Modeln mal anders
Ich weiß nicht wie, aber über irgendeine Internetseite bin ich auf der Seite www.insektenmodelle.de gelandet und habe dort wirklich Interessantes gelesen. Klar, ich habe auch schon Insektenmodelle im Naturkundemuseum gesehen, aber noch nie habe ich mir die Frage gestellt, wer und vor allem wie sowas hergestellt wird.
Frau Stoess aus Hamburg ist eine von denen, die solche Modelle herstellt und zwar mit so viel Aufwand und Liebe zum Detail, dass mich das regelrecht gefesselt hat. Da wo andere “Iiiih” oder “Bäh” rufen, schaut sie genauer hin und bildet die lieben Tierchen um ein Vielfaches vergrößert bis ins letzte Detail ab. Jede Borste, jede Panzerplatte, jedes Füßchen und jeder Fühler wird da eins zu eins… nur eben viel größer abgebildet. Unbedingt sehenswert!
Packstation
Die Deutsche Post AG bewirbt ja schon seit Monaten fleissig ihr (relativ) neues Produkt: Die Packstation. Mit ihr soll die Lücke zwischen Post und Kunde vollends geschlossen werden. Einerseits, wenn man tagsüber nicht zu Hause sein und somit auch keine Postlieferungen entgegennehmen kann. Andererseits, um auch dann Pakete abzugeben, wenn jede normale Postfiliale längst geschlossen hat.
All das klang für mich als “größerer” Postkunde sehr verlockend. Sowohl privat, als auch geschäftlich setze ich nahezu ausschließlich auf die Deutsche Post. Die Erfahrung hat mich dieses Vertrauen gelehrt. Trotzdem war ich skeptisch, wollte das Ganze aber doch mal testen – zumal das Ganze vollkommen kostenlos ist. Als ich dann gestern wieder einmal etwas zu bestellen hatte, gab ich als Zieladresse ausdrücklich die nächstgelegene Packstation an. Und die ersten Eindrücke waren sehr gut: Der Absender schickte mir die Paketnummer zur Sendungsverfolgung zu, worüber ich einsehen konnte, dass die Lieferung schon heute in der Packstation eintreffen würde. Prompt kam die Zustellinfo per SMS aufs Handy und eine entsprechende Mail:
Guten Tag Herr Michael Vollmer,
leider konnte Ihre Sendung NICHT in die gewünschte PACKSTATION eingestellt werden.Die Sendung liegt für Sie in der FILIALE Eberhardstr. 4
in Reutlingen am nächsten Werktag zur Abholung bereit.Bitte denken Sie daran, Ihre Goldcard und einen amtlichen Ausweis mitzunehmen.
Ihre Sendung liegt 7 Werktage für Sie zur Abholung bereit.Mit freundlichen Grüßen
Ihr PACKSTATION Team
Was? Wie? … NICHT an die gewünschte Packstation? Nach REUTLINGEN? Mitten in die Innenstadt? Hauptpostfiliale?
Warum?
Die Webseite der Post (bessergesagt von DHL) brachte folgende Antworten auf dieses Problem:
Dies kann drei Gründe haben. Zum einen werden Sendungen in Postfilialen umgeleitet, wenn Sie für PACKSTATION ungeeignet sind, also zum Beispiel zu groß oder sperrig sind.
Zum anderen werden Sendungen in Postfilialen umgeleitet, wenn die ausgewählte PACKSTATION vollständig belegt ist.
Außerdem werden alle Sendungen, die einen Betrag von 1.500 Euro übersteigen und per Nachnahme laufen, in eine Postfiliale umgeleitet.
In jedem Fall werden Sie per eMail und/oder SMS benachrichtigt, wo Sie Ihre Sendung abholen können.
Schön und gut, aber die nächst gelegene Postfiliale wäre in Pfullingen, wo auch die eigentliche Packstation steht. Ein Anruf bei der Hotline sollte hier Klarheit bringen. Vor allem wollte ich die Post dazu bewegen, mir das Paket dann doch bitteschön heim zu liefern. Doch beides fiel wenig befriedigend aus: Die äußerst freundliche Dame (die ganz offensichtlich schon auf genervte Anrufer eingestellt war) erklärte mir, dass sowas gar nicht passieren dürfe. Sie könne mich verstehen. Sowas dürfe auch nicht mehr vorkommen! Aber? Aber sie könne da jetzt gar nichts machen. Ich könne das Paket ja morgen in Reutlingen abholen. Hallo? Morgen? Da ist Papa zu Hause und nicht in Reutlingen! Eine Umleitung sei jetzt nicht mehr möglich. Es könne aber auch noch sein, überlegte sie dann laut, dass das Paket gar nicht in Reutlingen liege, sondern doch in Pfullingen und die Einlieferungsinfo dann halt falsch sei. Ja klar, ich reise nun munter durch die Welt, um mein Paket zu finden, das überpünktlich versandt wurde und eigentlich längst bei mir wäre! :mad:
Wenn man so durch’s Netz surft, merkt man recht schnell, dass man nicht allein ist. Ob das ein Trost ist?
