Die Unfehlbarkeit des Papstes
Nur am Rande habe ich in den letzten Tagen die Kritik an Papst Benedikt XVI. wahrgenommen. Es mag an meiner grundsätzlichen Einstellung der katholischen Kirche gegenüber liegen, dass ich zunächst nur wenig Interesse an der aufflammenden Diskussion hatte. Inzwischen drängt sich das Thema aber geradezu auf. Also las ich aus Interesse an verschiedenen Stellen nach, wie es zu den Schlagzeilen kam. Wieder einmal fragte ich mich, wie die öffentliche Wahrnehmung funktioniert. Natürlich ist es ein handfester Skandal, dass ein ehemaliger Bischof ganz offen den Holocaust leugnet und sich dermaßen dumm und unqualifiziert über eine der schlimmsten Episoden der Geschichte äußert. Natürlich ist es noch dümmer ungeschickter und unpassender, wenn der amtierende Pontifex genau diesen Unhold wieder in den illustren Kreis der katholischen Kirche aufnimmt. Natürlich gehe ich selbstredend davon aus, dass Papst Benedikt nicht lügt und er wirklich nichts von den umstrittenen Äußerungen seines ehemaligen Bischofs wusste. Dann muss ich mich aber fragen, wo dieser alte Mann lebt. Ich weiß: Im Vatikan! Das scheint in diesem Kontext gleichbedeutend zu sein mit “auf dem Mond”. Wer ein solches Amt inne und solch weitreichende Entscheidungen zu treffen hat, der muss sich doch bitte ausreichend informieren bevor er handelt. Noch zwingender wird dies, wenn man nach wie vor auf das Dogma beharrt, unfehlbar zu sein.
Was mich aber wirklich ernsthaft zum Grübeln bringt, ist die mediale Gewalt, die wieder einmal die Geschicke leitet. Wo waren die lauten Aufschreie, als der Papst wieder einmal umstrittene Äußerungen zum Thema “Frauen in der katholischen Kirche” vom Stapel ließ? Manchmal drängt sich mir der Verdacht auf, dass die Maßstäbe ziemlich verschoben sind. Wer in Deutschland allein schon das Wort “Juden” in den Mund nimmt, wird umgehend skeptisch beäugt und aufs genaueste beobachtet. “Schwuppdich” steht dann wieder der Zentralrat der Juden im Zentrum der Aufmerksamkeit und äußert sich betroffen, bestürzt, erschüttert… Auf dem Fuße folgen Forderungen nach Konsequenzen und umfassende Entschuldigungen. Man möge mich bitte nicht falsch verstehen: Wer den Holocaust leugnet ist entweder ignorant oder dumm. Dasselbe trifft aber auch auf Leute zu, die Frauen diskriminieren. Ich finde beides unsäglich… einfach schlimm und beides hat in unserer heutigen Welt nichts mehr verloren! Offenbar sehen das nicht alle so…
Höflichkeiten am Morgen
Heute Morgen, kurz vor sieben, am Vollmerschen Frühstückstisch:
Papa: So Ihr zwei, ich muss dann mal los. Hannah, kriegt der Papi noch ein Bussi?
Hannah: Jep, okeee! *heftigesBussi*
Papa: Oh, danke! Tschüühüüß!
Hannah: Bis zum nächsten Mal! Max gut!
Papa: Ja, Du auch!
Hannah: Okee, tschüühüüsch!
Bei solch einer Konversation (möge sie für Außenstehende auch noch so unnütz und trivial erscheinen) geht mir das Herz auf. Hannah ist stets bemüht “bitte” und “danke” zu sagen. Sie begrüßt und sie verabschiedet – wenn sie es nicht gerade im Eifer vergisst oder es ihr peinlich ist, weil sie zum Beispiel jemanden (noch) nicht so richtig kennt oder sie jemanden lange nicht gesehen hat. Die Lektüre, auf die wir hier gestoßen sind, kann dazu noch nicht beigetragen haben, denn die ist erst seit gestern im Einsatz. Jedenfalls beginnt ein langer Arbeitstag mit solchen Plänkeleien viel, viel besser.
Rache
Heute habe ich hier im Büro Besuch von einem Stuttgarter Kollegen. Beim Rumblödeln Durch Zufall kamen wir dann auf Jürgen von der Lippe und dessen geniales Comedystück “Rache”. Ich hatte das schon längst in den Untiefen meines Hirns verloren, aber Dank dieser Erinnerung kam alles wieder zum Vorschein… und ich habe (wieder mal) Tränen gelacht. Herrlich! Köstlich! Bravurös!
Viel Spaß beim Hören…
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Quelle: YouTube
Liebe ist…
- … wenn sie ihren Ekel als Vegetarier überwindet, um für ihn Hackfleischgerichte zu kochen.
