Festplattenabsturz
Ich liebe meine Tochter. Ja, ich liebe dieses Kind wirklich über alles. Und trotzdem wäre ich heute beinahe zum Kindermörder geworden. Hannah weiß genau, dass das Büro Papas (und gelegentlich auch Mamas) “Spielzimmer” ist, in dem es zweifellos hochinteressante, aber vor allem auch kinderuntaugliche Dinge gibt. Trotzdem will sie (natürlich) immer wieder am “Puter dippen” (Computer tippen) oder “Weine gucken” (Schweine, sprich: Piggeldy und Frederick auf YouTube anschauen). Als liebender Vater geht man da hin und wieder Kompromisse ein und weicht von der eigentlich ach so harten Linie geringfügig ab. Dass das nicht immer richtig ist, wurde mir heute schmerzlich bewußt. Gerade hatten wir uns nach ein bisschen “Dippen” dazu entschlossen, das “Niemandsland” (also das Büro) wieder zu verlassen, als es Hannah einfiel urplötzlich rumzublödeln und im Sitzen mit den Beinchen umherzuwirbeln. Schön, wenn das Kind so beweglich ist. Nur leider sollte dann nichts im Weg stehen, was viel Geld gekostet hat. Und so schleuderte Hannah, zwar wirklich ungewollt und versehentlich, aber nicht minder sanft, mit einem gezielten Fußkick meine 1 Terabyte große, externe USB-Festplatte für stolze 150,- Euro in die Ecke. Das laute Krachen ließ nichts Gutes erahnen. Das Gehäuse ist auf einer Seite regelrecht aufgesprungen (siehe Foto) und außer einem leisen, beinahe schon wimmernden Klacken, gibt das gute Stück nichts mehr von sich… auch keinerlei Daten. Zum Glück war die Festplatte NOCH nicht voll in Betrieb, sondern sollte erst in den kommenden Tagen als Backupmedium dienen. Und so bin ich schwuppdich 150,- Euro ärmer…
Ich liebe mein Kind… trotzdem!






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