Archiv

Autor Archiv

Wenn Uhren rückwärts laufen

10. März 2010 Micha 1 Kommentar

Manchmal erhofft und wünscht man sich, die Zeit zurück drehen zu können. Manchmal wäre es interessant, was passieren würde, wenn die Uhren rückwärts liefen. Was sich jetzt furchtbar philosophisch anhört, ist mir heute mehr oder minder “einfach so” vor die Füße gefallen. Meine Bürouhr dachte sich: “Konsequent gegen den Trend!” und lief aus heiterem Himmel einfach rückwärts. Das ist kaum zu glauben, aber wahr:

Get the Flash Player to see this content.

Inzwischen läuft alles wieder seinen gewohnten Gang. Das, was zunächst so mystisch erschien, war einfach nur einer leeren Batterie zu verdanken… das ist alles. Leider! :mrgreen:

KategorienKuriositäten

Auge in Auge

26. Februar 2010 Micha 1 Kommentar

Jeder kennt dieses Gefühl. Jeder weiß, wie es sich anfühlt. Es gibt Ereignisse im Leben, die man regelmäßig ausblendet, die man bestmöglich ignoriert wie verflossene Liebschaften, denen man am liebsten niemals wieder begegnen würde. Manchmal aber, da passiert es einfach. Da kann man nicht ausweichen und zur Seite schauen. Da muss man sich stellen und schließlich kapitulieren vor der Übermacht des Schicksals. Es ist immer schlimm, wenn ein Mensch diese Welt verlassen muss. Aber letztlich gehört es dazu wie das Geborenwerden, wie Schatten zum Licht. Angesichts dessen, wird einem die tatsächliche Hilflosigkeit gegenüber dem Lauf des Lebens bewußt und man lernt (wenn auch oftmals leider nur für den Moment) die wirklich wichtigen Dinge schätzen.

Lieber Jürgen, wo immer Du jetzt bist: Danke dafür, dass wir uns kenngelernt und so manchen, vor lauter Lachen tränenreichen Moment erleben durften. An diesem Tag heute wissen alle, die Dich kannten und mochten: Es waren viel zu wenige. Mach’s gut! Man sieht sich… :wink:

KategorienErkenntnisse

Gedicht eines ewig Kranken

9. Februar 2010 Micha 2 Kommentare

Wenn die Mandeln1 Stränge fleißig eitern,
und der Hals ist rötlich wund,
kann dich nichts so schnell aufheitern,
außer du wirst flugs gesund.

:lol:

  1. Hab seit meinem zweiten Lebensjahr keine mehr
KategorienKuriositäten, Poesie

Kindergarten = dauernd krank

7. Februar 2010 Micha 5 Kommentare

Keine Sorge! Mir ist schon bewußt, dass unser inzwischen immerwährender Krankenstand so langsam niemanden mehr interessiert. :lol: Es ist ja auch so, dass wir unser eigenes Selbstmitleid schon gar nicht mehr hören können und wollen. :twisted: Hier geht es auch weniger ums Lamentieren, als um eine Art “Umfrage”.

Seit Hannah letzten Herbst in den Kindergarten gekommen ist, haben wir quasi pausenlos irgendwelche Infekte, mit denen wir uns herumschlagen. Angefangen hat es gleich mal mit einer ordentlichen Magen-Darm-Grippe, dann aller Vermutung nach mit der Schweinegrippe und seither plagen uns immer wieder Schnupfen, Halsschmerzen und vor allem dieser hartnäckige und tiefsitzende Husten, der zunächst als bloßer Reiz im Hals beginnt und später dann auf die Lunge sitzt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich innerhalb von nur einem Vierteljahr gleich zwei Antibiotikatherapien durchmachen “durfte”. Um Hannahs Lunge zu schützen bekommt sie inzwischen ein Pulver, das normalerweise Asthmakinder nehmen müssen. Ich mit meinem allerigschen Asthma pumpe mir jetzt seit Jahren zum ersten Mal wieder regelmäßig Kortison in die Bronchien. Die Häufigkeit, die Intensität und vor allem die Hartnäckigkeit dieser Ansteckungen sind mir neu und daher auch ziemlich unheimlich.

