Vorfreude & Angst
Es ist schon erstaunlich, was in einem Kinderköpfchen alles vor sich geht, von dem man selbst als Eltern oft überhaupt rein gar nichts mitbekommt und dann – von jetzt auf gleich – knallhart damit konfrontiert wird. Es ist kaum verwunderlich, dass sich derartige Hirnspiele bei Hannah zur Zeit meist um ein Thema drehen. Natürlich macht auch sie sich so ihre Gedanken, wie es wohl sein wird, wenn sie plötzlich “große Schwester” ist. Wie “tief” und wie konkret diese Vorstellungen sind, haben mich eben vorhin wieder beeindruckt, als ich Hannah zu Bett brachte.
“Papa, ich hab Angst, dass es der Mama sehr sehr weh tut, wenn sie das Baby kriegt.”
Von ihrer Freundin aus dem Kindi weiß Hannah neuerdings, wie – also auf welchem Weg – der Nachwuchs ans Tageslicht dringt. Ihr ist offenbar sonnenklar, dass ein Kind durch’s “Bisi” gepresst nicht unbedingt Spaß und Freude bringt.
“Darf ich Pumuckl-Kassetten hören, wenn das Baby schläft?”
Wer weiß, wie laut Hannah oftmals ihre Kassetten hört, der wird diese Frage leicht nachvollziehen können.
“Du, ich helf Euch dann beim Baby-Wickeln und beim Putzen!”
Dein Wort in Gottes Ohr, Hannah!
Aber wenn wir den Faktor Eifersucht mal ausblenden, trau ich es ihr sogar zu, dass sie wirklich ordentlich mit anpackt.
“Papi, Mama darf nicht ins Krankenhaus! Ich will net, dass sie ins Krankenhaus geht!”
Driftige Gründe für eine Hausgeburt!
Es ist schön, zu sehen, wie sich alles zusammenfügt und sich jeder auf seine Weise mit der nahenden Zukunft auseinandersetzt. Es fühlt sich gut an und ich weiß, dass wir die beste Familie der Welt werden.
Ich freue mich darauf – auch wenn es oftmals anstrengend sein wird… Egal! Dafür sind wir da – deswegen gibt es uns!
Sicherheitskonzept
Hannah hat zur Zeit mal wieder eine “Angstphase”. Das heißt, sie hat (vor allem kurz vorm Einschlafen) den ein oder anderen eher düsteren Gedanken. Was bisher jedoch Gespenster oder Monster waren (also eher irrrational) sind heuer Einbrecher. Woher sie diesen Begriff kennt, geschweige denn weiß, was so einer genau treibt, das können wir nicht mal ahnen. Jedenfalls weiß sie es und wollte eben vorhin beim Zu-Bett-Gehen ganz genau wissen, was wir in welcher Situation genau zu tun gedenken. Was, wenn der Einbrecher durch’s Fenster will? Oder wenn er ein scharfes Messer hat und die Haustür aufschneidet? Ich nahm diese Chance zum Anlass sie über unser ausgeklügeltes Sicherheitskonzept zu informieren.
Und so ganz nebenbei bekommt man es dann fast noch selbst mit der Angst zu tun. Was ist, wenn wirklich einer hier einbricht? Da man Angst am besten mit einem herzhaften Lachen besiegen kann, habe ich spontan geantwortet: “Wenn’s doch einer hier rein schafft, dann kriegt der mit dem Staubsaugerrohr den Hintern voll!” Das hat Hannah beruhigt… und mich auch.
In der Wartehalle zum Ziel
Es ist schon merkwürdig: Zum zweiten Mal warten wir schon seit Monaten auf die Ankunft eines neuen Familienmitglieds. Zum zweiten Mal wird fleissig Nestbau betrieben und werden Vorbereitungen getroffen. Es fühlt sich irgendwie so an wie beim ersten Mal und doch ist alles so vollkommen anders. Schon als wir Hannah erwarteten, waren wir stets ruhig und gelassen. Wir hatten uns immer schon vorgenommen, alles so locker und “normal” als nur irgend möglich an- und hinzunehmen. Wir fuhren damit stets sehr gut – auch wenn es uns sicher nicht immer gelang. Jetzt sind wir gewissermaßen alte Hasen und wissen irgendwie schon recht genau, was auf uns zu kommt. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass wir uns zwar tierisch auf den neuen Erdenbürger freuen, so etwas wie eine kribbelige Hysterie aber nicht aufkommen will. Das mag jetzt furchtbar klingen, so ist es aber nicht gemeint. Wo wir bei Hannah noch in die Welt hinausschrei(b)en wollten, dass wir sie erwarten und wie sehr wir uns darüber freuen, üben wir uns jetzt in bewußter Zurückhaltung. Wir wollen uns diesmal ganz “privat” wie blöde freuen. Wir möchten das diesmal ganz für uns alleine. Irgendwie besteht das dringende Bedürfnis, das alles für uns zu behalten. Dabei stellen wir uns dieselben Fragen: Wie wird das Kleine wohl aussehen? Wie wird sich seine Stimme anhören? Wird alles gutgehen? Wie wird dieser neue Mensch riechen, wie wird er sich anfühlen? Die Euphorie ist also groß, auch deshalb, weil noch viele weitere Fragen hinzukommen. Denn bei aller “Routine” (sofern man bei Eltern von sowas überhaupt je sprechen kann
), wir werden zum ersten mal Eltern von zwei Geschwistern sein.
