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Kleine Geste – große Wirkung

Vor ein paar Wochen hab ich hier den Beitrag “Abschied nehmen dürfen” veröffentlicht. Darin ging es um das große Schweigen das herrscht, wenn eine Familie ein Kind während der Schwangerschaft verliert. Uns ging es so und ich wollte und will nicht schweigen. Durch Zufall hab ich von der Initiative “Glücklose Schwangerschaft” gehört und hab durch diese Initiative endlich einen Platz für meine Trauer gefunden. Ich habe aber noch mehr gefunden: der Seelsorger, mit dem ich damals telefonierte ist kein anderer als der Pfarrer, der mich einst konfirmiert hat :-)
Um mein Schweigen vollständig zu brechen, habe ich vor ein paar Tagen einen Brief an die Klinik geschrieben, in der damals die Ausschabung gemacht wurde. Ich hab all meinen Ärger und meine Wut über das “nicht-reden” reingepackt. Heute hat mich besagter Pfarrer angerufen und mir inständig für meinen Brief gedankt. Endlich hätte er etwas in Händen, womit er den Ärzten und der Klinikleitung klarmachen kann, dass es wichtig ist zu trauern und zu reden, dass es wichtig ist den Frauen zu sagen: es gibt einen Platz, euer Kind wird wahrgenommen und beerdigt! Auch wenn das Kind in Ärzteaugen nur ein Zellklumpen ist. Endlich kann auch er effektiver gegen das allgemeine Schweigen vorgehen.

Und es tut so gut! Es tut mir und vorallem meiner Seele so gut, endlich reden zu können und vorallem anderen damit auch noch zu helfen.

Die Moral von der Geschichte ist wohl folgende: macht das Maul auf, Leute! ;-)


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