Wenn man sich so umhört, scheint das allerdings ein ganz normales Phänomen im ersten (und teilweise auch noch im zweiten) Kindergartenjahr zu sein. Nirgendwo sonst scheinen so viele Erreger aufeinander zu prallen, als im Kindergarten. Vermutlich paaren sich in diesem “Freudenhaus für Erreger” die Bazillen und Viren fleißig und kreieren so neue Infekte, die wie Pilze aus dem Boden sprießen. Manchmal kommt es mir so vor, als ob wir hierfür das primäre Testlabor wären. :lol:

Mich würde mal interessieren, wie das bei Euch “jungen” Eltern da draußen so ist oder war. Kennt Ihr das Phänomen des “Dauerkrankseins”? Sind wir neuerdings einfach nur besonders anfällige Kreaturen oder halten wir uns noch relativ wacker? Wir kennen zum Beispiel auch Fälle von dauernden Mittelohrentzündungen und dergleichen. Das blieb uns bisher noch erspart! Kommt das womöglich noch? Wird es im Frühjahr und Sommer wirklich wieder besser mit den Erkältungen? Bricht dann dafür die Zeit der Läuse und Flöhe an?  :-? Bitte sagt uns, dass die Welt doch nicht so böse ist! Sagt uns, dass noch Hoffnung auf eine (langfristige) Gesundung besteht. :lol:

In diesem Sinne: Einen lieben Huster an Euch alle! :mrgreen:

KategorienElterngeschichten

Lang ist’s her

5. Februar 2010 Micha Keine Kommentare

Mei, ist das jetzt schon lange her, dass wir hier im Blog ein Stöckchen hatten. :roll: Da kam mir bei meiner täglichen Blogtour gerade recht, dass die ewig Vergessene (sie weiß, was ich damit meine :D ) eins aufgeschnappt hat. Hier ist also – nach unendlich langer Zeit – wieder einmal ein Stöckchen:

Wie alt wirst du in drei Monaten sein?
1.153.253.498 Sekunden

Denkst du, du wirst bis dahin verheiratet sein?
Ich hoffe, dass ich bis dahin “noch” verheiratet bin, ja! :lol:

Was ist zurzeit dein Klingelton?
“Harry Potter” – selbstgemacht :D

In wie vielen Städten hast du bisher gelebt?
Öhm… *nachzähl* In dreien, glaub ich…

Bevorzugst du in Schuhen herumzulaufen, auf Socken oder barfuß?
Das kommt auf den Ort und die Witterung an. Grundsätzlich bin ich aber ein Schuhmensch. :)

Was ist deine Lieblingseiscreme?
Vanille

Hast du eine bestimmte Art und Weise, wie du im Bett schläfst?
Ich schlaf (meistens) seitlich. “Man” sagt, ich würde mich manchmal auch ordentlich hin- und herwälzen. Das muss an meinem bewegten Alltag liegen. :lol:

Bist du eine laute Person?
Ich glaube nicht, nein.

Wie alt bist du?
1.145.304.873 Sekunden :D

Kannst du Poker?
Ja… Ich hoffe schon… Ist schon so lange her! :roll:

Schon mal jemanden geküsst, deren oder dessen Name mit “D” anfängt?
*überleg* Nä, nicht dass ich wüsste!

Würdest du deine Nase piercen lassen?
Auf keinen Fall!

Bist du neugierig?
Neiiiin! Ich liebe es nur einfach, mit aktuellen Informationen versorgt zu werden. :D

Kennst du eine, die schwanger ist?
Ja.

Würdest du ohne deine Eltern zurecht kommen?
Sagen wir mal so: Ich will mir nicht vorstellen, es irgendwann zu müssen.

Letzter Film, den du gesehen hast?
“Hancock” mit Will Smith

Ist es in der Regel einfach für andere, dich zum Lachen zu bringen?
Meistens schon, ja.

Was hast du zuletzt in deinen Mund geschoben?
Ich gestehe: Ich habe einen von Hannahs Kinderriegeln stiebizt. Ja, ich bin ein böser Mensch!

Wer hat zuletzt für dich gekocht?
Das Spatzel – Katrin also. Es gab südafrikanische Pizza. :lol:

Wer hat dich zuletzt angerufen?
Mein Dad.

Liest du den Sportteil der Zeitung?
Nö.

Hast du eine gute Beziehung zu deinem Bruder/Schwester?
Nö, hab doch schon eine Beziehung zu meiner Ehefrau! :lol:

Was für Bilder hängen in deinem Zimmer?
Bleistiftzeichnungen von meinem Dad.

Wie siehst du aus: wie Mama oder Papa?
Der überwiegende Großteil sagt, ich sähe meinen Dad ähnlich(er).

Wenn du für den Rest deines Lebens nur noch ein einziges Getränk zu dir nehmen dürftest, welches wäre das?
Flüssiges Brot. Da ist alles drin, was man braucht! :lol:

Was liegt rechts neben dir?
Die Computermaus.

