Obama sorgt für Hoffnung
Eine Welt ohne Atomwaffen. Transatlantische Freundschaften. Eine schönere Welt. Ich werde schon wieder die Überschriften und Kommentare lesen: Obama sei ein Medienmensch. Obama sei ein Blender. Obama mache schöne Versprechen und liefere wenig. Vielleicht ist es “typisch deutsch” oder sogar “typisch Mensch” immer nur das Böse zu sehen. Ich aber habe Obamas Worte in den vergangenen Tagen genossen. Er macht Mut und Hoffnung auf eine Welt, wie wir sie (und sicherlich vor allem Eltern von Kindern Erwachsenen von morgen) uns insgeheim Wünschen. Ohne Krieg und ohne Feindseeligkeiten. Natürlich sagt einem der gesunde Menschenverstand, dass das ein frommer Wunsch ist und auch bleiben wird. Natürlich wird Obama nicht der Messias sein, den manche in ihm sehen. Trotzdem kann ich es nicht mehr ertagen, wie ein Mann deshalb abgestraft wird, weil er den Menschen (wieder) Hoffnung schenkt. Wenn andere Politiker sich in Worthülsen verlieren und zwar viel sprechen, aber wenig sagen, dann hört man niemanden. Dann ist von Politikverdruss die Rede. Jetzt spricht endlich wieder einmal jemand, in kurzen Sätzen und mit viel Aussage. Und dann wird ihm vorgeworfen, er sei ein Blender. Ganz gleich, was Obama politisch umsetzen kann: Er ist ein Mensch, der seine Mitmenschen wieder mitnimmt, der in ihnen Hoffnungen und Träume weckt. All das fehlt schon viel zu lange in der Politik… und überhaupt auf dieser Welt! Und wer der Queen “einfach so” einen iPod schenkt und ausgelassene Reaktionen bei Politikprofis (wie oben auf dem Foto) hervorruft, der ist einfach anders… Und das ist Genuss genug!






Ich verfolge seit fast 40 Jahren interessiert und aufmerksam das politische Geschehen auf dieser Welt. In diesen 40 Jahren gabe es beeindruckende und nichtssagende Menschen, die sich als Politiker zu Fürsprechern eines Volkes, einer Idee, eines Ideals machten oder machen wollten. Es gab Machtmenschen, denen es ganz augenscheinlich mehr um sich selbst als um die vertretene Sache ging. Es gab Lügner, die sich noch nicht einmal darum bemühten, glaubhaft zu lügen. Es gab skupellose Gewalttäter und Dummköpfe, die die politische Bühne betraten und manchmal erfreulicherweise auch wieder von ihr verschwanden. Sie hinterließen Spuren der Grausamkeit, der Verwüstung und der Verbitterung.
Mit Barak Obama, den ich als Frau und Anhängerin der beeindruckend starken Hillary Clinton zunächst nur für einen charismatischen Schönredner hielt, ist nun endlich ein weltgewandter, kluger, einfühlsamer und authentischer Politiker an die Spitze einer Weltmacht gewählt worden, der in den wenigen Wochen seiner Amtszeit alle gemachten Wahlkampfversprechen eingelöst, bzw. die Voraussetzungen dafür geschaffen hat, dass sie eingelöst werden können. Der zudem mit viel Fingerspitzengefühl und Unvoreingenommenheit auf Menschen anderer Nationen und Kulturen zugeht und der sich nicht scheut, die Verantwortung auch für unpopuläre Entscheidungen zu übernehmen. So muss man seine Entscheidung, die von der Bush-Regierung genehmigten, ja erwünschten Foltermethoden des CIA öffentlich anzuprangern, abzulehnen, sich ihrer zu schämen aber gleichzeitig nicht – wie dies viel zu oft im Rahmen politischer Vergangenheitsbewältigung geschehen ist – die Handlanger zu belangen, sondern klarzustellen, dass die Täter die gepflegten Herren am Schreibtisch waren, bewundern. Ich bin froh und dankbar, dass ich Herrn Obamas Politik verfolgen darf.