Wie auch immer: Die Zeit rast – und zwar so schnell, dass wir heute erst erstaunt feststellten, wie bald wir schon den Vollmer-Clan erweitern. Wir freuen uns wie blöde, wenn auch irgendwie auf andere Art und Weise. Es ist spannend und aufregend, vielleicht auch ein wenig verunsichernd, aber eben auch ein Nervenkitzel. Die Reise geht weiter… Auch wenn wir noch ein bisschen in der Wartehalle zubringen müssen.
Der neue Vollmer-Look
Seit Juni 2007 gibt es nun schon den Vollmer-Blog und er durchlebte schon so manche Veränderung. Rein äußerlich veränderten wir ihn bisher nun schon dreimal. Zusammen mit dem ursprünglichen Aussehen kommen wir damit auf vier Layouts. Das macht im Schnitt einen Relaunch pro Jahr! Damit wir dieser Linie treu bleiben, aber vor allem auch damit wieder etwas frischer Wind Einzug hält, haben wir nun wieder ein neues Design online genommen. Es ist ganz anders als seine Vorgänger und legt sehr viel mehr Wert auf den gestalterischen Aspekt. Wir hoffen, es gefällt trotzdem… oder vielleicht gerade deshalb. Weil sich auch hinter den Kulissen einiges getan hat, sind wir für alle Rückmeldungen dankbar. Das gilt auch und vor allem für etwaige Fehlermeldungen oder “Unannehmlichkeiten”. Schreibt uns einfach über das Kontaktformular, falls Euch was auffällt. Vielen Dank dafür, vor allem aber viel Spaß mit dem neuen Vollmer-Blog.
Jetzt kommt die Flut
Ich durfte das einst auch schon live hören… auch auf deutsch! Es war ein Genuss und das ist es immer wieder…
Peter Gabriel – Jetzt kommt die Flut
Wenn die Nacht droht
der Himmel rot – das Radio
spielt das Lied dreimal
ein Paar tanzt still im leeren Saal
Ein Seestern stirbt und
stumme andre Zeichen
das Meer zeigt das Ende der Gezeiten
wo du jetzt auch stehst:
es ist die falsche SeiteIch geh den alten Weg
die Schlucht der hohlen schrillen Töne
auf den Klippen siehst du
Töchter und erwachs’ne Söhne
die Unterwelt treibt nach oben
Stahlwogen am Himmel toben
wenn Nägel durch die Wolken schlagen
beginnt der erste von den letzten TagenJa, jetzt kommt die Flut
das Ende naht von Fleisch und Blut
sind die Meere still
um dich ist nur noch Schweigen
lass dich ins dunkle Wasser gleiten
Trink leer, Träumer, bald ist nichts mehrWenn die Flut dich sucht
Schätzt keine Mauer auf der Flucht
wenn der Donner schreit
spalten Blitze Seelen breit
wein nicht in diesem matten Licht
leere Bühne – hier sind nur du und ich
und wenn wir dann vorm Morgen geh’n
werden andere unsere Spur versteh’nJa, jetzt kommt die Flut
das Ende naht von Fleisch und Blut
sind die Meere still
um dich ist nur noch Schweigen
lass dich ins dunkle Wasser gleiten
Trink leer, Träumer, bald ist nichts mehr
Ein dringendes Geschäft
Soeben bekam ich folgende E-Mail zugestellt:
Schöne Grüße,
ich bitte Sie um Nachsicht für ein dringendes Geschäft.
Ich bin mir sicher das diese Geschäft eine enorme Interesse für Sie ist und auch zu unsere Beiden Vorteil ist.
[...]
Ah ja, wenn’s ein dringendes Geschäft ist, sollte man es nicht zurückhalten! Das ist sicher nicht gesund…
Im Straßencafé
Gut… damit wäre Straßenmusiker als alternative Berufswahl dann auch erst mal gestorben…
Es weihnachtet sehr
So, die Weihnachtskarten sind verfasst, von Hannah heuer erstmals eigenhändig unterschrieben und im Briefkasten, ein Weihnachtsbaum steht parat und wartet auf seinen Einsatz und alle jüngst verpackten Geschenke sind (hoffentlich) gut versteckt und werden zwei Kinderaugen am Heiligen Abend ganz bestimmt zum Funkeln bringen. Es kann losgehen: Weihnachten 2010.
Wir wünschen allen regelmäßigen Bloglesern, zufälligen Besuchern und allen Freunden und Bekannten ein besinnliches Weichnachtsfest. Wer weiß, vielleicht werden wir den ganz normalen Feiertagswahnsinn durch ein paar Zeilen hier ausgleichen müssen. Insofern: Bis in Kürze!
Zum Tränen lachen
Voilá! Die Meister ihres Fachs in meiner Lieblingsszene aus einem meiner Lieblingsfilme mit den beiden. Stop! Vor dem Klick auf “Play” bitte Taschentücher bereitlegen!








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