Virenschleuder

VirenfundeInzwischen müsste es sich doch eigentlich rumgesprochen haben, dass es an virtuellen Selbstmord grenzt, heutzutage ohne irgendeinen Virenschutz online zu gehen. Selbst bisher “virenfreie” Plattformen wie Linux oder MacOS werden immer öfter Ziel von Virenbastlern. Trotzdem bleibt Windows als Betriebssystem mit der wohl größten Verbreitung Angriffsziel Nummer eins. Mit einem solchen hatte ich es heute zu tun und gleichzeitig mit einem Internetnutzer, der einfach davon ausgeht, dass ohne alles (sprich: ohne Virenschutz und Firewall) auch nix passieren kann. Dabei ging er direkt über ein gutes, altes Modem online (also über keinen DSL-Router oder ähnlichem). Dazu vernachlässigte er die regelmäßig erscheinenden Sicherheitsupdates des Betriebssystems und aller installierten Anwendungen. Somit kam ein linuxbasierter Virenscan auf sage und schreibe 4.990 virenbefallene Einzeldateien. :eek: Damit ist das System endgültig hinüber…

Dieses Beispiel zeigt, wie gefährlich das Internet sein kann, wenn man unbedacht darin umhersurft. Wenn das auf einem Produktivsystem passiert, auf das man angewiesen ist, dann grenzt das an den persönlichen Ruin. Zum Glück kann ich im aktuellen Fall das System neu aufsetzen, nachdem ich ein paar private Fotos gesichert habe.

Wie kann sowas passieren? Ganz einfach: Durch sich selbst reproduzierende Schädlinge, die sich meist an ausführbare Dateien (EXE-Dateien) anhängen. Ruft man dann so ein Programm auf, vermehrt sich der Eindringling fleissig weiter, auf alle anderen EXE-Dateien, die er findet. Zusätzlich haben diese Bösewichter oft noch eine Backdoor-Funktion, über die sie menschlichen Bösewichtern Zugang auf den Rechner und somit auf die darauf befindlichen Daten ermöglichen. Prost Mahlzeit! :???:

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