Schon mal irgendwo ins Wasser gefallen?
Nö. Ist das langweilig! :lol:

KategorienStöckchen

Rache ist süß

2. Februar 2010 Micha Keine Kommentare
Amtliche UNWETTERWARNUNG vor STARKEM SCHNEEFALL und
SCHNEEVERWEHUNGEN

für den Kreis Reutlingen , Lagen über 400 Meter

gültig von: Dienstag, 02.02.2010 18:00 Uhr
       bis: Mittwoch, 03.02.2010 10:00 Uhr

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
        am: Dienstag, 02.02.2010 16:00 Uhr

Von Nordwesten verbreitet aufkommende Schneefälle, oberhalb 400
Meter dabei 10 bis 20 cm Neuschnee, in Stau- und Berglagen
örtlich um 30 cm Neuschnee. Außerdem besteht durch den böigen,
im Bergland stürmischen Südwestwind (um 60 km/h, im Bergland bis
etwa 85 km/h) die Gefahr von starken Schneeverwehungen.

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren:
Straßen und Schienenwege können unpassierbar sein. Bäume können
unter der großen Schneelast zusammenbrechen.
Vermeiden Sie Autofahrten!

Spatzel? Du bist schuld! Du hast Frau Holle gereizt bis auf’s Blut und jetzt gibt sie uns volle Breitseite!

KategorienKuriositäten

Wintereinbruch

31. Januar 2010 Micha Keine Kommentare

In den letzten Wochen traf der Winter fast ganz Deutschland mit ordentlichen Schneefällen und eisigen Temperaturen. In den Nachrichten, in Blogs und von Freunden und Bekannten hört man Wetterberichte wie aus den Alpen – und das teils aus Gebieten, die sonst gar nicht oder kaum mit Schnee “beglückt” werden. Kurioserweise wurde “unsere” Schwäbische Alb bisher ungewöhnlich stark verschont. Zwar gab es hier auch Schnee, aber zum einen lag dessen Höhe weit unter dem, was hier üblich ist; zum anderen war von einem Chaos weit und breit nichts zu spüren.

Diese verkehrte Welt scheint sich nun seit einigen Tagen und ganz besonders extrem seit gestern wieder zu relativieren. Gestern Morgen wurden wir von einer  etwa 20 Zentimeter dicken Schneedecke begrüßt. Wo zuvor noch ein bisschen gefegt und gestreut wurde, musste man nun mit Schneefräsen zu Leibe rücken. Die bloße Schneeschippe war ziemlich beschwerlich. Ein Glück, wenn der befreundete Nachbar ein solches, motorisiertes Gefährt sein Eigen nennt. :mrgreen: Doch half das leider bei dem hier vorherrschenden Streusalzmangel nicht wirklich weiter. Die kurze Fahrt zum Getränkemarkt war eine Abenteuerfahrt, die jede “Camel Trophy” in den Schatten stellt. Kaum wieder in der Garage kam der nächste Schneefall… und so schneit es jetzt eigentlich seit gestern Abend nahezu ununterbrochen weiter. Kurz bevor wir uns zur Ruhe begaben herrschten sibirische Verhältnisse mit fetten Schneeflocken in der Größe einer Zwei-Euro-Münze. Im Moment kommen wieder ordentlich dicke Schneeflocken runter – nicht mehr ganz so fett wie gestern Abend, aber die Intensität ist trotzdem beeindruckend. Die Schneedecke wächst weiter und wir sind heilfroh, dass wir zumindest heute nirgendwo mehr hin müssen. :roll: Spätestens wenn sich die Haustür nicht mehr öffnen lässt, ist ein gutes Buch unerlässlich. :lol:

Argumentativer Notstand

31. Januar 2010 Micha Keine Kommentare

Sonntagmorgen am Frühstückstisch. Hannahs entwaffnende, kindliche Logik:

Hannah: Darf ich morgen wieder in den Kindi?

Mama: Hm, schau mer mal. Du hustest immer noch und bist immer noch net wieder ganz gesund.

Hannah: Gut, dann bleibt der Babi morgen auch daheim! Der hustet auch noch…

Mama:

Papa:

KategorienElterngeschichten

Die Odyssee geht weiter

27. Januar 2010 Micha Keine Kommentare

© wrw (Pixelio)

Nicht schon wieder! Hier grassieren neuerdings schon wieder irgendwelche Viren und/oder Bazillen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so oft hintereinander und vor allem so hartnäckig krank gewesen zu sein. Natürlich haben uns Eltern mit etwas mehr Erfahrung vorgewarnt. Das erste Kindergartenjahr sei (bei den meisten?) etwas heftig, aber so haben wir uns das nicht vorgestellt. Meist fängt es harmlos an, mit einem bloßen Schnupfen oder einem “harmlosen” Kratzen im Hals – doch dabei bleibt es nicht. Was früher eine laufende Nase war, ist heute einen Nebenhöhlenvereiterung. Was früher ein nervender Husten war, ist heute eine ausgewachsene Bronchitis. Und was früher ein rauher Hals war, ist aktuell eine eitrige Angina.

