Sinneswandel

© Markus Hein (Pixelio)

Jahrelang habe ich zu Microsofts Internet Explorer gehalten. Ich habe mir mehrmals eine möglichst neutrale Meinung gebildet und habe mich auch von fanatischen Anhängern der Mozilla- oder Opera-Szene nicht beeinflussen lassen. Es ging dabei nie um bloße Trends oder um möglichst “reinen Quelltext” (so ein Unsinn!), sondern um Qualität und Komfort. Der Internet Explorer samt des überaus bequemen Aufsatzes “Avant Browser” war einfach umgänglicher und das sage ich nicht nur als “einfacher” Nutzer, sondern auch als Webdesigner! Oftmals habe ich mir wegen des großen Lieblings “Firefox” die Haare gerauft und musste mir dann anhören, dass es nicht am Browser, sondern an der Webseite liege. Komisch nur, dass durchweg alle Browser die Webseite unisono abbildeten, nur eben der feurige Fuchs nicht…

Wie auch immer: Nun habe ich wieder einmal versucht mir eine objektive Meinung zu bilden und spätestens jetzt, mit dem Release 3.5 des Firefox habe ich mich überzeugen lassen. Das berühmte Tüpfelchen auf dem noch berühmteren “i” war ein AddOn, das es nur für den Firefox gibt und das mir das Leben so viel erleichtert. Tut mir leid, aber nun ist Microsofts Werk auch samt irgendwelcher Aufsätze abgeschrieben. Abgesehen davon ist der Firefox 3.5 wirklich spürbar schneller und damit verdammt flott. Fast alle liebgewordenen Features finde ich nun auch in der neuen Welt wieder und so wird aus einem Firefox-Kritiker ein Firefox-Nutzer. Ob es zum Firefox-Liebhaber reicht, wird die Zukunft zeigen. Dass Windows 7 ohne Internet Explorer 8 ausgeliefert werden soll, könnte diesen Trend auf wirklich breiter Ebene vorantreiben. Umso mutiger Microsofts Entscheidung…

Es bleibt also spannend, was den “Browserkrieg” anbelangt… Da denkt so mach einer an die Compuserve- und Netscape-Zeiten zurück! :mrgreen:

Die Gurke darf wieder Gurke sein

Da wird sich die gemeine Salatgurke aber sackrisch freuen: sie darf endlich wieder so krumm wachsen wie sie will :mrgreen:
Bisher durfte sie nämlich auf zehn Zentimeter Länge um höchstens zehn Millimeter geneigt sein. Die EU-Bürokraten verteidigten sich stets, dies sei ein Wunsch des Handels gewesen, da genormte Gurken besser in eine Standardkiste passen :twisted: Auch andere Gemüse- oder Obstsorten, wie z.B. die Karotte, mussten sich diesem Schwachsinn beugen bzw. “geraden”. Aber jetzt wurde zur wahrscheinlichen Freude dieser Gemüse die Regelung über “unförmiges Obst und Gemüse” gekippt.
Manchmal fragt man sich schon, ob wir nicht alle ein bisschen Gemüse sind ;-)