Das war ein Wochenende! Der VfL Wolfsburg wurde für weitere fünf Jahre zum Bundespräsidenten gewählt, Horst Köhler war in Monacco und die Formel 1 wurde Deutscher Meister.
Oder so ähnlich…
Das war einfach ein bisschen zuviel! Zum Glück kamen keine Wettbewerbe à la “Deutschland such den Song Contest” oder “Eurovision Superstar” dazu.
Seit heute ist es nun also da: Laiths neues Album “Session”. Selten war das Lager seiner Fans so gespalten wie diesmal. Bisher stand er mit seiner Musik für eingängigen Schmusepop (dank seiner Stimme) mit hohem Wiedererkennungswert. Nicht selten hörte man von den begeisterten Hörern seiner Songs: “Hach, woher weiß er nur immer, wie ich fühle?” Bei so viel Emotion verwundern die theatralischen Beschriftungen seiner musikalischen Schublade nicht: “Schmusepapst”, “Knopfaugenprinz” oder “Liebesbarde”. Dass dieses musikalische Korsett sich mit jeder Neuveröffentlichung im alten Stil weiter zuzog, diente sicher nicht der Entfaltung seines schier unfassbaren Könnens. Insofern erkannten die allermeisten, die heute flammende Verehrer seiner Musik sind, erst nach einem Besuch seiner Livekonzerte, welches Potential wirklich in ihm steckt. Manchmal hatte man den Eindruck, dass Laith ganz bewußt seinem angedichteten Klischee widersprechen wollte – verbal wie musikalisch.
Und nun liegt also “Session” auf dem Plattenteller, das in gewisser Weise all denen vor den Kopf stößt, die um jeden Preis “ihren alten Laith” behalten möchten. Im Rahmen meiner Tätigkeit innerhalb dieses Haufens hatte ich die einmalige Gelgenheit, im Studio einigen Aufnahmen des neuen Werks beizuwohnen. Selten habe ich Laith so gelöst und fröhlich erlebt. Selbst als Nicht-direkt-Beteiligter spürte ich den Spaß an der Sache, der nach Laiths eindringlichen Aussagen ganz klar im Vordergrund stand. Vor diesem Hintergrund ist “Session” sogar etwas trotzig, weil die Platte ohne Beachtung jedweder Trends, Stilrichtungen oder gar Schubladen entstand. Das ganze Projekt scheint ein Austoben, ein “Rauslassen” und vielleicht auch ein Beweis zu sein. Hier kommen erstmals Facetten von Laiths Können zum Vorschein, die das Genre “Pop” niemals hätte zutage fördern können. Wer beispielsweise Laiths Version von Roachfords ”Lay your love on me” zum ersten Mal hört, wird sich fragen, ob das wirklich Laith ist! Nur wer sein bisheriges Schaffen intensiv verfolgt hat, kannte schon vorher diese immense Wandlungsfähigkeit. Manche mag das irritieren, andere widerrum werden begeistert sein. Dass alle Songs in kürzester Zeit und (entgegen den heutzutage gebräuchlichen Verfahren) in einer gemeinsamen Bandsession ”in Echtzeit” aufgenommen wurden, spricht für die außerordentliche Qualität aller Beteiligten.
Ganz gleich, wie sein weiterer Weg aussehen mag. “Session” wird dazu beitragen, dass viele Laith mit anderen Augen sehen. Mit dem selbst geschriebenen “Der Sturm” zeigt Laith schon auf “Session” in eine bestimmte songwriterische Richtung. Bleibt abzuwarten, ob er diesen Weg weiterverfolgt. Es bleibt spannend…
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Hier habe ich schon über meine ganz neuen “Eurovision Song Contest”-Ambitionen berichtet. Tatsächlich haben wir uns den Wettkampf angetan und ihn (fast) in voller Länge “genossen”. Zum überwiegenden Großteil grauste es uns regelrecht. Aber man muss einfach der Tatsache Respekt zollen, dass Europa zum überwiegenden Großteil aus Ländern besteht, die mit der internationalen Musikszene ganz wenig zu tun haben. Vor allem die östlichen Staaten haben doch sehr viel Folklore in der “Pop”-Musik, was bei uns so gar nicht ankommt. Umgekehrt kommt die bei uns beliebte “eingängige” Popmusik im Osten wenig an. Insofern ging auch die deutsche Swing-Nummer total unter (Platz 20). Wen wundert es da, dass ausgerechnet ein in Weißrussland geborener Harry Potter-Verschnitt gewinnt?
