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Für “echte” Narren ist der 11.11. um 11:11 Uhr etwas ganz Besonderes. Zu diesem Zeitpunkt wird die fünfte Jahreszeit eingeläutet. Hier bei uns im schwäbisch-allemanischen Narrenrevier sagt man “es goht wieder dagega”.
Ich begegne diesem Zeitpunkt mit gemischten Gefühlen. Früher war mir die “Fasnet” (schwäbisch für: Fastnacht) heilig. Es war wie Weihnachten oder Geburtstag und man fieberte das ganze Jahr über darauf zu. Der 11.11. läutete die Zeit bis zur “Hauptfasnet” im Frühjahr ein. In Rottenburg ist heute Abend mit Sicherheit einiges los. Über die nächsten Wochen hinweg steigern sich die “närrischen Aktivitäten” mehr und mehr.
Am Dreikönigstag zum Beispiel ist “Häsabstauben” angesagt. Da geistern die Hexen durch die Stadt und stauben in jeder Kneipe ab. Sie haben Staubwedel dabei und wuscheln damit den Gästen im Gesicht herum… und treiben noch so manchen Schabernak. Natürlich “stauben” sie auch anders ab.
Diese Bräuche und Sitten sind es, die mich mit Wehmut zurückdenken lassen. Seit ich aber aus Rottenburg weggezogen bin, ist das alles etwas anders. Egal wo ich war, nirgends war es so schön wie in meiner Heimat. Angesichts dessen ist mir das heutige Datum mehr oder weniger egal. Schon komisch wie sich die Zeiten ändern…






Hab gestern auch schon ein paar witzige Gesalten gesehen. Aber Bräuche sollte m an pflegen und zwar in der richtigen Form.