Ich werde jedenfalls in Zukunft wieder auf das setzen, was aus der Erfahrung heraus verlässlich ist: Auf unseren Postboten!
Tiefgekühlte Insekten
Gerade eben vorhin kam im Radio noch einmal der Bericht über Insekten und den frostigen Winter. Den hatte ich vor ein paar Wochen schon mal gehört und mit Schrecken zur Kenntnis genommen, dass entgegen der landläufigen Meinung, die eisigen Temperaturen, die vor allem nachts herrschen, dem lieben Ungeziefer nahezu rein gar nichts anhaben kann. Zumindest jenen Spezies nicht, die man als wahre Plagegeister bezeichnen kann. Die meisten davon (unter anderem auch die lieben Stechmücken) produzieren so eine Art Frostschutzmittel und überleben somit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ohne größere Probleme. Und ich hoffte dachte, die würden da alle elend verrecken zumindest ein wenig dezimiert! :eek: Von wegen! Nur die “Guten” leiden meist darunter. Wenn ich’s recht verstanden habe zum Beispiel auch Marienkäfer.
Naja, einen Vorteil haben wir hier auf der Alb: Es gibt recht wenig stehende Gewässer, es sei denn der bisherige Nachbar hat eine Regentonne im Garten!
Aber selbst dagegen kann man ja im Notfall was machen.
Ungerechtigkeit?!
Ist es nicht ungerecht, dass
- Hannah schon wieder einen Schnupfen hat (nach einer erst im November überstandenen Grippe und eines erst vor einer Woche ausgeheilten Magen-Darm-Virus)
- man hierzulande für ein verschrottetes Auto 2.500 EUR bekommt, für ein Kind aber nur 100 EUR (wo is´n überhaupt das versprochene Geld für unser Kind? Muss ich das auch erst verschrotten lassen?)
- andere immer zufriedener sind als man selber (zumindest glaubt man das)
- hier schon wieder Nebelsuppe ist, und anderswo die Sonne scheint
- ich unglaubliche Augenringe und graue Haarsträhnen habe und damit glatt 5 Jahre älter aussehe
- ein Teil der Wohnung immer verwüstet ist, obwohl ich gerade aufgeräumt habe :razz:
- der Wäscheberg nicht kleiner wird
- manches eben doch nicht durch die Zeit geheilt wird :sad:
Der seltsame Fall des Benjamin Button
Die Geschichte hört sich phantastisch und verrückt an: Ein Junge wird alt geboren und wird im Laufe seines Lebens immer jünger. Dass das natürlich Probleme und Verstrickungen mit sich bringt, ist sonnenklar. Welche, darauf bin ich gespannt, denn es ist die Geschichte des jetzt anlaufenden Films “Der seltsame Fall des Benjamin Button”. Der Streifen ist allein schon deshalb interessant, weil Kate Blanchet und Brad Pitt in den Hauptrollen zu sehen sind. Und auch die ersten Vorabkritiken überschlagen sich vor Lob. Allein schon der Trailer erzeugt eine wahnsinnige Stimmung! Ich bin gespannt…
Gewöhnungsbedürftig
- Komischerweise gewöhne ich mich seit ein paar Jahren ganz schnell daran, nach Silvester die neue Jahreszahl im Datum zu schreiben. Früher war das ganz anders…
- Dass ich seit gestern Abend ständig einen komischen Druck auf den Ohren hab und mir eins davon immer zufällt, ist definitiv gewöhnungsbedürftig.
- Ich werde mich wohl nie dran gewöhnen, wenn es Hannah mal nicht so gut geht. Und sei es nur ein einfacher Schnupfen oder (wie zuletzt) eine Magen-Darm-Grippe.
- Es ist eine wirklich dumme Angewohnheit, dass ich jeden Abend sag: “Morgen geh ich mal früher zur Arbeit!” Schaffen tu ich’s (fast) nie!
- Ich schaff es einfach nicht, mich dran zu gewöhnen, dass ich hier sitz, während Hannah zu Hause plappert, lernt, singt, und vom Papi enttäuscht ist, weil er schon wieder weg ist.
Heimliches Gesangstalent
Hannah ist ein ganz großes Gesangstalent. Doch das offenbart sie leider nur in unbeobachteten Momenten. So auch beim Autofahren. Zum Glück gibt es heutzutage Handys, die eine Aufnahmefunktion haben.
Leider ist aufgrund der Lokalität ein gewisses Rauschen zu hören. Aber ich denke, man erkennt trotzdem, welchen Titel Hannah hier zum Besten gibt.
