Vertrauensfrage
Es klingt wahrlich abenteuerlich, geradezu wie aus einem ganz schlechten Politikthriller. Aber es ist die pure Wahrheit, was da derzeit in Kiel passiert. Ich habe noch das feixende Lächeln eines selbstgefälligen Peter Harry Carstensen im Kopfe, der einst die Niederlage einer gewissen Heide Simonis sichtlich genoss. Schon damals musste man den Kopf schütteln, was dort im schleswig-holsteinischen Landtag geschah. Was aber derzeit aufgeführt wird, ist sogar schon weit mehr als ein Possenspiel. Der regierende Ministerpräsident Carstensen kündigt die Große Koalition mit dem Rivalen SPD auf und will Neuwahlen herbeiführen. Auf welche Weise, das scheint völlig nebensächlich. Ob dabei Wählers Willle mit Füßen getreten wird oder nicht, das spielt keinerlei Rolle. Neuwahlen müssen her… Man möge sie bitte durchführen!
Bei diesem Politikstil kommt mir das große Kotzen. Einen Rücktritt schließt Carstensen natürlich vollkommen aus. Aber sicher doch! Dass er zuvor schlichtweg gelogen hat und eben diese Lüge letztlich die Koalition zerstörte, das ist für ihn kein Fehlverhalten. Er schwor Stein und Bein, dass eine Millionenzahlung an einen Bankenchef ausdrücklich mit Zustimmung der SPD geschehen sei. Inzwischen räumt er ein, dass diese Aussage so nicht richtig sei. Kurz gesagt: Er hat gelogen! Weil das der Koalitionspartner SPD auch so sieht, wurden von deren Seite Neuwahlen abgelehnt, sodass nun der Weg der Vertrauensfrage gegangen wird.
Man kann nur hoffen, das des Wählers Stimme letztlich diesem Kasperltheater ein Ende beschert.
Wir werden sehen…






Ich als Schleswig-Holsteinerin kann da zwar zustimmen, muss aber zur Gerechtigkeit anführen, dass Herr Stegner von der SPD mit ganz großer Sicherheit nicht so unschuldig ist, wie er tut. Denn wenn einer neben Herrn Carstensen doch selbstgefällig ist, dann doch der Herr Stegner.
Ich sehe es eigentlich schlicht und einfach: Es geht nicht so, aber es geht auch nicht anders. Das heutzutage alles Verar*** ist, was die Damen und Herren Politiker da treiben, brauch ich wohl nicht zu erzählen. Und dass sie sich am Schluss doch alle selbst in die Tasche lügen wohl auch nicht.
Man kann nur hoffen, das des Wählers Stimme letztlich diesem Kasperltheater ein Ende beschert.
Immer noch versuche ich positiv bleiben, aber die Wahrheit ist, dass die Menschen sich nicht so leicht ändern… Mal sehen…