Und lustig dreht sich das Krankheitsrad
Es klinkt unglaubwürdig, fast schon sarkastisch, aber es ist leider wahr: vorhin haben wir die Ergebnisse von Hannahs Abstrich erhalten und es ist jetzt klar, dass sie eine hochgradig ansteckende Streptokokken-A-Infektion hat. Also Angina. Und natürlich gehen die Erreger auf´s Herz und natürlich bin ich herzmäßig vorbelastet. Weil ich als Kind sehr oft Scharlach mit eben diesem Erregertyp hatte und mir die wilden Bazillen sozusagen die Herzklappe zerfressen haben. So heißt es also für Familie Vollmer (mal wieder): Peniccillinsaft nehmen und Hausarrest.
Ach Frühling – du könntest so schön sein
Frühlingsgefühle mal ganz anders
Ach, was haben wir uns auf den Frühling gefreut! Nach diesem langen, kalten und vorallem sonnenarmen Winter waren wir geradezu glückseelig, als die Temperatur stieg und der Schnee schmolz. Doch die Freude hatte kurz vor Ostern ein jähes Ende: hurra, hurra – der Heuschnupfen ist da! Was für uns Erwachsene ja schon übelst ist, ist für Kinder noch anstrengender. Hannah ist dieses Jahr voll mit eingestiegen: sie hat vereiterte Augen, eine Schniefenase und vorallem einen trockenen fast asthmatischen Husten. Abends hat das arme Fräulein manchmal noch Fieber. Und entsprechend ist die Stimmung: grätig bis unerträglich!
Ich geh jetzt nicht soweit, mir den Winter zurückzuwünschen. Ich wünsch mir viel eher einen Regentag – damit wir alle mal kurz durchschnaufen können.
Haarig!
Die Wurzel folgenden Übels mag in der sträflichst vernachlässigten Aufsichtspflicht beider Elternteile begründet sein, oder aber in mangelndem Spielzeuginteresse seitens des Kindes oder vielmehr in wachsender Erkundung des eigenen Körpers. Wie dem auch sei, Hannah hat heute entdeckt, dass man mit einer Schere nicht nur Papier schneiden kann, sondern auch die eigenen Haare. Wie habe ich diese Pracht gepflegt – allein der Pony wächst seit einem Jahr – und Fräulein Tochter schnippelt sich binnen Sekunden ganze Büschel vom Haupte. Das Ergebnis ist folgendes: verlorene Haarpracht für den Mülleimer und leicht asymetrische Frisur der Tochter! Diese übrigends kommentierte das Geschehene mit den Worten:” ach Mama – des wächst doch wieder nach!” In diesem Sinne: nächstes Jahr sind wir wieder soweit wie jetzt
Typisch Heinz!
Heinz Becker in einzelnen Dosen ist schon heftig und anstrengend (im positiven Sinne!). Aber eine Art “Best of” von Heinz’ peinlichsten Szenen über eine Länge von rund zehn Minuten ist fast nicht auszuhalten! Spätestens bei Laufzeit 1:41 Minuten (wenn nicht schon vorher bei den Einkaufswagen) haut’s bei mir alle Sicherungen raus und ich ergieße mich in einem tränenreichen Lachkrampf. Herrlich, köstlich, absolut erfrischend und erheiternd. Klasse einfach!
Hebamme – jeder braucht mal eine!
Hannahs Geburt liegt nun schon über 3 Jahre zurück, aber dennoch werde ich diese Zeit niemals vergessen: dieses kleine Wesen, die plötzliche Vertrautheit, das Glück, die unbeschreibliche Liebe zu diesem Kind. Und ich werde auch die Hilfe meiner Hebamme nicht vergessen. Wie sie 2 Tage lang an meiner Seite war, wie sie mich unterstützt hat – mit Worten und Taten, wie sie mir Mut gemacht hat, wie sie für Micha da war, wie sie meinem Kind auf die Welt geholfen hat! Erst durch meine Hebamme war es uns möglich, Hannah zuhause zur Welt zu bringen und dadurch das schönste Erlebnis meines Lebens in vertrauter Umgebung erleben zu dürfen!
Eine Hebamme braucht jede Frau früher oder später mal! Nicht nur bei einer Geburt ist sie an deiner Seite. Auch bei der Vor- oder Nachsorge ist sie stets eine hilfreiche und vorallem nichtärztliche Ansprechpartnerin. Meine Hebamme war auch vor gut einem Jahr bei mir und mit mir, als ich unser Kind verlor. Kurzum: eine Hebamme ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Und darum rufe ich hiermit zum Kampf für die Rechte der Hebammen auf. Helft mir kämpfen auf euren Blogs, in Twitter, bei Facebook usw. Weitere Infos findet ihr unter:
Glück gehabt
Zum Glück ist Astrid Lindgren tot. Um Gottes Willen! Ich will damit natürlich nicht sagen, dass ich der Frau ihr Schicksal gönnte. Wer so wundervolle Geschichten schreibt, sollte ewig leben… und tut das in gewisser Weise sicher auch. Nein, die Tatsache, dass die berühmte Kinderbuchautorin schon seit einigen Jahren verstorben ist, ersparte mir einige mühselige Erklärungen. Ich glaube, um all das zu verstehen, muss ich doch etwas weiter ausholen.
Hannah ist ein großer Fan von Pippi Langstrumpf. Als ich heute in der Mittagspause durch die Regale einer Buchhandlung stöberte, fiel mir eine Sonderausgabe von eben jener Geschichte in die Hände. Sie war illustriert mit vielen bunten Bildern und als solche als Vorleselektüre für Hannah bestens geeignet. Auf der Rückseite des Buchdeckels prangerte – wie meist üblich – das Foto der Autorin, also in diesem Fall von Astrid Lindgren. Beim ersten Ansehen des Buches fiel dies Hannah prompt auf und sie fragte mich, wer diese Dame sei. Ich antwortete ihr – in gewisser Weise wahrheitsgemäß – dass es sich um Pippis Mama handele. “Oh,” reagierte Hannah prompt, “dann ist die Frau im Himmel?” Ich zögerte kurz und konnte dann guten Gewissens sagen: “Ja, die Frau ist im Himmel.” Zum Glück also ist Astrid Lindgren tot… Nix für ungut!
Gesucht!
Wer kennt diesen Mann? Er raubt seit einigen Tagen immer und immer wieder die Aufmerksamkeit unserer Tochter. Er ist klein, rot, kann die Scheinwerfer bewegen und hupt hin und wieder verdächtig. Meist wird er in Begleitung eines Mannes namens Jan gesehen. Sachdienliche Hinweise bitte direkt an die verzweifelten Eltern oder Hannahs Kindergarten.








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