Zum Glück galten die Gesetzmäßigkeiten für “meine” Yohanna nur bedingt. Mit ihrer klassischen Popballade “Is it true?” erfüllte sie eigentlich alle Aspekte, um kaum Beachtung zu finden. Aber Qualität wird belohnt und so landete sie auf einem sehr guten zweiten Platz. Dass die Isländerin kein “One Hit Wonder” zu sein scheint, das nur aufgrund des europäischen Contests mit einem “netten” Song ausgestattet wurde, zeigt der folgende Titel “I miss you”. Er macht Lust auf mehr… Und mehr gibt es derzeit schon auf ihrer Myspace-Seite zu hören. Leider gibt es ihr Album noch nirgendwo zu kaufen. Oder weiß von Euch irgendjemand mehr?
Nachdem ich meine Gesundheit wiederhabe und ich die ersten, während der Krankheit aufgehäuften Berge abgearbeitet habe (leider noch lange nicht alle, gell drea? ), freue ich mich nun auf ein ruhiges und hoffentlich erholsames Wochenende. Danach ist sicher wieder genügend Kraft da für eine neue Woche und viele neue Blogbeiträge hier.
Das Wochenende wird aber ganz zweifellos auch eine Premiere. Am Samstagabend findet (wieder einmal) das Finale des “Eurovision Song Contest” statt. Ich gebe zu: Bisher war das eher eine belustigende Sache für uns, der wir eher beiläufig und (wenn überhaupt) nur streckenweise folgten. Diesmal werde ich es aber mit einem gewissen Interesse anschauen, denn zum ersten Mal ist ein Song mit von der Partie, der es mir wirklich sehr, sehr, sehr angetan hat. Nein, die Rede ist nicht vom deutschen Titel. Dieser hat ganz zweifellos ein gewisses Potential, allein schon deshalb weil Alex C. der Rädelsführer ist. Dieser Mann hat einen Riecher für Trends und musikalische Stimmungen. So hat er ganz gezielt einen Titel gewählt, der hierzulande eher “unter ferner liefen” Beachtung findet, im europäischen Ausland (vor allem im Osten) gewissen Chancen haben könnte. Mal sehen…
Wirklich angetan hat es mir aber ein anderer Song: “Is it true?” von der Isländerin Yohanna hat sich geradewegs in mein Ohr und in mein Herz geträllert. So viel Qualität und so viel Gefühl ist selten beim “Eurovision Song Contest”. Gehe ich von den letzten Jahren aus, ist das Grund genug, warum der Titel nicht weit vorn landet. Mir ist das letztlich egal! Das Lied ist klasse und ich höre es zur Zeit sehr, sehr oft. *lausch* … und wer weiß? Vielleicht rufe ich heuer zum ersten Mal für einen “ESC”-Titel an?!
Deutschland ist spitze… bei der Steuerlast! Nicht einmal die Hälfte bleibt einem Durchschnittsverdiener am Monatsende von seinem Bruttolohn. Noch drastischer sind die Abzüge bei einem verheirateten Paar, wenn beide arbeiten. Etwas besser sieht es bei einem verheirateten Paar mit zwei Kindern aus. Allerdings nur, wenn einer von beiden zuhause bleibt. Prima! Das passt ganz hervorragend zu meinem Beitrag über die “erzwungene Familie”. Auf der einen Seite wird angestrebt, dass nach der Geburt eines Kindes die Frau so schnell als möglich an den Arbeitsplatz zurückkehrt und auf der anderen Seite wird der Frau, bzw. dem Ehepaar, dann aber das verdiente Geld per Steuer noch schneller wieder abgeknöpft! Was soll das?!
