Der deutsche Paul Potts?
Michael Hirte war Berufskraftfahrer. Er verunglückte mit seinem LKW schwer. So schwer, dass er auf einem Auge blind ist, ein vollkommen lädiertes Bein hat und über zwei Monate im Koma lag. Eine tragische Lebensgeschichte, auch, weil er heute von Hartz IV leben muss und einen Antrag auf Frühverrentung laufen hat. Eigentlich, so neigt man zu sagen, ist für diesen Mann das Leben weitgehend gelaufen. Ein Sozialfall auf Lebenszeit.
Umso beeindruckender, dass er sich nicht mit diesem Schicksal abfindet und die Flucht nach vorne wählt. Vollständig autodidakt brachte er sich das Mundharmonikaspielen bei. Damit ist kein Lagerfeuergedudel bei rübergekommen, sondern wirklich virtuose Musik. Diese gab er bei der neuen RTL-Talentshow “Das Supertalent” zum Besten. Es ist selten, dass man von Dieter Bohlen von Tränen und Bewunderung reden hört. Und so ist Michael Hirte drauf und dran nach dem Briten Paul Potts das nächste, diesmal deutsche Castingshow-Wunder zu werden.
Ein Quantum Trost
Heute Morgen hörte ich im Radio, wie die halbe Belegschaft von SWR3 (unabhängig voneinander!) im Kino während des aktuellen Bondfilms “Ein Quantum Trost” eingeschlafen ist. Wer nun glaubt, der Film sei so langweilig, dass man gar nicht anders kann als einzuschlafen, der irrt. Der Film ist wohl sehr schnell, kurzatmig, actionreich und laut. Warum ist er trotzdem so einschläfernd? Ein Psychologe meint: Reizüberflutung macht müde!
Wieder so ein Schlag ins Kontor für meine geschundene Bondfan-Seele. Nachdem ich schon unzählige, in meinen Augen sehr schlechte Kritiken über den aktuellen Streifen gelesen hatte, nun so ein Dämpfer! Die Kritiken an sich klangen zwar ganz gut, aber unter dem Label “James Bond” waren sie niederschmetternd. Action pur, keinerlei alte, liebgewonnene Wiederholungen á la “Mein Name ist Bond, James Bond” und natürlich immer noch Daniel Craig als Hauptdarsteller. Nach wie vor wirkt er auf mich wie ein irischer Raufbold, den man eher besoffen prügelnd hinter einem Festzelt vermutet, als wie ein britischer Gentleman im Smoking vor einem exklusiven Casino. Er ist sicherlich ein sehr guter Schauspieler, aber er ist eben nie James Bond.
Der Erfolg von “Casino Royale” und sicherlich auch von diesem Bond ist ganz sicher kein Indiz dafür, ob es sich bei beiden Filmen um “gute” 007-Streifen handelt. Es ist vielmehr ein Beweis dafür, dass kommerzielle Ziele erfolgreich erreicht wurden. Die breite Masse mag gut gemachte Action und das können beide Filme sicherlich bieten. Aber Action allein war und ist eben nicht das einzige Stilmittel, das James Bond zu James Bond macht. Mag sein, dass die alte Rezeptur von Bondfilmen nicht mehr gefragt ist, aber das ändert nichts daran, dass der einstige Geist der Serie tot zu sein scheint.
Promigeflüster
- Boris Becker trennt sich nach relativ kurzer Zeit wieder von seiner Freundin. Dass der überhaupt wieder liiert war ging gänzlich an mir vorrüber. Nun denn…
- Jennifer Aniston schießt gegen Angelnia Jolie, vermutlich weil die ihr den schönen Brad Pitt ausgespannt hat. Näheres habe ich offengesagt nicht gelesen, weil ich über die Überschrift nicht hinausgekommen bin.
- Sarah Connor und Marc Terenzi haben sich seit ihrer Trennung nun zum ersten mal wieder getroffen. Aha… :???:
- Nicole Kidman ist während Dreharbeiten zu ihrem neuen Film auf dem Rücken eines reitenden Pferdes ohnmächtig geworden. Am Pferd mags wohl nicht gelegen haben. Vielleicht sollte die Gute einfach mal wieder was essen?!
Mal ehrlich: Fragt man sich da nicht, wen das alles interessiert und wer so niederträchtig ist und derart im Privatleben anderer Leute wühlt? :???: Ich kann da nur den Kopf schütteln und muss schon beim Lesen der Überschriften ganz schnell woanders hinklicken… sonst krieg ich Paranoia!






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