Packstation
Die Deutsche Post AG bewirbt ja schon seit Monaten fleissig ihr (relativ) neues Produkt: Die Packstation. Mit ihr soll die Lücke zwischen Post und Kunde vollends geschlossen werden. Einerseits, wenn man tagsüber nicht zu Hause sein und somit auch keine Postlieferungen entgegennehmen kann. Andererseits, um auch dann Pakete abzugeben, wenn jede normale Postfiliale längst geschlossen hat.
All das klang für mich als “größerer” Postkunde sehr verlockend. Sowohl privat, als auch geschäftlich setze ich nahezu ausschließlich auf die Deutsche Post. Die Erfahrung hat mich dieses Vertrauen gelehrt. Trotzdem war ich skeptisch, wollte das Ganze aber doch mal testen – zumal das Ganze vollkommen kostenlos ist. Als ich dann gestern wieder einmal etwas zu bestellen hatte, gab ich als Zieladresse ausdrücklich die nächstgelegene Packstation an. Und die ersten Eindrücke waren sehr gut: Der Absender schickte mir die Paketnummer zur Sendungsverfolgung zu, worüber ich einsehen konnte, dass die Lieferung schon heute in der Packstation eintreffen würde. Prompt kam die Zustellinfo per SMS aufs Handy und eine entsprechende Mail:
Guten Tag Herr Michael Vollmer,
leider konnte Ihre Sendung NICHT in die gewünschte PACKSTATION eingestellt werden.Die Sendung liegt für Sie in der FILIALE Eberhardstr. 4
in Reutlingen am nächsten Werktag zur Abholung bereit.Bitte denken Sie daran, Ihre Goldcard und einen amtlichen Ausweis mitzunehmen.
Ihre Sendung liegt 7 Werktage für Sie zur Abholung bereit.Mit freundlichen Grüßen
Ihr PACKSTATION Team
Was? Wie? … NICHT an die gewünschte Packstation? Nach REUTLINGEN? Mitten in die Innenstadt? Hauptpostfiliale?
Warum?
Die Webseite der Post (bessergesagt von DHL) brachte folgende Antworten auf dieses Problem:
Dies kann drei Gründe haben. Zum einen werden Sendungen in Postfilialen umgeleitet, wenn Sie für PACKSTATION ungeeignet sind, also zum Beispiel zu groß oder sperrig sind.
Zum anderen werden Sendungen in Postfilialen umgeleitet, wenn die ausgewählte PACKSTATION vollständig belegt ist.
Außerdem werden alle Sendungen, die einen Betrag von 1.500 Euro übersteigen und per Nachnahme laufen, in eine Postfiliale umgeleitet.
In jedem Fall werden Sie per eMail und/oder SMS benachrichtigt, wo Sie Ihre Sendung abholen können.
Schön und gut, aber die nächst gelegene Postfiliale wäre in Pfullingen, wo auch die eigentliche Packstation steht. Ein Anruf bei der Hotline sollte hier Klarheit bringen. Vor allem wollte ich die Post dazu bewegen, mir das Paket dann doch bitteschön heim zu liefern. Doch beides fiel wenig befriedigend aus: Die äußerst freundliche Dame (die ganz offensichtlich schon auf genervte Anrufer eingestellt war) erklärte mir, dass sowas gar nicht passieren dürfe. Sie könne mich verstehen. Sowas dürfe auch nicht mehr vorkommen! Aber? Aber sie könne da jetzt gar nichts machen. Ich könne das Paket ja morgen in Reutlingen abholen. Hallo? Morgen? Da ist Papa zu Hause und nicht in Reutlingen! Eine Umleitung sei jetzt nicht mehr möglich. Es könne aber auch noch sein, überlegte sie dann laut, dass das Paket gar nicht in Reutlingen liege, sondern doch in Pfullingen und die Einlieferungsinfo dann halt falsch sei. Ja klar, ich reise nun munter durch die Welt, um mein Paket zu finden, das überpünktlich versandt wurde und eigentlich längst bei mir wäre! :mad:
Wenn man so durch’s Netz surft, merkt man recht schnell, dass man nicht allein ist. Ob das ein Trost ist?
Ich werde jedenfalls in Zukunft wieder auf das setzen, was aus der Erfahrung heraus verlässlich ist: Auf unseren Postboten!
Tiefgekühlte Insekten
Gerade eben vorhin kam im Radio noch einmal der Bericht über Insekten und den frostigen Winter. Den hatte ich vor ein paar Wochen schon mal gehört und mit Schrecken zur Kenntnis genommen, dass entgegen der landläufigen Meinung, die eisigen Temperaturen, die vor allem nachts herrschen, dem lieben Ungeziefer nahezu rein gar nichts anhaben kann. Zumindest jenen Spezies nicht, die man als wahre Plagegeister bezeichnen kann. Die meisten davon (unter anderem auch die lieben Stechmücken) produzieren so eine Art Frostschutzmittel und überleben somit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ohne größere Probleme. Und ich hoffte dachte, die würden da alle elend verrecken zumindest ein wenig dezimiert! :eek: Von wegen! Nur die “Guten” leiden meist darunter. Wenn ich’s recht verstanden habe zum Beispiel auch Marienkäfer.
Naja, einen Vorteil haben wir hier auf der Alb: Es gibt recht wenig stehende Gewässer, es sei denn der bisherige Nachbar hat eine Regentonne im Garten!
Aber selbst dagegen kann man ja im Notfall was machen.
Ungerechtigkeit?!
Ist es nicht ungerecht, dass
- Hannah schon wieder einen Schnupfen hat (nach einer erst im November überstandenen Grippe und eines erst vor einer Woche ausgeheilten Magen-Darm-Virus)
- man hierzulande für ein verschrottetes Auto 2.500 EUR bekommt, für ein Kind aber nur 100 EUR (wo is´n überhaupt das versprochene Geld für unser Kind? Muss ich das auch erst verschrotten lassen?)
- andere immer zufriedener sind als man selber (zumindest glaubt man das)
- hier schon wieder Nebelsuppe ist, und anderswo die Sonne scheint
- ich unglaubliche Augenringe und graue Haarsträhnen habe und damit glatt 5 Jahre älter aussehe
- ein Teil der Wohnung immer verwüstet ist, obwohl ich gerade aufgeräumt habe :razz:
- der Wäscheberg nicht kleiner wird
- manches eben doch nicht durch die Zeit geheilt wird :sad:






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