Mir scheint, als wären sich unsere Herren und Damen Politiker bis heute nicht darüber einig was sie jetzt wie genau wollen: Frauen an den Herd / Frauen in den Job / Männer zum Kind / Männer auf zur Karriere / Kinderbonus / Mehrwertsteuererhöhung die den Kinderbonus wieder schluckt… Einig sind sie sich jedoch im Festlegen von Steuern bzw. deren Erhöhung.
Wahrscheinlich stellt sich jetzt die Frage: was regt die sich eigentlich so auf? Ganz einfach: als verheiratete Frau und Mutter eines Kindes stellt sich mir spät. zum Jahresende die Frage: arbeitslos oder zurück in den Job? Beides sind keine wirklich verlockenden Aussichten, denn arbeitslos möchte ich nicht sein aber wenn ich stundenweise arbeite, bleibt mir dank oben genannter Steuerbelastung unterm Strich nicht viel. Sprich ich arbeite um mir das Gefühl zu geben was zu tun? Ist das sinnvoll und gewünscht?
Eigentlich wird es langsam Zeit, dass wir uns endlich wehren! :mad:
Dass Frau von der Leyen Deutschlands Vorzeigemutter ist, haben wir zwischenzeitlich begriffen. Dass sie sich aber immer weiter in die privaten Familenplanungen einmischt, das grenzt für mich langsam an Unverschämtheit. Nicht nur, dass man sich als deutsche Mutter schämen muss, wenn man 3 Jahre lang “nur” Hausfrau und Mutter spielt und nicht, wie von Frau von der Leyen gewünscht, das Kind in einem (nicht verfügbaren) Hort abgibt und sich seiner Karriere widmet, nein… sie will auch die Männer mehr in die Pflicht nehmen und zuhause bei Kind und Kegel an den Herd setzen. Auch der sog. “Kinderbonus” ist eine Frechheit all denjenigen gegenüber, die sich eben nicht wie die Karnickel vermehren. Das alles kann man jetzt gut finden oder nicht. Was ich unverschämt finde ist, dass die ”traditionelle Familie” weitestgehend politisch unkorrekt zu sein scheint. Was ist so schlimm daran, dass eine Frau die ein Kind bekommen hat dieses umsorgen und erziehen möchte und nicht nach 8 Wochen wieder Vollzeit am Arbeitsplatz sitzt und die Kindererziehung Fremden oder im besten Fall der Oma überlässt? Wird ein solches zu Hause erzogenes Kind tatsächlich ein “Haustyrann” wie kürzlich eine hohe Amtsrichterin behauptet hat?
Aber es geht ja noch weiter: ab September kostet der Kindergartenplatz für ein Einzelkind stolze 84 EUR. Wenn eine Familie jedoch mehrere Kinder vorzuweisen hat, dann kostet so ein Platz nur 15 EUR.
Es ist eine Unverschämtheit, dass die Politik mittlerweile “vorzuschreiben” scheint, wie viele Kinder man zu kriegen hat. Vielleicht seh ich das auch zu dramatisch, aber ich muss ehrlich sagen, dass mir diese politische Bevormundung langsam aber sicher reicht!!
Und wie wäre es allgemein mit einem kostenlosen Kindergartenplatz? Egal wie viele Kinder man hat und egal ob man Hausfrau oder Karrierefrau ist. DAS wär mal ein Denkansatz. Aber Frau von der Leyen wird sicherlich noch andere Ideen haben um die Familien zu “fördern”
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