Hannah und der Wintersport

Inzwischen ist Januar und hier auf der Schwäbischen Alb hält der Winter natürlich Einzug – mehr oder weniger. Es könnte sicher besser sein, sprich: mehr Schnee haben, aber das kann ja noch kommen. Jedenfalls entdeckt Hannah in diesem Jahr den Wintersport ganz anders als bisher. Sind wir im letzten Jahr mit ihr noch auf einem mit Sitz versehenem und gepolsterten Schlitten gemächlich bergab gerutscht, so ist sie heuer schon sehr viel flotter und auf “Poporutschern” und Bobs unterwegs. Und weil Hannahs Opa Skilehrer ist, gibt es da natürlich noch starke Bestrebungen, sie auch auf die beiden Bretter zu bringen… irgendwie. Allerdings gestaltet sich das nicht ganz so einfach, wie sich das der “Skigroßvater” vorstellt. Skischuhe sind Hannah irgendwie unheimlich und immer dann, wenn es am Hügel gilt wieder bergauf zu marschieren, verliert sie zuerst die Lust und dann die Beherrschung. Letzteres äußert sich in teils wilden Schreiattacken, die (zumindest gestern Nachmittag) eine Mischung aus Frust, Faulheit und vor allem Müdigkeit waren. Trotzdem will sie immer wieder Schlitten- oder Bobfahren. Und heute Morgen äußerte sie sogar den Wunsch, mal das Skifahren auszuprobieren. Wieviel da letztlich dran ist, werden wir sehen. :mrgreen:

Purple Schulz – Mit dem Rücken an der Wand

Manchmal Meist sagt Musik mehr als tausend gesprochene Worte…

Er liegt wach im Bett und das Fenster ist auf,
dumpf fliegt der Lärm von der Straße herauf,
und dumpf ist das Echo aus seinem Bauch,
sein Herz ist wie die Wüste – heiß und leer.
Er schaut auf die Uhr, ob es Zeit ist zu gehen,
springt in seine Klamotten, trinkt den Kaffee im stehen,
rennt aus seinen vier Wänden, um dem Licht zu entgehen,
denn er glaubt, da draußen gäb es so viel mehr.
Er läßt sich fallen in den tiefen Rausch der Sinne
alles was er will steht auch für ihn bereit.
Er packt alles ein, und er schafft es nach Hause,
er kippt es auf den Boden, doch da ist nichts, was er braucht.

Mit dem Rücken an der Wand schaust Du nach vorne,
du siehst nicht doch Du spürst, was Du vermisst.
Es kommt auf Dich zu, wie ein Schrei aus der Stille,
will nur, daß der Himmel Deine Erde küßt.

Dieser Blick am Morgen, sie kennt ihn genau,
steht vorm Spiegel und schminkt sich Farbe ins grau,
die Seele zersplittert, gut abgedeckt sticht in ihr Herz doch sie
geht drüber weg.
Jedes Lächeln zielt, jeder Blick überlegt, keine Bewegung, die
nicht was bewegt
hält sie sicher die Fäden in der Hand,
der Zerfall kühl berechnet und gebannt.
Sie läßt sich fallen in das Paradies der Lichter
tanzt bis der Boden unter den Füßen bebt,
fliegt durch die Nacht und sie landet vorm Spiegel,
die Farben sind zerlaufen und ihr Traum explodiert.

Mit dem Rücken an der Wand schaust Du nach vorne,
du siehst nicht doch Du spürst, was Du vermisst.
Es kommt auf Dich zu, wie ein Schrei aus der Stille,
will nur, daß der Himmel Deine Erde küßt.