- … wenn sie von ihm die kleinsten Wortschnipsel aufschnappt und tags darauf all das längst erledigt ist, was er eigentlich tun wollte und nur so am Rande erwähnt hatte.
- … wenn sie “ihr” erklärt, warum Papi schon wieder den ganzen Tag nicht da ist und man ihm deswegen nicht böse sein sollte.
- … wenn sie nach einem super-spannenden und gruseligen Film Wert darauf legt, dass er mit ins Bett kommt.
- … wenn sie ihm versichert, dass seine Ängste und Nöte ganz normal sind.
Danke für alles, Spatzel! ♥
“Elendiche Sach”
So oder ähnlich würde Hannahs Kommentar zu nachfolgendem Beitrag wohl heißen, wenn sie ihn denn lesen könnte. Folgende Situation:
die Sonne scheint, wir haben angenehme 15 Grad (in der Sonne) und Mama hat einen Anflug von Freiheitswahn . Sprich, will ihr Pferd mal wieder über die Wiesen scheuchen. Was tut Mama also in so einem Fall? Richtig, Oma kontaktieren zwecks Babysitting. Oma ist willig und steht pünktlich auf der Mappe. Mama hat schon so ein bissle die Muffe, weil sie (wieder mal) ihr armesarmes Kind abschiebt. Aber das arme Kind findet`s super, packt ihre Kuscheltiere und ihre Puppe ein und marschiert fröhlich winkend mit Oma von dannen. Nachdem ich den ersten Trennungsschmerz verwunden hatte, war ich tatsächlich beim Reiten. Komm eben heim und krieg folgenden Anruf: “Du, wir sind noch ne Weile unterwegs, Hannah findet`s voll toll und stapft fröhlich durch den Schnee!”
Gut…jaa…die elendige Gluckerei sollte ich mir wirklich mal abgewöhnen :-)
Winterimpressionen
Seit geraumer Zeit gab es keine neuen Fotos mehr in unserer Galerie. Da sich (auch wenn es noch nicht wirklich so scheint) der Winter 2008/2009 seinem Ende nähert, haben wir nun ein paar Eindrücke aus dieser Zeit zusammengestellt. Leider waren die Schneefälle heuer nicht so ergiebig wie noch in den letzten Jahren, aber auch so bekommt man einen Eindruck davon, wie schön die Alb im Winter sein kann.
Hier geht’s zu den Winterfotos in der Galerie.
Peter Cetera – Glory of Love
Schon recht früh, nämlich als Kind, entwickelte ich einen ausgeprägten Musikgeschmack. Ich hörte schon recht bald Elton John und Phil Collins, wo andere noch den Klängen von Rolf Zuchowski oder ähnlichem lauschten. Nichts gegen Kinderlieder und nichts gegen Rolf Zuchowski!
Das war nur nie groß was für mich.
Eine meiner ersten musikalischen Vorlieben galt der Stimme von Peter Cetera, der vor allem als Sänger der berühmten Band “Chicago” bekannt sein dürfte. Bis heute erzeugt sein Gesang Gänsehaut pur bei mir. Ich kann mich dessen nicht entziehen und will das auch gar nicht. Vor allem sein Song “Glory of Love”, der übrigens Titelsong zum damals recht erfolgreichen Film “Karate Kid 2″ war, lässt mich immer wieder wohlig schaudern. Ich war schon immer ein Softie!
Das ist meine Jugend! Das ist Erinnerung pur! Haaaach… *schwelg*
Falsche Höflichkeit und schlechtes Deutsch
Ich bin jemand, der gern mit unserer Sprache umgeht. Nicht zuletzt deshalb gibt es diesen Blog hier. Mir ist klar, dass ich nicht der Rechtschreibgott bin, der ohne Probleme und versiert mit der deutschen Grammatik umgeht bzw. umgehen kann. Ich gebe zu, dass ich das gern wäre… Aber so einfach ist das nicht!
Ich empfinde aber so manches, was man liest, als “schlechten Stil”. Mir ist klar, dass das mit rein subjektivem Empfinden zu tun hat. Aber manches IST einfach schlechter Stil! Lektüren wie diese hier bestätigen dann oftmals (Gott sei Dank!) meinen Eindruck.
Wobei es mir regelmäßig den Magen umdreht, sind die neuen, falschen “Empanzipationshöflichkeiten”. Das habe ich übrigens mit Herrn Sick gemeinsam. “Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter” oder “Liebe Kolleginnen und Kollegen”… Und die “Bürgerinnen und Bürger” darf man nicht vergessen. Furchtbar! Diese Wendungen sind inzwischen so üblich, dass ich sie selbst hin und wieder verwende… und erst später darüber erschrecke.
Liebe Bloggerinnen und Blogger, bitte nehmt Abstand davon!