Viel Spaß! ;-)
[stream provider=sound flv=x:/www.vollmer-blog.de/wp-content/uploads/vogelgeflogen.mp3 embed=false share=false width=450 height=20 dock=true controlbar=bottom bandwidth=high autostart=false /]
Begehbarer Schrank
Nicht nur die Damen haben so ihre Träume…
Hannah entdeckt Pippi
Wenn Du diese Zeilen liest und rein zufällig Hannahs Mama bist, dann lies bitte NICHT weiter!
Das könnte psychische Folgen haben, die niemand von uns verantworten kann!
Wer Kinder hat versucht, Kinder großzuziehen, der kennt das: Wehe das Kindchen hat etwas entdeckt, was ihm gefällt, dann wird das bis zum Erbrechen wiederholt, immer wieder gespielt, immer nochmal gemacht, gesungen, getan… Das geht so lange, bis man wirklich aggressiv wird, wenn man ein bestimmtes Spielzeug sieht oder ein gewisses Lied hört.
Hannah hat inzwischen (zu unserer Freude) Pippi Langstrumpf entdeckt. Ja, ich oute mich: Ich bin bis heute ein riesengroßer Fan von Pippi. Den berühmten Kalauer mit “der ersten Frau in meinem Leben, die Strapse trägt” lasse ich an dieser Stelle jetzt mal aus.
Nein, ich bin froh, wenn Hannah die alten Kultfiguren entdeckt und klasse findet. Generationen von Kindern hatten Freude daran und es ist umso schöner, wenn Hannah für sich diese Tradition fortsetzt. Was das anbelangt, bin ich wohl etwas altbacken und konservativ.
Und so trällert jetzt mehrmals am Tag das Pippi Langstrumpf-Lied durch die Wohnung. Natürlich kann man’s irgendwann nicht mehr hören. Aber immerhin ist es das Pippi-Lied! Und ich weiß schon heute: Irgendwann werde ich mit Ihr die Pippi-Bücher lesen oder vor der Glotze hocken und die Abenteuer in Taka Tuka-Land noch einmal durchleben. Ich freu mich drauf!
So… Die Mami von Hannah kann jetzt ab hier wieder gefahrlos weiterlesen.
Herr Zumwinkel und die Steuer
Klaus Zumwinkel, ehemaliger Chef der Deutschen Post AG, stand wegen Steuerhinterziehung vor Gericht und nahm heute sein Urteil entgegen. Es wurde vorab schon recht klar vorausgesagt: 24 Monate Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe in Höhe von einer Million Euro. Was für unsereins mehr als nur ein Vermögen ist, dürfte der gewiefte Geschäftsmann locker aus der Portokasse bezahlen. Man weiß, dass er mehrere Millionen Euro an Steuern hinterzogen und somit am Fiskus vorbeigeschleust hat. Beweisen kann man ihm nur knapp eine Million. Wer mit solchen Beträgen hantiert, der kann über eine solche Geldstrafe nur müde lächeln. Und vor der Bewährungsstrafe braucht er sich auch nicht zu fürchten, denn beim nächsten Mal lässt er sich ganz sicher nicht mehr erwischen.
Ich frage mich, wo bei solch einem Urteil die Gerechtigkeit bleibt. Wir zum Beispiel dürfen heuer wieder Steuern nachbezahlen und kommen wir dieser Verpflichtung nicht fristgerecht nach, steht irgendwann der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Dabei gibt das Gesetz den Richtern alles an die Hand, was sie für ein hartes Urteil bräuchten: In besonders schweren Fällen ist durchaus eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung möglich. Was ist ein “besonders schwerer Fall”, wenn nicht dieser? Natürlich sieht man da einen lächelnden Zumwinkel, der sich insgeheim vermutlich ins Fäustchen lacht. Dabei haben seine Freunde und Bekannten nicht vergessen zu erwähnen, dass er ein gebrochener Mann sei, der voller Reue dem Prozess entgegenschaue. Er habe ein furchtbar schlechtes Gewissen seinen ehemaligen Angestellten gegenüber. Das will man wohl auch hoffen dürfen! Immerhin hat er immer wieder eifrig Opfer von diesen eingefordert - während dessen er fleißig einkassiert hat. Von einer “Dummheit” oder gar “Jugendsünde” hat er im Vorfeld gesprochen. Wer aber jahrelang, taktisch klug Million um Million über eine angeblich wohltätige Stiftung am Staat vorbeischleust, der handelt nicht versehentlich oder aus einer Dummheit heraus. Nein, der verkauft jeden kleinen Steuerzahler für dumm und denkt sich: “Ätsch, Ihr kriegt mich nicht!”.
Pfui Teufel, Herr Zumwinkel! Schämen Sie sich! Denn außer moralischen Verwerfungen scheint Ihnen ja nichts anderes mehr etwas anhaben zu können! Traurig… für uns alle… traurig… für unser Rechtssystem! :???:






Letzte Kommentare