Brombachsee (Teil 2)
… oder: Kein Anschluss unter dieser Nummer
Die Startschwierigkeiten des ersten Tages schienen sich fortzusetzen: Es regnete in Strömen und sah nach echtem Dauerpiss aus. Außerdem mussten wir zähneknirschend feststellen, dass die Franken großen Wert auf Hightech legen… Zumindest dann, wenn es darum geht, abzukassieren. Ein hypermoderner Kassierautomat verlangte für drei Minuten duschen stolze 50 Cent. Das ist für den Duscher eine echte Herausforderung. Also verschoben wir die Dusche, was uns widerrum Zeit für diesen Blog hier bescherte. Leider haperte es letztlich dann doch am Hightech, nämlich der mobilfunkgestützten Datenleitung ins weltweite Netz. Mal haben wir hier eine Verbindung und mal nicht. Woran das liegt? Keinen blassen… Daher gibt es unsere Urlaubsberichte auch jetzt erst und auch nur häppchenweise zu lesen. Dementsprechend erfuhren wir von diversen Anrufen auf meinem Handy erst viel, viel zu spät. Alle, die sich wundern, warum wir so ignorant sind: Jetzt wisst Ihrs!
Der Abschluss stimmte uns dann aber wieder versöhnlich: Eine lockere Radtour rund um den kleinen Brombachsee… mit Biergartenbesuch!
Brombachsee (Teil 1)
… oder: Startschwierigkeiten
Inzwischen genießen wir den Urlaub schon seit Tagen in vollen Zügen… Eigentlich verlief es von Anfang an viel zu glatt: Das (immerhin schon 20 Jahre alte) Wohnmobil lief ohne Probleme an, Hannah war sichtlich gut gelaunt, das Wetter war trocken, kühl und optimal für eine lange Autofahrt und auch die Anreise selbst lief tadellos – ohne Staus und Hindernisse. Nur zwei Pippipausen und eine kleine Fehlnavigation später waren wir am Ziel: Brombachsee. Natürlich differenziert da der Bayer Franke! Es gibt nicht einfach nur einen Brombachsee! Es gibt den kleinen, den großen, einen Damm, zwei Seitenarme… Und natürlich gibt es auch nicht nur einen Campingplatz! Da gibt es den Campingplatz “See-Camping” und “San-Shine-Camp” und Wohnmobil-Übernachtungsplatz und… Letztlich fanden wir doch zu dem von uns angepeilten und stöberten dort auch den “optimal-ideal-genial-superdupernen” Stellplatz auf. Kaum war die Handbremse angezogen, offenbarte sich auch schon unser erstes “Camperproblem”: Der Kühlschrank an Bord läuft wahlweise mit Gas oder Strom. Beides fällt nicht vom Himmel! Zwei Gasflaschen haben wir an Bord, ein Atomkraftwerk leider (noch) nicht. Also: Gas! Dubioserweise ließ sich dieses nicht zünden und Gas in seiner Rohform macht nur Sinn, wenn man es in Verbindung mit Feuer nutzt. Also: Strom! Entsprechende Anschlussmöglichkeiten bietet der Campingplatz zum Glück. Natürlich war aber unser Anschlusskabel um nur einige (Zenti-)Meter zu kurz. Ein echter Camper lässt sich davon nicht abschrecken und zeigt Organisationstalent. Schnell war ein Verlängerungskabel gefunden… das leider nicht wasserfest war. Angesichts der Tatsache, dass es immer öfter zu regnen begann, fiel auch diese Option flach. Also: Navi, Motor und Ehrgeiz angeworfen und auf zum nächsten Baumarkt (“Alles bei OBI”
). Diese Einstellung zahlte sich aus! Dank des Kabels hatten wir Strom und Dank diverser technischer Eingriffe hatten wir wieder Gas und damit alle Möglichkeiten offen. Dass Hannah keinen Mittagsschlaf machen wollte und nachts ein Wolkenbruch über uns hereinbrach konnte Stimmung nicht wirklich verschlechtern… Wir waren auch so schon total aufgekratzt – aber angekommen.
Fotos folgen übrigens in Kürze… ;)
Ein “Hurra” auf die Oma
An dieser Stelle wird es endlich mal Zeit, eine ganz besondere Person zu ehren: die Oma.
