder dergleichen, sondern schlicht und ergreifend der finanzielle Aspekt. Ja! Es geht ums Geld! Was haben nun lange Badehosen mit den Finanzen eines Schwimmbads zu tun. Ganz einfach: Die großen Stoffflächen saugen sich übermäßig mit Wasser voll. Ein Test des berichtenden Radiosenders ergab, dass pro Ausstieg aus dem Becken rund ein ganzer Liter Wasser mit nach draußen geschleppt wird. Wenn man das also hochrechnet, werden pro Jahr viele tausend Liter Wasser durch lange Badehosen aus dem Becken “geschüttet”.

Die clevere Moderatorin des Radiosenders schlug daher ihrem Co-Moderator vor, dass Männer in Zukunft einfach nur noch Stringtangas tragen sollten, um die aufsaugende Stofffläche möglichst klein zu halten. Großartig! Im Umkehrschluss hieße das: Die Damen müssten im Gegenzug auf jedwede Oberteile oder gar Badeanzüge verzichten?! :roll: Dann doch lieber gleich FKK auf der ganzen Linie! :lol:

Die Macht der Bilder

Dass Fotos in unserer heutigen Mediengesellschaft eine bedeutend große Rolle spielen, dürfte jedem klar sein. Fernsehen, Internet, Illustrierte, Zeitungen… überall sind Fotos abgebildet, die uns eine bestimmte Situation und deren Stimmung vermitteln soll. Dass man aber nicht alles für bare Münze nehmen sollte, was einem so unter die Nase gerieben wird, hat sich noch nicht durchweg rumgesprochen. Besitzer des Photoshops oder ähnlicher Software wissen aber schon lange, was (genügend Know How vorausgesetzt) möglich ist. Auch wenn ich mich selbst zu dieser Gruppe zähle, war ich doch über die folgenden beiden Seiten erstaunt. Ich glaube schon lange nichts mehr von dem, was man zu sehen bekommt…

Kleiner Hinweis zum zweiten Link: Um den “Vorher-Nachher-Effekt” zu erhalten, einfach auf “Portfolio” klicken, einzelnes Foto auswählen und dort mit der Maus auf das daruffolgende, große Bild zeigen. :wink:

Mister Bär lebt den Tag

Der Song “Leb den Tag” von Laith Al-Deen war recht erfolgreich und ist deshalb so manchem noch immer im Ohr. Der Videoclip zu dieser Singleauskopplung zeigt einen Tag des Sängers, den er vermeintlich mit einer Kamera auf der Schulter mitgeschnitten hat. Tolle Idee, tolles Video! :mrgreen: Hier kann man es sich gerne nochmal anschauen.

Über das Forum des offiziellen Fanclubs habe ich nun die folgende Parodie “Mister Bär”-Version dieses Videos gefunden und musste herzhaft lachen. Der Clip ist wirklich klasse gemacht und ich muss ihn immer wieder ansehen. So herzig! :lol: In diesem Sinne: Viel Spaß damit…

Hoffnung

Achtung! Jetzt kommt ein “Insider”. :mrgreen:

Die größten Menschen sind diejenigen, die anderen Hoffnung geben können.
Sean Saures

Danke Spatzel! :wink:

Lottowahn

© Andreas Morlok (Pixelio)

Dass man beim Lottospielen nicht gerade großen Chancen hat, das sollte sich eigentlich inzwischen rumgesprochen haben. Zumindest sollte man das meinen! Aber immer noch rennen tausende jede Woche zum Kiosk und geben ihr Scheinchen ab. Immer wieder springen dabei Millionengewinne raus, aber das ändert nun mal nichts daran, dass die Gewinnchance bei etwa 1 : 114.000.000 (eins zu einhundertundvierzehn Millionen!!!) liegt. Nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung ist es also so gut wie unmöglich einen Sechser zu haben. Das ist auch der Grund dafür, dass ich (meine ich) noch nie Lotto gespielt habe. Lediglich als ich mal im Rahmen einer Bonusaktion ein paar WebCents bei Web.de gewonnen hatte, habe ich diese ins Tippen investiert… natürlich ohne jedweden Erfolg! :neutral:

Umso erstaunlicher, dass jemand, der dann wirklich dieses schier unmögliche Glück hat voll abzuräumen, sich einfach nicht meldet! Wie im Radio berichtet wurde, hat der oder die Glückliche noch Zeit bis Mitte Oktober seine Milliönchen abzuholen. Ansonsten kann man nur sagen: Pech… oder doof! :twisted:

The King Of Pop

Seien wir ehrlich: Wer hat noch nicht über Michael Jackson gelästert? :mrgreen: Klar, der Mann bietet hier und da auch so manche Angriffsfläche. Seine angebliche (sexuelle) Vorliebe für Kinder, seine Sprechstimme, sein Äußeres, das durch unzählige Schönheitsoperationen mehr verunstaltet als verbessert wurde und schließlich die jahrelange, künstlerische Flaute, die bei ihm zu herrschen scheint. Dabei geht etwas total unter, was selbst die härtesten Kritiker nicht wegdiskutieren können: Er ist und bleibt einer der erfolgreichsten Musiker aller Zeiten. Wer in seinem Leben rund 400 Millionen Tonträger verkauft hat, der kann nicht so lächerlich sein, wie er oft dargestellt wird.

Ich sehe Michael Jackson eher als Phänomen, als Genie, das (wie es leider so oft der Fall ist) an dieser Gabe mehr und mehr zerbricht. Trotzdem ist er für mich ein ganz großer Musiker. Da ist es zweitrangig, ob ich seine Musik uneingeschränkt mag oder ob er momentan nichts Neues mehr abliefert. Er hat tolle Songs geschrieben, die auch meine Jugend und die Zeit danach begleitet und vielleicht sogar ein Stück weit geprägt haben. Bei allem Hohn und Spott sollte das zumindest hin und wieder bedacht werden.

Unser Haus- und Hofradiosender SWR3 würdigt diesen Verdienst, indem eine Abstimmung stattfindet, die den größten Michael Jackson-Song ermitteln soll. Hier kann jeder mitmachen und ich muss zugeben: Ich konnte mich noch immer nicht entscheiden! :idea: Welcher ist für Euch der größte Jackson-Song und warum? Das würde mich mal interessieren! :mrgreen:

Im Reich der Sinne

Inzwischen wohnen wir schon wieder drei Monate, also immerhin ein Vierteljahr, in der neuen Wohnung. Langsam aber sicher kennen wir die Umgebung ganz gut. Man beobachtet und nimmt wahr. Manchmal ganz bewußt und neugierig, meist aber rein zufällig… aber nicht minder neugierig. :twisted: Irgendwie lässt uns das Gefühl nicht los, dass wir in einer Gegend wohnen, die besondere Reize zu wecken scheint. Die Menschen um uns herum fröhnen nahezu ausnahmslos Leidenschaften, die viel mit Sinnlichkeit und Körperlichkeit zu tun haben. In gewisser Weise scheint das hier eine Art Reich der Sinne zu sein. :mrgreen:

Da wäre der liebe Herr Nachbar, der zu allen möglichen Tageszeiten seinen Rasen mäht, vertikutiert, düngt, sprengt, pflegt, ausdünnt, walzt… All das natürlich immer dann mit freiem Oberkörper, sobald das Thermometer an den 22 Grad kratzt. Offenbar scheint ihm beides in Kombination eine ungeahnte Lustbefriedigung zu verschaffen.

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