Es sei denn, wir einigen uns jetzt auch auf Hebammen und Hebamminnen… oder Hebammerer… Hebammeriche?
Neulich erhielt ich eine E-Mail, in der mich jemand mit den Worten “Es grüßt Sie freundlichst” verabschiedete. Da dreht sich mir extremst der Magen um! Fürchterlich! Das muss man doch merken! Entweder, mich grüßt jemand “freundlich” oder gar nicht!
Stark in Mode sind Füllwörter. Nun, es ist doch sicherlich nicht gerade förderlich, wenn man sozusagen lauter überflüssige Worte in einen wohlgemerkt normalen Satz einbaut, nur um diesen irgendwie aufzublähen, oder wie, oder was? So ein Satz ist schrecklich, oder?! Einfacher und klarer klingt: Es ist nicht förderlich, lauter überflüssige Worte in einen Satz einzubauen, nur um diesen aufzublähen. Das klingt albern? Es ist ganz und gar nicht albern! Wer sich die Mühe macht und alltägliche Sprache unter die Lupe nimmt, findet massenhaft Füllwörter wie diese.
Wie gesagt: Ich bin kein Sprachexperte und bei weitem nicht perfekt. Aber manche Dinge tun einfach weh – auch wenn man sie hin und wieder selbst anwendet.
Leona Lewis im Duett mit The Script
Im Radio hörte ich in der letzten Zeit schon öfter diverse Singleauskopplungen aus dem Debütalbum von “The Script”. Mehr und mehr war ich davon angetan und nahm mir schon lange fest vor, mal ausgiebiger in das Gesamtwerk reinzuhören. Was soll ich sagen? Es ist eine echte Entdeckung! Neben den “Gassenhauern” namens “We Cry”, “The Man Who Can’t Be Moved” und “Break Even” sind noch jede Menge weitere kleine Kostbarkeiten darauf enthalten.
Dass die Jungs aus Irland stammen mag bemerkenswert sein, aber das hört man der CD nicht unbedingt an. Das Ganze klingt nach einer Mischung aus Pop und Soul, was von den Machern selbst als “Celtic Soul” bezeichnet wird und den Nagel erstaunlich gut auf den Kopf trifft. Insgesamt krabbelt diese Art von Musik ganz hartnäckig in mein Gehör… und da dudelt es jetzt schon geraume Zeit.
Aufgrund der Tatsache, dass Leona Lewis ähnlich “ohrwurmig” bei mir wirkt, habe ich heute erstaunt aufgehorcht. Wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, wird ihr neues Album (welches noch in diesem Jahr erscheinen soll) deutlich rockiger und damit weniger “divenhaft” als noch das letzte. Doch dem nicht genug! Sie wünscht sich ganz offensichtlich, mit eben jenen Iren zusammenzuarbeiten, deren Longplayer derzeit kaum noch meinen CD-Spieler verlassen möchte: The Script! Mischt man diese beiden Interpreten im Geiste, so bekommt man einen interessanten Mix, der sicher Potential für einen waschechten Hit hat. Ich bin sehr gespannt, ob einerseits die Gerüchte wahr sind und andererseits, wie deren Ergebnis letztlich aussieht.
(Haut-)Ärztestreik
Über das Für und Wider von Ärztestreiks kann man vortrefflich streiten. Es ist (so sehe ich das) für diesen Berufsstand äußerst problematisch, der Bevölkerung die medizinische Versorgung zu verweigern, “nur” weil eigene (materielle) Interessen im Vordergrund stehen. Klar, die Stimmung ist im Gesundheitssystem hierzulande sehr angespannt und mir ist auch klar, dass manche Ärzte mehr denn je mit massiven Einbußen zu kämpfen haben.
Wirklich schmunzeln musste ich aber, als ich heute Morgen diese Meldung las. Die Hautärzte in Baden-Württemberg wollen dem “gemeinen Volk” (sprich: den gesetzlich Versicherten) drei Monate lang jedwede Hautkrebsvorsorge verweigern. Dieser Boykott sei nötig, um auf die Misere bei der Honorierung der Kassenärzte hinzuweisen. Köstlich, oder? Nein! Ich will bin nicht zynisch und auch nicht sarkastisch! Vielmehr sind die Hautärzte wahre Komiker, denn aus eigener Erfahrung können wir sagen: Schon in der jüngeren Vergangenheit haben die lieben Dermatologen bei Hautkrebsvorsorge einen mordsmäßigen Schneckentanz gemacht. Katrin hat sehr viele Leberflecke und in ihrer Familie ist Hautkrebs (leider) ein Thema. Trotzdem wollten gleich zwei Fachärzte die Vorsorgeuntersuchung nicht “regulär”, sondern privat abrechnen. Ich frage mich, wo da die Drohung im aktuellen Boykott versteckt sein soll.






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