Also nicht Hannahs Omas speziell, sondern alle Omas auf dieser Welt. Omas sind spitze:
- sie streiken nicht wie momentan die Kita-Tanten
- sie sind immer zur Stelle
- sie lesen stundenlang vor ohne nörgeln
- sie machen den weltbesten Nachtisch
- sie kaufen immer des Enkels Lieblingswurst (Schinkenteewurst in unserem Fall)
- sie haben immer ein Eis im Gefrierschrank, sommers wie winters
- sie haben immer ein Vesper dabei, wenn sie das Enkele abholen (ein Lyonerwurstbrot in unserem Fall)
- sie überhäufen das Enkele mit Spielzeug (Lego, Playmobil und Steckspiele in unserem Fall)
- sie tütteln ohne Unterlass
- sie sagen nie “später” oder “jetzt nicht”
- sie machen den besten Schweinebraten der Welt
die Oma ist die Beste und unersetzlich!
Natürlich vergessen wir der Oma ihren Gehilfen nicht: dem Opa wird an anderer Stelle gehuldigt
Urlaubswünsche
Morgen noch… dann ist er endlich da: Der Urlaub. Wenn auch “nur” eineinhalb Wochen. Einfach mal Auszeit… Nichtstun… Faulenzen… Abstand… Es wird garantiert zu kurz sein; allein schon deshalb, weil ich selbst nach Wochen noch immer das Gefühl hätte, zu wenig Zeit mit meinen Mädels verbracht zu haben. Aber eineinhalb Wochen sind besser als nichts. Jetzt muss nur noch das Wetter mitmachen. Wir wollen keine vierzig Grad im Schatten… Nur trocken und einigermaßen warm… Das wäre schon was!
Drückt uns die Daumen! Als Gegenleistung halten wir Euch hier auf dem Laufenden… Die moderne und mobile Technik macht’s möglich.
Wahlbeteiligung
Inzwischen sind die deutschen Wahllokale geschlossen und die Stimmen werden ausgezählt. Gleich drei Wahlscheine durften wir hier heute abgeben: Europa-, Kreistags- und Gemeinderatwahlen. Seit wir hier wohnen haben wir vom Küchenfenster aus, einen direkten Blick auf den Eingang “unseres” Wahllokals. Insofern haben wir noch eine ganz andere Wahlbeteiligung.
Aber vor allem bekommt man so auch einen kleinen Eindruck davon, wieviele Menschen zur Wahl gehen. Und auch wenn es traurig ist: Insgesamt war es erschreckend ruhig.
Ganz gleich, wer wo die meisten Stimmen gewonnen hat und ganz egal wer sich als Gewinner betitelt und wer als Verlierer abgestempelt wird. Im Grunde (das zeigen auch die ersten Prognosen und Hochrechnungen) sind alle Parteien Verlierer und mit ihnen verliert die Demokratie als solche. Ein wirklich sprechendes Wahlergebnis würde im Verhältnis zu der Gesamtzahl aller Wahlberechtigter die Gesamtheit der Nichtwähler als separate “Partei” aufführen. Dann würde klar werden, wie groß der Frust und das Desintresse an der Politik geworden ist. Aber anstatt die großen Parteien in ihren ersten Statements diesem Umstand Rechnung tragen, tun sie wieder einmal das, was sie am besten können: Sie beweihräuchern sich selbst… :???:
Schwäbisch g’schwätzt
In meinem Heimatort Pfullingen, am Fuße der Schwäbischen Alb, wurde vor nicht mal hundert Jahren noch Wein angebaut. Da diese Reben mittlerweile jedoch von einer Wohnsiedlung verdrängt wurden, kann sich keiner mehr so recht dran erinnern, wie dieser Wein geschmeckt hat. Ein älterer Pfullinger erinnert sich jedoch an folgenden Spruch seinen Großvaters bezüglich des Pfullinger Rebensaftes:
“Der schmeckt, wie eim d`Katz d`Gurgel nagschissa het, aber mer wird wenigschtens bsoffa drfo!”
Eine Übersetzung dieser Aussprache ist hoffentlich nicht nötig
Erwachsen auf Probe
Gestern lief bei RTL eine neue Serie an: “Erwachsen auf Probe” Reifeprüfung für Teenager. Teenie-Paare bekamen leihweise Babies zur Verfügung um “Erwachsensein” zu üben.
