Kollegen und Kollegen

Im Laufe der Jahre, in denen man seinen Job macht, lernt man viele Leute kennen, mit denen man zusammenarbeitet. Die einen sind einem ad hoc unsymphatisch und man erkennt recht schnell, dass man mit ihnen niemals richtig warm werden wird. Wenn gerade die dann wieder von der Bildfläche verschwinden, ist man entweder erleichtert oder es ist einem gleichgültig. Dann gibt es aber auch Kollegen, mit denen man mit der Zeit zusammenwächst oder bei denen man auf Anhieb spürt, dass sie auf derselben Wellenlänge unterwegs sind. Wenn Letztere dann zu neuen Ufern aufbrechen, wird man schon auch mal sprachlos.

Genau so erging es mir, als eben ein solcher zweitgenannter Weggefährte erzählte, dass er sich wegbeworben hat und auch eine Zusage erhielt. Noch ist nicht klar, wann er genau gehen wird. Auch bleibt er bei seinem alten Arbeitgeber und wechselt nur den Standort, aber die unmittelbare Nähe und somit auch der regelmäßige Kontakt wird schwinden. Natürlich wünsche ich ihm, dass alles so klappt und werden wird, wie er es sich wünscht. Ich hoffe, dass er sich dadurch weiterentwickelt und einen neuen, verlässlichen, beruflichen Hafen findet – zumal damit ein privater Umzug verbunden ist. Trotzdem bin ich – für mich – auch ein wenig traurig darüber, dass ein lieber Kollege und ein Stück weit auch eine Art Freund von der unmittelbaren Bildfläche verschwindet. Schade! Es hat immer Spaß gemacht, zusammen was durchzuziehen. ;-)

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