Haarig!

Die Wurzel folgenden Übels mag in der sträflichst vernachlässigten Aufsichtspflicht beider Elternteile begründet sein, oder aber in mangelndem Spielzeuginteresse seitens des Kindes oder vielmehr in wachsender Erkundung des eigenen Körpers. Wie dem auch sei, Hannah hat heute entdeckt, dass man mit einer Schere nicht nur Papier schneiden kann, sondern auch die eigenen Haare. Wie habe ich diese Pracht gepflegt – allein der Pony wächst seit einem Jahr – und Fräulein Tochter schnippelt sich binnen Sekunden ganze Büschel vom Haupte. Das Ergebnis ist folgendes: verlorene Haarpracht für den Mülleimer und leicht asymetrische Frisur der Tochter! Diese übrigends kommentierte das Geschehene mit den Worten:” ach Mama – des wächst doch wieder nach!” In diesem Sinne: nächstes Jahr sind wir wieder soweit wie jetzt

Hebamme – jeder braucht mal eine!

Hannahs Geburt liegt nun schon über 3 Jahre zurück, aber dennoch werde ich diese Zeit niemals vergessen: dieses kleine Wesen, die plötzliche Vertrautheit, das Glück, die unbeschreibliche Liebe zu diesem Kind. Und ich werde auch die Hilfe meiner Hebamme nicht vergessen. Wie sie 2 Tage lang an meiner Seite war, wie sie mich unterstützt hat – mit Worten und Taten, wie sie mir Mut gemacht hat, wie sie für Micha da war, wie sie meinem Kind auf die Welt geholfen hat! Erst durch meine Hebamme war es uns möglich, Hannah zuhause zur Welt zu bringen und dadurch das schönste Erlebnis meines Lebens in vertrauter Umgebung erleben zu dürfen!
Eine Hebamme braucht jede Frau früher oder später mal! Nicht nur bei einer Geburt ist sie an deiner Seite. Auch bei der Vor- oder Nachsorge ist sie stets eine hilfreiche und vorallem nichtärztliche Ansprechpartnerin. Meine Hebamme war auch vor gut einem Jahr bei mir und mit mir, als ich unser Kind verlor. Kurzum: eine Hebamme ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Und darum rufe ich hiermit zum Kampf für die Rechte der Hebammen auf. Helft mir kämpfen auf euren Blogs, in Twitter, bei Facebook usw. Weitere Infos findet ihr unter:

Weise Worte eines weisen Mannes

Wer kennt sie nicht aus Kindertagen: die Poesiealben. Kleine Büchlein, in denen sich die Tanten und Onkel, Omas und Opas, Schulfreunde und sonstige Leutchen mit kleinen fröhlichen Sprüchen verewigt haben. Einen dieser Sprüche habe ich in letzter Zeit wieder öfters gelesen. Weil er so wahr war und ist und wohl auch bleiben wird. Mein Großvater hat ihn mir in mein Poesiealbum geschrieben – selber ausgedacht und liebevoll verewigt:

S´Leaba ischt a Karussell
mol dreht´s sich langsam, ond mol schnell
oimol bischt oba, oimol bischt onda
s´geit lustige, doch au traurige Stonda.
Sei Optimischt, doch mit Verstand,
no hoscht ällaweil a glücklicha Hand.

Glücksmomente

Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die das Leben so schön machen:

  • ein überraschender Anruf
  • ein unerwartetes Geschenk per Post ;-)
  • ein selbstgemaltes Bild vom Tochterkind
  • eine heiße Tasse Tee von der Lieblingssorte
  • eine gute Nachricht, die wieder Mut macht
  • Menschen, die einem zur Seite stehen
  • einige ruhige Minuten am Tag
  • beschwingte Musik im Radio
  • ein gutes Buch

Danke an alle Anrufer, Geschenkeverteiler, Bildermaler, Teekocher, Nachrichtenüberbringer, Mutmacher, Buchschreiber und an so viele andere

Von der Enttäuschung

Es mag sicherlich sein, dass ich ein eher pessimistischer Mensch bin. Vielleicht wurde ich so geboren, vielleicht hat das Leben mich aber auch so gemacht. Die letzten 2 Jahre waren für mich bzw. unsere Familie nicht einfach und Optimismus daher ein Fremdwort. Viel Schmerz und Enttäuschung, viel Kampf und Resignation liegt hinter uns. Die Zeiten wollen auch jetzt nicht wirklich besser werden und umso mehr schmerzt es, wenn man das Gefühl hat, alleine dazustehen. Wenn man Hilfe sucht und diese nicht bekommt, weil Banalitäten wichtiger sind, wenn man immer wieder vertröstet wird, wenn Freunde plötzlich schlecht über einen reden und wenn Kollegen auf einmal gegen einen sind. Dann ist das sehr enttäuschend, zermürbend und es schmerzt sehr. Es hilft auch nicht wirklich die Krisen zu überstehen. Nichts destotrotz haben mich die letzten 2 Jahre eins gelehrt: Ich hab einen, auf den ich mich verlassen kann, und das ist mein Michl!