Über den Sinn oder Unsinn einer solchen Sendung kann man sicherlich streiten. Ich selber habe sie nicht gesehen, verfolge jedoch schon den ganzen Morgen Diskussionen hierüber im Radio. Viele Menschen haben sich gemeldet: die einen sind entsetzt und würden ihr Kind niemals verleihen, die anderen finden`s in Ordung, immerhin gibt es Eltern die ihr Kind im Säuglingsalter schon in Kinderkrippen oder bei Tagesmüttern unterbringen weil sie arbeiten wollen/müssen. Das sei auch Fremdbetreuung und da sei keine Rundum-Überwachung dabei und auch die Eltern sähen nicht zu was dort mit ihren Kindern geschieht!
Ich finde beide Meinungen richtig! Niemals würde ich jedoch Hannah für so einen Zweck verleihen. Ich habe sie auch nicht im zarten Alter in eine Krippe abgegeben, eben weil wir uns FÜR ein Kind entschieden haben und ich mich somit GEGEN eine Karriere. Diesen Punkt finde ich sehr wichtig: wer ein Kind hat, egal ob mit 30 oder schon mit 15, sollte sich dessen bewusst sein und die “Vollzeitbeschäftigung” die mit einem Kind verbunden ist annehmen. Selbstverständlich gibt es Eltern die arbeiten müssen um über die Runden zu kommen. Das ist auch in Ordnung, aber jeder sollte sich im Klaren darüber sein, dass ein Kind zu haben bedeutet, auf vieles verzichten zu müssen. Anfangs ist mir dieser “Verzicht” auf mein bisheriges Leben schwer gefallen. Mittlerweile kann ich stolz und glücklich sagen: ich hab den besten Beruf der Welt. Keine Karriere kann das wettmachen, was ich jeden Tag mit Hannah erlebe. Auch wenn es mitunter sehr stressig und nervig ist. ![]()
Aber ich schweife ab, denn eigentlich geht es um obige Sendung bzw. deren Nutzen. Wenn ich mich in der Nachbarschaft umschaue, so kenne ich zwei Mütter die mit 15 ihr erstes Kind bekommen haben. Und beiden Müttern bzw. Kindern merkt man diesen “Umstand” an. Die eine Mutter ist mittlerweile über 30 und hat damals ihr Kind für 8 Jahre in eine Pflegefamilie gegeben, bevor sie es wieder bei sich aufgenommen hat. Bis heute ist das Verhältnis zerrüttet. Die andere Mutter ist alleinerziehend und lebt mit ihren mittlerweile 2 Kindern zusammen. Sie ist 22 Jahre alt. Die Kinder sind wirklich gut erzogen und spielen auch regelmäßig mit Hannah. Dennoch merkt man im Umgang mit diesen Kindern, dass ihnen Werte fehlen. Werte die vielen altmodisch erscheinen, die aber meiner Meinung nach sehr wichtig sind: Familie, Zusammenhalt, Geborgenheit.
Somit kann man RTL zwar “Quotengeilheit” vorwerfen, ich denke jedoch das diese Sendung auch einen gewissen Aufklärungswert hat. Wer als Teenager einmal einen Tag mit einem Säugling verbracht hat wird schnell feststellen, dass das kein Zuckerschlecken ist, sondern harte Arbeit. Und vielleicht überlegt sich der eine oder andere Teenie dann doch, ob er mit einem Baby nicht noch ein paar Jährchen wartet. Und wer sein Kind für solch einen Zweck verleiht, der wird sich hoffentlich genau das dabei gedacht haben.
Wie ist Eure Meinung zu dieser Sendung? Hat sie jemand gesehen?
Wahl oder Qual?!
Am kommenden Sonntag ist Europawahl.
Mmmmh… schön! Und? Hab ich mir gedacht, weil ich ehrlich gesagt nicht wirklich mitkriege was die da so machen. Gut, man hat vielleicht schon von irgendwelchen Gesetzen über die “Größe und Länge einer Salatgurke”
gehört und sich köstlich darüber amüsiert, aber warum und wen und wieso wähl ich? Oder wähl ich nicht? Keine Ahnung! Um was geht`s da überhaupt?
Diese Frage kann ich auch nicht beantworten, aber ich weiß das nicht zu wählen auch blöde ist. Darum hab ich beim Wahl-O-Mat reingeklickt und 38 Fragen rund um die EU beantwortet. So hab ich wenigstens einen Eindruck davon gewonnen, welche Partei meinen Vorstellungen und Wünschen am Ehesten entspricht. Ob das jetzt EU-politisch korrekt ist und ob sich dadurch was ändert… keine Ahnung. Aber zumindest kann ich mir bis Sonntag überlegen, ob ich nicht doch wählen gehe. Denn nach wie vor bin ich der Meinung: nicht wählen ist doof!








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