Die armen Rentner
In Zeiten des Wahlkampfs spielen “Signale” eine wichtige Rolle. Es gilt Wähler zu besänftigen und mit süßen Geschenken auf den richtigen Kurs zu locken. Der Kater folgt meist nach den Wahlen. Man erinnert sich an Mehrwertsteuererhöhungen, die vor der Wahl kategorisch ausgeschlossen wurden und anderes.
Und so ist es auch heuer nicht verwunderlich, dass vor einer Wahl wieder einmal waghalsige Versprechen gemacht werden. Die Absicht dahinter mag sogar ernsthaft sein. Die Frage ist nur, wie realistisch all das ist. So versprach Arbeitsminister Olaf Scholz von der SPD eine Rentengarantie als eindeutiges Bonbon für die Älteren und wollte damit die stets mehr oder weniger laut lamentierenden Ruheständler besänftigen. Woher das Geld dafür kommen soll, das hat er freilich nicht gesagt. Dass sich diese Frage aber durchaus stellt, macht nun einer klar, der es wissen muss: Ausgerechnet Scholz’ Parteifreund und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück spricht aus, was viele insgeheim denken. Der heutigen Rentnergeneration geht es so gut wie keiner anderen zuvor. In meinem Umfeld bekomme ich mit, wie Ruheständler zwei-, dreimal im Jahr in Urlaub fahren und zwar mit noblen Fahrzeugen (meist aus Stuttgart), die alles andere als günstig zu bekommen sind. Ein Herr Knolle (einige von Euch kennen ihn vom Hörensagen sicher noch
) leistet sich gar alle zwei Jahre ein nagelneues Gefährt mit Stern. Ich gehe jeden Tag zur Arbeit und kann mir derartige Eskapaden nicht leisten. Ich gönne es den ehemalig Berufstätigen und neide ihnen nichts! Sie haben es sich verdient, auch weil sie den Wohlstand möglich gemacht haben, den wir alle heute genießen. Aber ich kann die Jammerei nicht mehr hören, die dabei immer mitschwingt. Natürlich gibt es auch Rentner, die nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen. Das ist schlimm und darf nicht hingenommen werden. Aber fairerweise muss man auch sagen, dass man auf beiden Seiten Extremfälle findet. Letztlich macht es die breite Masse aus und da tragen die heute Berufstätigen nun mal die Hauptlast, denn deren Zukunft als Rentner sieht bei weitem nicht mehr so rosig aus. Ganz genau so sieht das auch Steinbrück: Die Gekniffenen seien die 25- bis 35-Jährigen, die Kinder in die Welt setzen wollen. Vor diesem Hintergrund stellt er sich richtigerweise die Frage, ob eine solche Garantie “für nachfolgende Generationen das richtige Signal ist”.
Es tut mir leid, aber der Mann spricht mir aus der Seele und ich frage mich ernsthaft, warum die SPD einen profillosen, seichten und in Schachtelsätzen sprechenden Herren ins Wahlkampfrennen schickt und nicht einen Peer Steinbrück, der die (oft auch unangenehmen) Dinge beim Namen nennt und mit seiner aktuellen Arbeit auch beweist, dass es bei ihm weit über das bloße Reden hinausgeht. Schade! So geht die Wahl für die Sozialdemokraten ganz sicher in die Hosen!






Das Problem an der Sache ist: es will keiner die Wahrheit hören!
Lieber verschachtelte Sätzchen wie die von Herrn Steinmeier oder Wahlversprechen à la CDU (Steuersenkung). Da hören die Deutschen hin. Wenn´s um die Wahrheit geht, schalten viele ab bzw. hören erst gar nicht zu. Es ist doch schon lange bekannt, dass der sogenannte Mittelstand geschröpft wird. Und wenn der Mittelstand dann auch noch so blöd ist, Kinder in die Welt zu setzen…bitte schön, selber schuld. Geschröpft werden kann trotzdem!
Und Herr Knolle und seine Kumpane, die jammern auf ganz hohem Niveau. Nur leider traut sich auch hier keiner auf den Tisch zu hauen und mal die Bremse reinzuhauen. Ist ja unpopulär, will ja keiner hören und außerdem sind bald Wahlen. Also lieber die größte Wählerschaft der BRD nicht verschrecken. Gell, ihr lieben Politiker