Stadt+Zucker=Leckerei

Kinderlogik geht wie folgt:

Hannah:” Du Mama, krieg ich das Ding von einer Stadt mit ganz viel Zucker drauf?”
Mama:” ööh…äääh…was?”
Hannah:” na, das Ding mit dem Zucker drauf, das ist wie eine Stadt!”
Mama:” ach, Du meinst einen Berliner!”
Hannah:” jaaaa, genau :-) ”

Eigentlich logisch und erklärlich. Mich erstaunt aber auf jeden Fall die Tatsache, dass Hannah weiß, dass Berlin eine Stadt ist. Keine Ahnung wo sie diese Erkenntnis her hat :-)

Kleine Schätze

Steine beherbergen in sich die Energien von Jahrtausenden und ich glaube fest daran, dass jeder Stein eine Heilkraft in sich trägt, die er an uns weitergibt oder uns hilft negative Energien auszugleichen. Seit frühester Zeit wurden Edelsteine als heilig verehrt und zum Schutz vor negativen Einflüssen getragen. Die Kreuzritter z.B. sollen zum Schutz vor Gefahren und falschen Freunden stets ein Tigerauge bei sich getragen haben. In der Offenbarung des Johannes wird z.B. der Saphir als zweiter Grundstein des neuen Jerusalem genannt und Hildegard von Bingen, eine der mittelalterlichen Heilerinnen, beschreibt in ihrem umfassenden Werk “Physica” von 1154 u.a. die Entstehung von zwölf Edelsteinen und erläutert deren Anwendungsmöglichkeiten.Vielleicht ist es also das Mythische das mich so an den Heil- und Edelsteinen fasziniert. Vielleicht hat auch meine Oma daran etwas Schuld. Ich erinne mich nämlich noch sehr gut an ihren Setzkasten, in dem sie die unterschiedlichsten Steine aufbewahrt hat bzw. bis heute aufbewahrt. Dort findet man z.B. einen Bernstein mit einer versteinerten Fliege oder einen Lavastein aus Sizilien.
Meine eigene Sammlung an Heilsteinen wächst stetig und so habe ich für jede Gelegenheit meinen persönlichen Stein zur Hand:

  • meinen grünen Jadestein trage ich, wenn ich ruhiger werden will oder wenn eine Entscheidung ansteht. Er verhilft auch zu Harmonie und Liebe
  • der Karneol gilt als “Widderstein” und ich habe ihn bei mir, wenn ich Mut brauche oder Dinge optimistischer sehen möchte
  • mein Mondstein fördert die weiblichen Intuitionen und gibt Feinfühligkeit
  • aus den Bergkristallen lässt sich prima Kristallwasser herstellen, welches klarsichtig macht
  • in unserer Wohnung sind Rosenquarze verteilt. Diese machen empfindsamer für die Wünsche und Sorgen anderer Menschen
  • im Schlafzimmer liegen Amethyste, diese vertreiben Alpträume und verhelfen somit zu einem ruhigen Schlaf

So kann ich zu jedem meiner kleinen Schätze eine eigene Geschichte erzählen und sagen, wann und wie ich sie gebrauche. Lacht mich aus und haltet mich für verrückt – ich glaube fest an meine Steine und hab immer einen bei mir, der mich beschützt und mir durch die Probleme des Lebens hilft.

Kranke Kinder gehören ins Bett!

