Robbie Williams is back!

Eine ganze Weile hat man nichts mehr von ihm gehört – zu meinem Bedauern! Die Rede ist von Robbie Williams. Seit einigen Tagen ist der nun zurück und seine neue Single “Bodies” läuft in vielen Radiosendern rauf und runter. Das Echo ist gemischt. Viele empfinden den neuen Song als langweilig und untypisch. Das kann ich in keinster Weise nachvollziehen! Der Titel ist einfach nur klasse und einzigartig. Mit einem verrückten Mix aus unzähligen Stilrichtungen beweist Robbie einmal mehr, dass er zusammen mit seinen Songwritern und Produzenten stets das richtige Gespür hat, um neue Wege zu beschreiten, ohne sich selbst und seinen Stil zurückzulassen.

“Bodies” ist anders, neu, ideenreich, mutig, kraftvoll, abwechslungsreich, genial, klasse… einfach spitze! Ich könnte mich dran tothören! Man kann nur hoffen, dass das Album ähnlich grandios wird… Ich freu mich drauf.

Und wer ihn noch nicht kennt – hier ist Bodies:

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Adolf Hitler und Aids

Die Immunschwächekrankheit Aids ist für den Tod von mehr als 28 Millionen Menschen verantwortlich. Alle 15 Sekunden stirbt ein weiterer Mensch daran. So gesehen ist das Aidsvirus vergleichbar mit einem Massenmörder. Dass derartige Vergleiche immer heikel und anstößig sind, beweist die aktuelle Kampagne der Werbeagentur “das comitee”, die zusammen mit dem gemeinnützigen Verein “Regenbogen e.V.” vor den Gefahren von HIV warnen möchte. Über mangelnde Aufmerksamkeit können sich die Macher bis dato nicht beschweren. Ein Aufschrei ging durch die Presse, als die Plakate veröffentlicht wurden, die Adolf Hitler, Saddam Hussein und Josef Stalin beim Sex zeigen. Der Slogan: “Aids ist ein Massenmörder”. Das sei geschmacklos und würde alle Opfer des Nationalsozialismus beleidigen. Zudem stelle diese Darstellung jeden Aidskranken mit Verbrechern wie Hitler gleich. Das aufreißerisch gestaltete Werbevideo zur Kampagne wurde auf YouTube wieder entfernt.

In der Tat kann man den Machern ein “nicht ganz so glückliches Händchen” bei der Wahl ihrer Motive vorwerfen. Sie hätten wissen müssen, dass sich Vergleiche mit Hitler und dem Nationalsozialismus in Deutschland schlichtweg verbieten. Es findet sich immer jemand, der sich verletzt und brüskiert zeigt, der mahnend die Hand hebt und entrüstet den Kopf schüttelt. Und wenn sich sonst keiner zu Wort meldet, dann hat sicher der Zentralrat der Juden noch etwas beizusteuern. Dabei zeigt doch genau dieser Umstand die eigentliche Misere: Wir beschäftigen uns noch immer und ausgiebig mit dem Thema “Drittes Reich”, wohingegen Aids in der öffentlichen Debatte kaum noch eine Rolle spielt. Ich will damit nicht sagen, dass man Hitler und seine Gräueltaten vergessen oder gar verharmlosen sollte! Aber man sollte dieses traurige Kapitel der deutschen Geschichte auch nicht über alles andere stellen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang übrigens die Tatsache, dass sich über die ähnliche Darstellung von Stalin und Saddam bisher kaum jemand aufregt.

Vielleicht sind die Kreativen hinter der Kampagne letztlich doch nicht so “ungeschickt”?! Vielleicht sahen sie diese Reaktionen – gerade auf diese Darstellung von Hitler – voraus und provozierten sie bewußt, um das Thema in dasselbe Rampenlicht zu rücken, in dem die Verbrechen der Nazis bis heute stehen?! Diesen Eindruck bestätigen die Aussagen von Heiko Schüßling, dem Vorsitzenden von “Regenbogen e.V.”, und (man höre und staune) von Ex-Tennisprofi Michael Stich (Quelle: Bild.de). Vermutlich kommen die bisherigen, inzwischen eher seicht wirkenden Aids-Werbespots, vor allem bei Jugendlichen gar nicht mehr an. Es scheint nun einmal so zu sein, dass man in der heutigen, medialen Welt nur noch dann wirklich durch- und ankommt, wenn man aufrüttelt… und das tut diese Werbekampagne ganz sicher. Man sollte den Hitler aus dieser Werbung nicht mit den Aidskranken gleichstellen, sondern als Metaffer für eine teuflische Krankheit verstehen. So gesehen ist das erste Ziel erreicht: Alle reden wieder über Aids! Der Zweck heiligt also doch die Mittel… ;)