© Purple Schulz

Fastfood-Premiere

Wir gehören keineswegs zu den Eltern, die ihrem Kind Fastfood in jedweder Form bis zur Volljährigkeit verweigern. Es ist nur einfach so, dass Katrin nicht der “Fastfood-Typ” ist (sprich: ihr schmeckt dort kaum etwas) und somit auch ich nur eher selten bei McDonald’s oder Burger King vorbeischaue. So ergab es sich, dass wir bisher noch nie mit Hannah bei solch einer Imbisskette waren. Wir wissen wohl, dass sie für Pommes mit Ketchup mehr als nur eine Vorliebe hat, aber es hat sich bisher einfach noch nicht ergeben. Heute war das (gleich zu Beginn des noch jungen Jahres) anders und so durfte Hannah heute zum ersten Mal Pommes mit Ketchup, Chicken McNuggets und ein Apfelschorle in sich reinschlingen genießen. Es war wirklich Genuss pur und sie hat jeden einzelnen Kartoffelstick beinahe persönlich begrüßt. Damit grenzt sie sich schon mal vom Großteil der Jugendlichen um uns herum deutlich ab, die den Begriff “Fastfood” wirklich wörtlich nehmen. Das hat mit Nahrungsaufnahme kaum mehr was zu tun, sondern eher mit Müllentsorgung. Wie auch immer… Hannah hat’s gefallen und es ware sicherlich nicht das letzte Mal, dass wir dort vorbeischauen. Und obwohl Hannahs Mami wie gesagt kein Fan von Fastfood ist, heißt sie das auch gut, denn so bleibt wenigstens ab und zu mal die Küche kalt. :mrgreen:

Silvesterschlacht

Die Schlacht ist geschlagen! Hier in unserer Straße sieht es so aus, als ob der Dritte Weltkrieg ausgebrochen wäre. Dass ich fast jedes Jahr der Meinung bin, dass mehr als sonst verböllert wurde, mag daran liegen, dass Silvester nur einmal in zwölf Monaten ist und Erinnerungen deutlich schneller verblassen. Trotzdem bin ich ernsthaft der Meinung, dass es heuer mehr war als die letzten Jahre zuvor. Wie die Verrückten haben sie hier geböllert und Raketen gen Himmel gejagt. Selbst nach ein Uhr lagen die Straßenzüge rund um unser Haus noch immer in geisterhaften (Schwarzpulver-)Nebel. Ich selbst habe absolut nichts gegen Böller und Raketen. Für Hannah haben wir in diesem Jahr auch ein paar Fontänenvulkane und Raketen abgezündet – allerdings schon ein paar Stunden vor zwölf. :) Es ist also nicht so, dass ich diesem “Brauch” rein gar nichts abgewinnen kann. Aber in diesen Massen… :-? Und dann lassen nahezu alle ihren Dreck einfach so auf der Straße liegen. Selbst Sektflaschen zierten heute unser Wohngebiet hier. So wurde ein kleiner Spaziergang um den Block zur Besichtigung eines wahren Schlachtfeldes. Prosit Neujahr! 8-O

Adieu 2009!

Tom Kleiner (Pixelio)

Unsere kleine Familie blickt auf ein Jahr der gemischten Gefühle zurück. Vieles lief nicht so wie wir uns das vorstellten. Dass das Leben kein Ponyhof ist, wissen wir spätestens seit Strombergs Weisheit. Dass uns das Jahr 2009 gleich nach 2008 nochmal soviel Ärger und Kummer bereitet, hatten wir weder erwartet noch befürchtet. Leider steht das neue Jahr (zumindest der Beginn) auch nicht unter dem besten Stern. Wir werden das Beste daraus machen und versuchen, unsere Familie gegen alle widrigen Einflüsse von außen und gegen den ein oder anderen Idioten, der uns das Leben schwer machen möchte, bestmöglich abzuschirmen. Es bleibt zu hoffen, dass uns das so gelingt, denn gegen vieles andere kann man hingegen rein gar nichts unternehmen. Vielleicht können wir dann schließlich wieder frohen Mutes nach vorn blicken…

… und vielleicht schaff ich es in 2010 endlich mal, dem Bollenhut termingerecht und vor allem direkt zum Geburtstag zu gratulieren. :oops: In diesem Jahr ist sie mir nämlich wieder durch die Lappen gegangen. Das wird schon beinahe zu einer ungeliebten Tradition! :lol: Aber fühl Dich nicht zu sehr geehrt! Das Sternchen* fiel heuer auch unter den Tisch. Wenn dann mach ich das konsequent.  :roll: Ob ich daher einen Vorsatz für’s neue Jahr aussprechen soll…  :?: Wir werden sehen! :twisted:

Wir wünschen allen Lesern unseres Blogs ein glückliches, zufriedenes und gesundes neues Jahr!