Oh wie ist mir heute der Kamm geschwollen – was hab ich mich aufgeregt. Aber, wie so oft, ist es auch dieses Mal völlig sinnlos denn es wird sich nichts ändern. Geschehen ist folgendes:

Hannah hat seit dem Wochenende ihren gefühlten 1000000000078594043. Infekt und kann somit nicht in den Kindi gehen. Sehr zu ihrem und meinem Leidwesen. Heute mittag waren wir eine kleine Runde spazieren und Hannah wollte mal eben schnell im Kindi nach ihren Freunden sehen. Also haben wir einen kurzen Stopp hingelegt um “Hallo” zu sagen. Was ich dort sag, ließ mir (wie oben beschrieben) beinahe den Kragen platzen: hustende, rotzelnde Kinder wohin man sieht. Das Schlimme dabei ist nicht, dass die Eltern ihre kranken Kinder im Kindergarten abliefern, sondern die Tatsache dass diese Eltern zuhause rein gar nix zu tun haben! Die stehen auf der Straße und datschen, oder rauchen auf dem Balkon das eine oder andere Zigarettchen oder machen nen schönen Spaziergang mit dem Hund! Keine der Mütter ist berufstätig, sondern zuhause. Und dennoch landen die Kinder im Kindergarten, wo sie fleissig ihre Bazillen und Viren an andere weitergeben! Wie verantwortungslos muss man denn sein??

I au will!

Wie alt wirst du in drei Monaten sein?
alt genug

Denkst du, du wirst bis dahin verheiratet sein?
ich gehe stark davon aus, dass ich es noch sein werde :-)

Was ist zurzeit dein Klingelton?
hab da leider ein vorsintflutliches Gerät und daher keinen bestimmten Ton

In wie vielen Städten hast du bisher gelebt?
2

Bevorzugst du in Schuhen herumzulaufen, auf Socken oder barfuß?
Socken…ich latsch meist in Socken rum und krieg dann kalte Füße

Was ist deine Lieblingseiscreme?
Mango-Schokolade-Zitrone-Vanille-Walnuss-Straciatella

Hast du eine bestimmte Art und Weise, wie du im Bett schläfst?
bin ein Bauchschläfer

Bist du eine laute Person?
wenn´s sein muss ja

Wie alt bist du?
alt genug für graue Haare

Kannst du Poker?

Schon mal jemanden geküsst, deren oder dessen Name mit “D” anfängt?
jipp

Würdest du deine Nase piercen lassen?
never

Bist du neugierig?
selbstverständlich bin ich das :-)

Kennst du eine, die schwanger ist?
Ja.

Würdest du ohne deine Eltern zurecht kommen?
wahrscheinlich nicht wirklich auch wenn ich es gerne würde :-)

Letzter Film, den du gesehen hast?
“4 Federn” mit Heath Ledger

Ist es in der Regel einfach für andere, dich zum Lachen zu bringen?
eigentlich schon, ja

Was hast du zuletzt in deinen Mund geschoben?
Smarties

Wer hat zuletzt für dich gekocht?
meine Mum

Wer hat dich zuletzt angerufen?
meine Mum

Liest du den Sportteil der Zeitung?
Nö.

Hast du eine gute Beziehung zu deinem Bruder/Schwester?
ja, wenn auch eine schwierige zur Zeit

Was für Bilder hängen in deinem Zimmer?
hab kein eigenes Zimmer

Wie siehst du aus: wie Mama oder Papa?
eindeutigs Votum: meinem Dad

Wenn du für den Rest deines Lebens nur noch ein einziges Getränk zu dir nehmen dürftest, welches wäre das?
Jessas, keine Ahnung

Was liegt rechts neben dir?
Wäscheberge

Schon mal irgendwo ins Wasser gefallen?
Ja.

Das Glück anderer Leute

© Oliver Haja (Pixelio)

Wenn so alles schief geht im Leben und ich kurz davor bin, den ganzen Mist einfach hinzuschmeißen, dann guck ich aus dem Fenster und mach mir so meine Gedanken:

  • ist die alleinerziehende Mutter von nebenan glücklich mit ihren 2 Kindern, oder beneide ich sie nur um ihr Mutterglück?
  • ist der Nachbar, zwei Häuser weiter, wirklich zufrieden mit seinem arbeitslosen Leben oder beneide ich ihn nur, weil er den ganzen Tag zuhause ist und scheinbar trotzdem genug Geld hat für ein großes Auto und eine Videokamera?
  • läuft bei der Großfamilie, eine Straße weiter, wirklich alles so rund wie es den Anschein hat, oder sehe ich nur das, was ich sehen soll?

Glück ist relativ. Wann ist man glücklich? Die einen sind glücklich, wenn sie gesund sind, andere wenn sie Geld gewonnen haben, wieder andere wenn sie anderen Menschen helfen konnten. Vielleicht sehen diese Leute auch durch unsere Fenster und denken: ach, die sind bestimmt glücklich und ich hab so nen Mist am Hals!