Also “speise” ich zum zweiten Mal in diesem noch jungen Jahr Antibiotika und versuche mich mit allerhand Hausmitteln über Wasser zu halten. Der Arzt wollte mich (wieder mal) krankschreiben, aber es ist langsam ja nicht mehr zu glauben, dass hier ständig irgendwelche Infekte am Wüten sind. Ganz gleich, wer was eingeschleppt und wen angesteckt hat… Im Moment hat Hannah Husten und Schnupfen und weil sie so verschleimt ist, hat sie wegen ihren Schluckbeschwerden mal eben schnell das ganze Bett vollgekotzt beschmutzt. Ich habe (natürlich) auch Schnupfen und als Krönung einen entzündeten Hals. Katrin hält (noch) durch. Der letzte Satz gilt als nicht geschrieben, denn sonst ändert sich da sofort was dran. Bloß keine Hoffnung aufkommen lassen! Zum Glück Leider scheint es anderen auch nicht besser zu gehen. So habe ich heute von einem Bekannten erfahren, der wegen einer verschleppten Erkältung jetzt mit einer Herzmuskelentzündung flach liegt. Prost Mahlzeit – und natürlich gute Besserung von hier aus!

Wer immer der Schutzpatron der Kindergartenkinder (und natürlich derer Familien) ist: Möge er endlich seine schützende Hand auf uns legen, denn der “andere” Alltag ist momentan schon anstrengend genug. Danke! :-?

Auf dem linken Bein erwischt

25. Januar 2010 Micha 1 Kommentar

Es gibt immer wieder Momente im Leben, in denen man sprachlos ist. Meist aus Wut oder Fassungslosigkeit, manchmal aber auch, weil man gerührt ist. Heute habe ich – völlig unerwartet – den sprachlosesten Moment seit sehr, sehr langer Zeit erlebt. Selbst jetzt noch, Stunden danach, lässt er mich nicht los und zaubert einen verdammt dicken Kloß in den Hals.

Als ich heute im Büro saß, klingelte das Telefon und Katrin wollte kurz ein paar Dinge mit mir abklären. Schließlich fragte ich, wie so oft, ob Hannah in der Nähe wäre – einfach, um ihr kurz “Hallo” zu sagen. Im Hintergrund hörte ich schon ihre Stimme, die unmissverständlich zum Ausdruck brachte, dass sie den Papi gern sprechen würde. Schließlich überreichte Katrin der kleinen Maus den Hörer und ließ uns kurz allein. Völlig unerwartet und mit einer erschreckend rührseeligen und aufrichtigen Stimme schleuderte sie mir entgegen:

Babi, ich hab Dich heut schon ganz doll vermisst.

Ich war geplättet… sprachlos… unfähig irgendwas zu sagen. Hannah plappert zur Zeit vieles nach, was sie irgendwo aufschnappt, aber diesmal klang sie so ernst und klar. Sie meinte jedes einzelne Wort so, wie sie es sagte. So etwas “Tiefes” und Emotionales hat sie noch nie so klar und unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Umso mehr stand mir der Mund offen. Sie scheint mit ihren feinen Antennen längst bemerkt zu haben, dass die nächsten Wochen aufgrund beruflicher Umstände nicht einfach für unsere kleine Familie werden. Vielleicht ist es ihre Art zu zeigen, dass auch sie an diesen bevorstehenden Herausforderungen teilnimmt. Und sie wird spüren, dass ich sie auch sehr oft vermisse – einfach, weil ich nicht dann bei ihr sein kann, wenn mir danach ist.

Hannahs “Babi” scheint ein furchtbarer Gefühlsdusel zu sein. Aber viel zu schnell verrinnt die Zeit und aus Kindern werden Leute. Hannah hat mir heute auf ihre ganz eigene Art gezeigt, wie nah sie mir ist – auch dann, wenn wir, jeder für sich, dem eigenen Alltag nachgehen. Sie ist da, immer und überall und das ist ein furchtbar schönes Gefühl und gerade in schwierigen Zeiten ein trostspendender Gedanke. Dafür hab ich sie umso mehr lieb – die kleine Nudel. :)