Ein wunderbares Buch für warme Sommernächte:
“Das etruskische Lächeln” von Josè Luis Sampedro ist ein wunderbar warmherziges Buch, dass von einem Großvater erzählt, der durch die Liebe zu seinem Enkel das Leben nochmals von Herzen zu genießen beginnt. Sehr rührend und unterhaltsam geschrieben, man sieht den Großvater bildlich neben sich sitzen und seine Geschichte erzählen. Dieses Buch hat mir sehr berührt, zu Tränen gerührt oder auch einfach nur zum Lachen gebracht. Ein echtes Schmankerl!
Hannahs Kindergärtnerin hat mir heute eine sehr süße Geschichte erzählt:
am Montag, als die Kindergartenkinder auf dem Rückweg vom Wald in den Kindi waren, haben einige Kinder die Erzieherinnen gefragt, ob sie denn nachher auch von der Mutter abgeholt werden. “Nein”, war die Antwort, “wir werden nicht von unseren Müttern abgeholt.” Ein Mädchen hat dann gefragt, ob denn wenigstens die Oma käme. Daraufhin antwortete eine Erzieherin, dass ihre Oma leider schon gestorben sei, weil sie so alt war. Hannahs Kommentar dazu: “meine Oma ist ganz neu!” :-)
Unser Fernseher ist dabei den Jordan zu überschreiten. Sprich: er flimmert wie der Teufel und man kriegt schlicht Kopfschmerzen wenn man längere Zeit glotzen will. Hannah hat das sehr wohl auch bemerkt, ist doch ihre heißgeliebte “Heidi” irgendwie ein bissle anders als sonst. Jedenfalls kam sie heute angesaust und hatte einen Zettel in der Hand, von dem sie folgende Worte “abgelesen” hat: “…wenn das nächste Mal die Post klingelt kriegen wir einen neuen Fernseher im Paket. Und der flimmert dann nimmer wenn man auf den Knopf drückt!”. Soweit so logisch. Auf meine Frage, ob denn auf dem Zettel auch steht wer die neue Glotzkiste bezahlt antwortete sie prompt und ohne Umschweife:” auf dem Zettel steht, dass das der Papi ist!”
Na denn…
Manchmal hat Hannah komische Worterfindungen auf Lager: anstatt Laufbecher sagt sie “Schuhstöckler” oder die Stadt Pfullingen heißt bei ihr “Pfullining”.
Jetzt hat uns Hannah mit einer neuen Wortkreation zum Lachen gebracht. Vor Kurzem hat sie angemerkt, dass sie wenn sie einmal groß ist, auch so “Beutel” haben will wie ich. Was mich sehr ehrt, denn anscheinend findet sie meine Brüste ganz ansehnlich :-)
Jedenfalls hat sie erkannt, dass die Beutel meistens verhüllt sind und dass der Papa keine Beutel hat, so wie sie – sondern Stippeln. Die hannahsche Schlußfolgerung also lautet: der Papa hat Stippeln, sie hat auch mal Beutel und die Beutel werden dann von Beutelhaltern getragen.
Kindermund eben :-)

Heute kam Hannah ganz besonders aufgeregt aus dem Kindergarten gestürmt:
sie hatte einen Glitzerkäfer gefunden und vorallem die Einladung zu ihrem ersten Kindergeburtstag in der Hand.
Etwas schockiert ob des Kartenmotivs :-) werde ich mich aber selbstverständlich baldmöglichst auf die Suche nach einem geeigneten Kindergeburtstagsgeschenk machen.
Zu Beginn der Geschichte eins vorneweg: nein – wir haben kein Bild gemacht :-)
Hannah hatte heute morgen im Sandkasten des Kindergartens einen grünen Glitzerkäfer (wie sie ihn nennt) gefunden. Wie zu erahnen, weilte dieser Käfer nicht mehr unter den Lebenden. Diese Tatsache jedoch störte Hannah nicht im Geringsten: sie hat mir nach Kindergartenende diesen sandigen und leicht lädierten Käferkörper mit den Worten in die Hand gedrückt:” guck mal Mami – mein Glitzerkäfer!” Darauhin habe ich behutsam versucht dem Kind zu erklären, dass eben jener Käfer tot sei. Die Antwort kam rasch und entwaffnend:” Ich weiß! Aber ich nehm ihn mit heim und dann kann er wieder fliegen!”
So!
Mit einiger Überredungskunst habe ich Hannah dazu gebracht, den Käfer wenigstens auf dem Balkon zu platzieren bis er wieder fliegen kann. Den ganzen Mittag hat sie sich um ihren Glitzerkäfer gekümmert: ihn gestreichelt und ihm eine Suppe gekocht. Ja! Als es endlich Abend wurde – und Hannah im Bettchen süß träumte – erhob sich jener Glitzerkäfer und flog davon…welch Wunder!
(Muss gestehen: ich hab ihn den Balkon runtergeworfen).
Rührend finde ich diese Geschichte dennoch :-)
P.S.: der Glitzerkäfer ist auch bekannt als “Gemeiner Rosenkäfer” – falls jemand nachschauen möchte
Es klinkt unglaubwürdig, fast schon sarkastisch, aber es ist leider wahr: vorhin haben wir die Ergebnisse von Hannahs Abstrich erhalten und es ist jetzt klar, dass sie eine hochgradig ansteckende Streptokokken-A-Infektion hat. Also Angina. Und natürlich gehen die Erreger auf´s Herz und natürlich bin ich herzmäßig vorbelastet. Weil ich als Kind sehr oft Scharlach mit eben diesem Erregertyp hatte und mir die wilden Bazillen sozusagen die Herzklappe zerfressen haben. So heißt es also für Familie Vollmer (mal wieder): Peniccillinsaft nehmen und Hausarrest.
Ach Frühling – du könntest so schön sein
Ach, was haben wir uns auf den Frühling gefreut! Nach diesem langen, kalten und vorallem sonnenarmen Winter waren wir geradezu glückseelig, als die Temperatur stieg und der Schnee schmolz. Doch die Freude hatte kurz vor Ostern ein jähes Ende: hurra, hurra – der Heuschnupfen ist da! Was für uns Erwachsene ja schon übelst ist, ist für Kinder noch anstrengender. Hannah ist dieses Jahr voll mit eingestiegen: sie hat vereiterte Augen, eine Schniefenase und vorallem einen trockenen fast asthmatischen Husten. Abends hat das arme Fräulein manchmal noch Fieber. Und entsprechend ist die Stimmung: grätig bis unerträglich!
Ich geh jetzt nicht soweit, mir den Winter zurückzuwünschen. Ich wünsch mir viel eher einen Regentag – damit wir alle mal kurz durchschnaufen können.
Die Wurzel folgenden Übels mag in der sträflichst vernachlässigten Aufsichtspflicht beider Elternteile begründet sein, oder aber in mangelndem Spielzeuginteresse seitens des Kindes oder vielmehr in wachsender Erkundung des eigenen Körpers. Wie dem auch sei, Hannah hat heute entdeckt, dass man mit einer Schere nicht nur Papier schneiden kann, sondern auch die eigenen Haare. Wie habe ich diese Pracht gepflegt – allein der Pony wächst seit einem Jahr – und Fräulein Tochter schnippelt sich binnen Sekunden ganze Büschel vom Haupte. Das Ergebnis ist folgendes: verlorene Haarpracht für den Mülleimer und leicht asymetrische Frisur der Tochter! Diese übrigends kommentierte das Geschehene mit den Worten:” ach Mama – des wächst doch wieder nach!” In diesem Sinne: nächstes Jahr sind wir wieder soweit wie jetzt
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