Aprés Schlitten

Wir waren bis eben mit Hannah Schlittenfahren. Weil wir aufgrund diverser Gebrechen nicht wirklich aktiv mitdüsen konnten und uns somit aufs bloße Zusehen beschränken mussten, wurde die ganze Aktion durch das immer längere Herumstehen stetig kälter und kälter. Da half auch Hannahs Begegnung mit einem Weidezaun nichts, die uns kurzfristig den Puls steigen ließ. Sie düste locker fröhlich mit einem Plastikbob den Hang hinunter und erst als sie immer schneller wurde, war uns klar: Sie hatte die Anweisungen zum Bremsen des Gefährts nicht wirklich verstanden. Zwar nahm der Schwung irgendwann ab, reichte aber dennoch, um mit dem Gesicht (genauer gesagt mit der Nase) an der Litze des Zauns zu bremsen. Durch die Wucht wurde sie nach hinten vom Bob gedrückt, was einerseits Spuren im Schnee und andererseits im Gesicht hinterließ. Sie weinte natürlich entsprechend, aber sie wollte mit ihrem “Porutscher” gleich nochmal den Hang hinunterdüsen. Ein tapferes Kind. :mrgreen:

Alles in allem drängt sich ein wärmendes und zugleich beruhigendes Getränk nach so einem Nachmittag geradezu auf. Also wärmte ich mir eben kurzerhand einen schönen Glühwein. Herrlich! Die Lebensgeister kehren zurück… :-D

Hannah und der Wintersport

Inzwischen ist Januar und hier auf der Schwäbischen Alb hält der Winter natürlich Einzug – mehr oder weniger. Es könnte sicher besser sein, sprich: mehr Schnee haben, aber das kann ja noch kommen. Jedenfalls entdeckt Hannah in diesem Jahr den Wintersport ganz anders als bisher. Sind wir im letzten Jahr mit ihr noch auf einem mit Sitz versehenem und gepolsterten Schlitten gemächlich bergab gerutscht, so ist sie heuer schon sehr viel flotter und auf “Poporutschern” und Bobs unterwegs. Und weil Hannahs Opa Skilehrer ist, gibt es da natürlich noch starke Bestrebungen, sie auch auf die beiden Bretter zu bringen… irgendwie. Allerdings gestaltet sich das nicht ganz so einfach, wie sich das der “Skigroßvater” vorstellt. Skischuhe sind Hannah irgendwie unheimlich und immer dann, wenn es am Hügel gilt wieder bergauf zu marschieren, verliert sie zuerst die Lust und dann die Beherrschung. Letzteres äußert sich in teils wilden Schreiattacken, die (zumindest gestern Nachmittag) eine Mischung aus Frust, Faulheit und vor allem Müdigkeit waren. Trotzdem will sie immer wieder Schlitten- oder Bobfahren. Und heute Morgen äußerte sie sogar den Wunsch, mal das Skifahren auszuprobieren. Wieviel da letztlich dran ist, werden wir sehen. :mrgreen: