Das Chaos mit den Rauchverboten

© Günter Havlena (Pixelio)

Die heutige Meldung sorgt zunächst ganz sicher für Verwirrung. Vor kurzem fällte ein und dasselbe Verfassungsgericht ein Urteil, das die Rauchverbotsgesetze in Baden-Württemberg und Berlin für ungültig befand. Heute nun erfährt man, dass das Rauchverbot in Bayern verfassungskonform und somit vollständig rechtskräftig ist. Der stille Beobachter mag sich fragen: “Ja, was denn nun?” Doch diese zum Himmel schreiende Diskrepanz ist auf den zweiten Blick sehr schlüssig. Man muss nur genau hinschauen…

Im ersten Fall, nämlich in Baden-Württemberg und Berlin, bemängelte das Gericht die Ungleichbehandlung der Menschen – ganz gleich ob Raucher oder Nichtraucher. Separate Räumlichkeiten für Raucher und Nichtraucher sind demnach ebenso diskriminierend wie fadenscheinige Ausnahmen, die kein Mensch mehr wirklich durchschaut. In Bayern hingegen wird das Verbot deshalb gutiert, weil es schlüssig, konsequent und ohne Ausnahme ist. Anders ausgedrückt: Die Verfassungsrichter watschen damit die Politiker ab und bemängeln indirekt handwerklich schlecht gemachte Gesetze. “Endlich!”, liegt einem da auf der Zunge, denn dieses ewige Hin und Her in

der Frage des Nichtraucherschutzes ist unerträglich! Das Gericht folgt klar einer konsequenten und einfach handhabbaren Lösung. Ob diese nun vorsieht, dass strikt nicht mehr geraucht werden darf oder ob das Vorhaben ganz grundsätzlich gekippt wird, das ist nun wieder Sache der Legislative.

Wir dürfen gespannt sein, wie nun die Politik auf diese klare Vorgaben reagiert und ob man sich die komplette Blöße eines vollständigen Zurückziehens aller Bemühungen geben will.

Olympia-Looser

Natürlich kommt man die Tage nicht an den olympischen Wettkämpfen in Peking vorbei. Es ist jetzt nicht so, dass wir deshalb ständig vor der Glotze hocken, aber an so einem Regentag wie heute, schaut man dann doch mal die ein oder andere Sportsendung an. Schon gestern und die Tage davor fällt eines auf: Die Deutschen stehen fast überall ganz übel da! Stand heute gibt der Medaillienspiegel nur je ein Exemplar von Gold, Silber und Bronze wider. Damit landen wir im internationalen Vergleich gerade mal auf Platz zwölf. Ich will ja nicht unken, aber war das nicht mal anders? Ein Fabian Hambüchen, der sonst nie irgendwelche Schwächen zeigt, rutscht ausgerechnet bei seiner Paradedisziplin, dem Reck, ab und trägt so mit dazu bei, dass wieder ein Medaillientraum ausbleibt. Der Deutschland-Achter im Rudern säuft (symbolisch gesprochen) ab und somit an einem Platz auf dem Treppchen vorbei. Vor allem aber die deutschen Schwimmer enttäuschen bis auf sehr wenige Ausnahmen durchweg und schwimmen um Sekunden der Weltspitze hinterher. Das sind nicht nur knappe Niederlagen, sondern Welten! Echte Experten wie Franziska von Almsick finden dafür spontan nicht einmal den Hauch einer Erklärung.

Tja, was will man da sagen? Als Zuschauer sitzt man da und schaut zu, wie vor allem die Gastgeber aus China abräumen. Zum Glück haben wir noch Leute wie den Slalom-Kanute Alexander Grimm, der heute “unser” erstes Gold holte. Und natürlich dürfen wir auf “unsere” Reiter hoffen, die ebenfalls an breiter Front auf Medaillenkurs sind.

Irgendwie sind wir dann doch im Olympiafieber… :roll: Fällt das auf? :lol: Morgen wird das Wetter aber wieder richtig fein und damit steigt unsere Unternehmungslust. Hannah darf dann wohl endlich mal wieder “Tiere guckn an”. Dazu aber sicher später mehr… :wink: